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Homeschooling nicht möglich, Kinder dadurch sitzengeblieben, Schadenersatz vom Staat ?

8.2.2021 Thema abonnieren
 Von 
Rolf-75
Status:
Frischling
(41 Beiträge, 2x hilfreich)
Homeschooling nicht möglich, Kinder dadurch sitzengeblieben, Schadenersatz vom Staat ?

Ich habe erfahren, das es in unserer Nahbarschaft eine Familie gibt, dessen 2 Kinder nicht am Homeschooling während des Lockdowns teilnehmen konnten, weil die Elter die Kinder nicht mit der dafür notwendigen technischen Ausstattung unterstützt haben. Die Kinder haben zwar irgendwann Tablets von der Schule bekommen, aber ohne die dafür notwendigen Datenpakete. Die Tablets waren auf ein WLAN zu Hause angewiesen. In dieser Familie gab es kein WLAN und auch kein Internetanschluss. Mit der Folge das die Tablets zu Hause nicht funktionierten. Zur Schule kommen durften die Kinder auch nicht. Die Kinder haben deswegen sehr viel Schulstoff versäumt und werden vermutlich die Klasse widerholen müssen. Natürlich bin ich der Meinung das auch Eltern mit Hartz IV Bezug die 30 Euro für eine DSL Flatrate irgendwie hätten stemmen können. Aber darum geht es nicht. Die Kinder können schließlich nichts dafür das die Eltern zuhause kein DSL mit WLAN anschaffen.

Welche Rechtsmittel haben die Kinder?

Schließlich gibt es eine Schulpflicht, die sowohl von der Schule als auch von den Kindern erfüllt werden muss. Die Kinder wollten ihrer Schulpflicht nachkommen, aber der Staat ist seiner Beschulungspflicht meines Erachtens nicht nachgekommen. Egal ob jetzt Lockdown oder nicht. Man hätte für die sozial benachteiligten Kinder irgendeine andere Lösung finden müssen. Bei den anderen Kindern welche DSL und WLAN zu Hause hatten, steht die Versetzung nicht in Gefahr. Das finde ich sehr ungerecht. Den Kindern ist ein sehr großer Schaden entstanden.

Können die Kinder in irgendeiner Form Schadenersatz vom Staat dafür bekommen? Schließlich ist auch der finanzielle Schaden sehr hoch, wenn die Kinder dadurch 1 Jahr später im Beruf anfangen können um Geld zu verdienen.




-- Editiert von Moderator am 08.02.2021 11:46

-- Thema wurde verschoben am 08.02.2021 11:46

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53 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
spatenklopper
Status:
Richter
(8438 Beiträge, 3693x hilfreich)

Zitat (von Rolf-75):
Können die Kinder in irgendeiner Form Schadenersatz vom Staat dafür bekommen?

Warum vom Staat?
Auch Hartz 4 Empfänger können 5€ im Monat für eine Daten Sim aufbringen und bei uns stellen mehrere Schulen das Lernmaterial auch analog in den Eingangsbereichen der Schule zur Abholung zur Verfügung.

Hier haben meiner Ansicht nach die Eltern komplett versagt, nicht die Schule oder der Staat.

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#2
 Von 
Rolf-75
Status:
Frischling
(41 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von spatenklopper):
Auch Hartz 4 Empfänger können 5€ im Monat für eine Daten Sim aufbringen

Mit 5 Euro wird man nicht weit kommen. Dafür kriegt man nicht genügend Datenvolumen. Gerade Videokonferenzen verbrauchen sehr viel Datenvolumen. Man müsste schon etwa 20 Euro / Monat für einen hochwertigerenn Datentarif aufbringen. Aber ja, die 20 Euro hätte auch ein Hartz IV Empfänger im Monat aufbringen können, wenn man es moralisch betrachtet. Da Stimme ich Ihnen zu 100 % zu.

Zitat (von spatenklopper):
bei uns stellen mehrere Schulen das Lernmaterial auch analog in den Eingangsbereichen der Schule zur Abholung zur Verfügung.

Das ist von Schule zu Schule unterschiedlich. Manche Schulen machen das, manche nicht. Man könnte diesen Vergleich nur ziehen, wenn alle Schulen gleich vorgehen würden. Wenn eine Schule nur auf Videokonferenz und digitale Medien setzt, dann hat man als Schüler nur sehr wenig Einfluss. Ich rede hier von einem 9 jährigem Jungen, der gegen eine Schule sehr wenig ausrichten kann, wenn diese keine alternativen Lernformen anbietet.


Zitat (von spatenklopper):
Hier haben meiner Ansicht nach die Eltern komplett versagt, nicht die Schule oder der Staat.

Da gebe ich Ihnen Recht.

Besteht dann gegen die Eltern irgendeine Haftungspflicht?
Sind Eltern rechtlich verpflichtet einen DSL Anschluss oder Mobiles Internet zu besitzen und diesen den Kindern zur Verfügung zu stellen?
Hätte hier eventuell das Jugendamt eingreifen müssen um die Kinder in Obhut nehmen z.B. in ein Kinderheim wo es Internet gibt und Homeschooling möglich ist?

Irgendeiner muss doch dafür zur Verantwortung gezogen werden können . Die Kinder können nichts dafür.



-- Editiert von Rolf-75 am 08.02.2021 09:39

-- Editiert von Rolf-75 am 08.02.2021 09:49

-- Editiert von Rolf-75 am 08.02.2021 09:51

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#3
 Von 
ratlose mama
Status:
Praktikant
(962 Beiträge, 397x hilfreich)

Zitat (von Rolf-75):
Irgendeiner muss doch dafür zur Verantwortung gezogen werden können . Die Kinder können nichts dafür.

Ja, die Eltern. Der Staat kann nichts dafür, dass die Eltern in der Schule nicht die Situation erklärt haben und das Tablet genommen haben, aber nicht dazu gesagt haben, dass es wegen fehlendem Internetanschluß für das Kind unbrauchbar ist.

Gerade bei den jüngeren Schülern wurde, soweit ich es an allen möglichen Schulen, mitbekommen habe immer eine Alternative in Papierform angeboten. Nur muss entweder der Schüler oder die Eltern das dann auch einfordern.

Der Staat, das JA oder wer auch immer kann nicht immer für alles was schief läuft verantwortlich gemacht werden. Und die Schlagzeile "JA nimmt Eltern wegen fehlendem Internetzugang das Kind weg" und den Aufruhr danach würde ich persönlich auch nicht lesen wollen.

Warum hast du denn nicht deine Hilfe angeboten und dem Kind einen Zugang zu deinem Internetzugang ermöglicht? Wäre eine nette Geste der Nachbarschaftshilfe gewesen

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#4
 Von 
Loni12
Status:
Lehrling
(1118 Beiträge, 203x hilfreich)

Zitat (von Rolf-75):
rgendeiner muss doch dafür zur Verantwortung gezogen werden können . Die Kinder können nichts dafür.

Es wird kaum einen ALG 2 HH geben, wo es keinen Internet Anschluss gibt.

Wenn die Eltern nicht wollen, kann der Staat nichts dafür. Es gab sicher auch Unterrichtsmaterial wo man keinen IT Anschluss benötigt. Die Schule stellte ein Tablet zur Verfügung, die Eltern haben die Pflicht dafür zu sorgen, dass es benützt werden kann.
Wg. eines fehlenden IT Anschluss bleibt man nicht sitzen, da spielen mehrere Faktoren eine Rolle.
Wie wie schon ratlose Mama schrieb, warum stellten sie ihren nicht zur Verfügung? Vom Staat Schadenersatz fordert, aber der Nachbarschaft keine Hilfe anbieten, passt nicht.

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#5
 Von 
Rolf-75
Status:
Frischling
(41 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von ratlose mama):
Ja, die Eltern. Der Staat kann nichts dafür, dass die Eltern in der Schule nicht die Situation erklärt haben und das Tablet genommen haben, aber nicht dazu gesagt haben, dass es wegen fehlendem Internetanschluß für das Kind unbrauchbar ist.

Doch das wurde der Schule kommuniziert. Der Schule ist bekannt das die Familie zuhause kein Internet besitzt und deswegen das Tablet unbrauchbar ist.

Zitat (von ratlose mama):
Gerade bei den jüngeren Schülern wurde, soweit ich es an allen möglichen Schulen, mitbekommen habe immer eine Alternative in Papierform angeboten. Nur muss entweder der Schüler oder die Eltern das dann auch einfordern.

Und trotzdem hat die Schule keine ausreichende Alternative in Papierform angeboten, obwohl die Schule davon wusste und die Schule um Hilfe gebeten wurde. Die Lehrer wollten sich nicht die doppelte Arbeit machen. Man kann schlecht eine Schule mit Gewalt dazu zwingen. Ich kenne leider nicht den juristischen Weg den man hätte hier einschlagen müssen um eine Alternative Lernform durchzusetzen. Aber selbst wenn, die Papierform hätte niemals den Lerninhalt ersetzt der über die Videokonferenz vermittelt wurde.


Zitat (von ratlose mama):
Warum hast du denn nicht deine Hilfe angeboten und dem Kind einen Zugang zu deinem Internetzugang ermöglicht? Wäre eine nette Geste der Nachbarschaftshilfe gewesen


Ich habe erst heute davon erfahren und mein WLAN kommt dort nicht an weil die zu weit (ca. 300 m) weg wohnen.


-- Editiert von Rolf-75 am 08.02.2021 10:15

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#6
 Von 
Rolf-75
Status:
Frischling
(41 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Wie wie schon ratlose Mama schrieb, warum stellten sie ihren nicht zur Verfügung?

Weil der Nachbar in der Strasse 300 Meter weiter wohnt und mein WLAN bis dahin nicht reicht.

Zitat (von Loni12):
Vom Staat Schadenersatz fordert, aber der Nachbarschaft keine Hilfe anbieten, passt nicht.

Ich habe erst heute davon erfahren und wie gesagt mein WLAN kommt dort nicht an. Bin sogar dahingefahren und habe das getestet.

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#7
 Von 
ratlose mama
Status:
Praktikant
(962 Beiträge, 397x hilfreich)

Bist du sicher, dass du die gesamte Geschichte kennst und die Eltern sie dir auch wahrheitsgemäß erzählt haben?

Das Kind besucht die Grundschule. Zumindest in Hessen wurden und werden in allen Grundschulen beide Varianten des Unterrichtsmaterials angeboten.
Sitzen bleiben wird in diesem Schuljahr niemand.
Inzwischen ist ja zumindest an den Grundschulen teilweise wieder Präsenzunterricht. Nimmt das Kind denn inzwischen wieder daran teil?

Wenn der Lehrer sich querstellt, dann bitten man um ein Gespräch mit dem Rektor. Bleibt das auch fruchtlos, dann kann man sich an das Schulamt wenden, die werden dann die Schule schon auffordern ihren Pflichten nachzukommen.
Im übrigen halte ich es für ein wenig unwahrscheinlich, dass die Schule trotz fehlendem Internetanschluß ein Tablet zur Verfügung stellt. Davon gibt es einfach zu wenige und die werden dann an die Schüler verteilt, die sie benötigen UND die technischen Vorussetzungen zurBenutzung zuhause haben

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#8
 Von 
Rolf-75
Status:
Frischling
(41 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von ratlose mama):
Bist du sicher, dass du die gesamte Geschichte kennst und die Eltern sie dir auch wahrheitsgemäß erzählt haben?

Nein, bin mir natürlich nicht zu 100 % sicher ob das alles so stimmt was man mir erzählt. Nur ich finde diese Geschichte sehr traurig.

Zitat (von ratlose mama):
Das Kind besucht die Grundschule. Zumindest in Hessen wurden und werden in allen Grundschulen beide Varianten des Unterrichtsmaterials angebote

Es besucht meines Wissens die 5 Klasse der Realschule. Mit 9 Jahren ist das durchaus möglich, wenn man mit 6 Jahren eingeschult wird und der Geburtstag entsprechend fällt.


Zitat (von ratlose mama):
Wenn der Lehrer sich querstellt, dann bitten man um ein Gespräch mit dem Rektor. Bleibt das auch fruchtlos, dann kann man sich an das Schulamt wenden, die werden dann die Schule schon auffordern ihren Pflichten nachzukommen.


Die genauen Gesprächsinhalte kenne ich natürlich nicht. Nach meinem Wissen wurde schon ein Gespräch gesucht. Mit wem genau weis ich nicht. Vielleicht war die Familie nicht in der Laage dem ganzen juristischem Nachdruck zu verleihen. Manchmal tun sich Bildungsferne Familien mit so etwas schwer.

Zitat (von ratlose mama):
Im übrigen halte ich es für ein wenig unwahrscheinlich, dass die Schule trotz fehlendem Internetanschluß ein Tablet zur Verfügung stellt. Davon gibt es einfach zu wenige und die werden dann an die Schüler verteilt, die sie benötigen UND die technischen Vorussetzungen zurBenutzung zuhause haben


So sollte es eigentlich sein. Aber zwischen sollen und was tatsächlich passiert liegen oft Welten. Vielleicht wurde auch das Tablet zuerst ausgehändigt und danach hat die Familie festgestellt das dieses ohne WLAN nicht funktioniert. Die Schule ging vielleicht davon aus das in der heutigen Zeit jeder WLAN zu Hause haben müsste und hat das nicht weiter im Vorfeld geprüft.

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#9
 Von 
Anami
Status:
Weiser
(17166 Beiträge, 2766x hilfreich)

Zitat (von Rolf-75):
Die Kinder haben deswegen sehr viel Schulstoff versäumt und werden vermutlich die Klasse widerholen müssen.
Ach, einer, ein 9 jähriger. Daraus einen solchen möglichen finanziellen zukünftigen Schaden zu konstruieren, ist einfach nur lächerlich. Eigentlich sogar blödsinnig.
Ob und wann dieser Junge in einen Beruf einsteigt... steht in den Sternen.
Zitat (von Rolf-75):
Welche Rechtsmittel haben die Kinder?
Ein 9jähriger hat keine. Dann die Eltern als Erz-Berechtigte, aber wozu bei solch unsinniger Idee...
Zitat (von Rolf-75):
Die Kinder wollten ihrer Schulpflicht nachkommen, aber der Staat ist seiner Beschulungspflicht meines Erachtens nicht nachgekommen. Egal ob jetzt Lockdown oder nicht.
Grade nicht egal, ob Lock down oder nicht.
Vielen entsteht durch Wiederholung einer Klassenstufe sogar ein Nutzen, wie man später häufig feststellen kann.
Zitat (von Rolf-75):
Schließlich ist auch der finanzielle Schaden sehr hoch, wenn die Kinder dadurch 1 Jahr später im Beruf anfangen können um Geld zu verdienen.
Bist du minderjährig?
Zitat (von Rolf-75):
Ich rede hier von einem 9 jährigem Jungen,
Der in der Lage sein wird, jemandem zu sagen, was zu Hause nicht geht. Oder hat der Junge bereits andere Hemmnisse außer kein Datenvolumen?

Wenn du weißt, dass die Eltern die Verursacher sind, warum fragst du so ***, ob der Staat...wenn...wann.. und überhaupt ?

Zitat (von Rolf-75):
Irgendeiner muss doch dafür zur Verantwortung gezogen werden können .
Ja. Der Junge kann seinen Eltern lebenslang vorwerfen, dass sie damals im Jahre X ihm als 9jährigen die Zukunft versaut haben...
Aber sonst gehts dir noch gut? :dau:

Signatur:auch ich verweise auf § 675(2) BGB.
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#10
 Von 
smogman
Status:
Lehrling
(1490 Beiträge, 425x hilfreich)

Zitat (von Rolf-75):
Können die Kinder in irgendeiner Form Schadenersatz vom Staat dafür bekommen? Schließlich ist auch der finanzielle Schaden sehr hoch, wenn die Kinder dadurch 1 Jahr später im Beruf anfangen können um Geld zu verdienen.
Ich sehe als Laie keinerlei Ersatzansprüche im Rahmen des § 823 BGB.

Die Kinder könnten evtl. auf dem Verwaltungsrechtsweg auf die Lernmittelfreiheit pochen. Das halte ich persönlich für noch am erfolgversprechendsten und würde eine entsprechend positive OVG Entscheidung sehr begrüßen. Zumindest in Bundesländern, in denen eine Lernmittelfreiheit gesetzlich verankert ist.

An einer Versetzung ändert aber auch das nichts. Das Ganze inner- und außerhalb der rechtlichen Möglichkeiten auch in praktische Bahnen zu lenken, unterlag der elterlichen Verantwortung. Und wenn man sich weigert in einer solchen Ausnahmesituation gleichzeitig ein funktionsfähiges WLAN zuhause einzurichten, die Kinder bestmöglich selbst zu unterrichten und parallel rechtliche Ansprüche durch einen geeigneten Anwalt prüfen zu lassen, dann war man relativ offensichtlich auch nicht willens im Sinne der Kinder das eigentliche Problem zu lösen.

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#11
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(32071 Beiträge, 12641x hilfreich)

In Ergänzung: wo ist denn der Schaden? Die Kids werden doch eh vom Staat finanziert.

wirdwerden

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#12
 Von 
Loni12
Status:
Lehrling
(1118 Beiträge, 203x hilfreich)

Zitat (von Rolf-75):
Wenn eine Schule nur auf Videokonferenz und digitale Medien setzt, dann hat man als Schüler nur sehr wenig Einfluss.

Grundschüler haben nicht nur Onlineunterricht, spreche da aus Erfahrung weil ich es derzeit erlebe. Es erfolgen Hausaufgaben in Papierform.
Die Eltern haben eine Fürsorgepflicht, bei Hartz 4 sind sie in der komfortablen Lage, dass die Kinder nicht alleine daheim sind und ihnen geholfen werden kann/sollte.
Die Schadenersatzfrage ist für alle jene ein Schlag ins Gesicht, welche beruftsbedingt nicht daheim bleiben können.
Wenn die Eltern versagen, liegt es alleine in denen und nicht am Staat.
Ihnen wurden vermutlich wichtige Fakten verschwiegen.

Um welches Bundesland handelt es sich denn? Bei uns in Bayern werden am Freitag alle schriftlichen Aufgaben an der Schule abgegeben und am Montag kann man sie wieder abholen. Und wenn es in der Familien keinen Drucker gibt, erledigt das die Schule und die liegen bei.
Wenn Kinder nicht am Online Unterricht teilnehmen können, benötigen sie bei uns eine Entschuldigung der Eltern, egal ob Krankheit oder sonstiges. Deshalb glaube ich kaum, dass die Schule nichts unternommen hat und die Eltern wurden sicher informiert.

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#13
 Von 
Rolf-75
Status:
Frischling
(41 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von smogman):
Und wenn man sich weigert in einer solchen Ausnahmesituation gleichzeitig ein funktionsfähiges WLAN zuhause einzurichten, die Kinder bestmöglich selbst zu unterrichten und

Ob es wirklich eine mutwillige Weigerung der Eltern ist, kann ich nicht sagen. Dazu müsste ich die genaue finanzielle Situation der Familie kennen, ob es irgendwelche akuten Hinderungsgründe zur kurzfristigen Anschaffung eines DSL Anschlusses gab. Lag eine ALG 2 Sanktion mit Geldkürzungen vor? Gibt es negative Schufaeinträge oder Altschulden, die möglicher Weise die Anmeldung eines günstigen DSL Anschlusses ohne Hinterlegung einer Kaution erschweren? Oft werden beim Bereitstellen eines Internetanschlusses mehr als 100 Euro fällig für die Geräte (Router) und Anschlussgebühr. Und hier hört meines Erachtens die Leitungsfähigkeit eines Hartz IV Empfängers auf, wenn diese Ausgaben von Heute auf Morgen zu zahlen sind.


Zitat (von smogman):
und parallel rechtliche Ansprüche durch einen geeigneten Anwalt prüfen zu lassen, dann war man relativ offensichtlich auch nicht willens im Sinne der Kinder das eigentliche Problem zu lösen.


Es ist sehr schwierig einen geeigneten Anwalt zu finden, der auf Basis eines Beratungshilfescheines die erforderliche Zeit in einen solchen Fall investiert. Aber auch hier weis ich nicht, ob die Familie einen Anwalt beauftragt hat.


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#14
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(39295 Beiträge, 14104x hilfreich)

Zitat:
Und hier hört meines Erachtens die Leitungsfähigkeit eines Hartz IV Empfängers auf, wenn diese Ausgaben von Heute auf Morgen zu zahlen sind.

Das ist natürlich alles theoretisch denkbar. Ob nicht viel näher liegende Gründe die Ursache sind, hast Du aber gar nicht geprüft.

Der am nächsten liegende Grund für so eine Situation ist, dass sich die Eltern nicht gekümmert haben. Schließlich ist nicht einmal ansatzweise erkennbar, dass die Eltern die Schule über den fehlenden DSL-Anschluss informiert hätten. Haben die Eltern auch keine Smartphones? Wenn doch, dann könnten sie dem Kind einen Hotspot zur Verfügung stellen.

Zitat:
Aber auch hier weis ich nicht, ob die Familie einen Anwalt beauftragt hat.

Um sich selbst wegen Verletzung der Erziehungspflicht zu verklagen?

Du machst es Dir erheblich zu einfach, wenn Du auf Basis derart mangelhafter Informationen der Schule die Schuld zuschiebst. In erster Linie tragen die Eltern die Verantwortung für ihre Kinder.

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#15
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(86216 Beiträge, 34795x hilfreich)

Zitat (von Rolf-75):
Welche Rechtsmittel haben die Kinder?

Keine, da sie noch nicht volljährig sind.



Zitat (von Rolf-75):
Aber ja, die 20 Euro hätte auch ein Hartz IV Empfänger im Monat aufbringen können, wenn man es moralisch betrachtet.

Wenn man es realistisch betrachtet, werden viele ALG II Empfänger jeden vermeidbaren Luxus wie Festnetz sich sparen - sofern sie überhaupt einen Anschluss bekämen.



Zitat (von Rolf-75):
Sind Eltern rechtlich verpflichtet einen DSL Anschluss oder Mobiles Internet zu besitzen und diesen den Kindern zur Verfügung zu stellen?

Nicht mal im Ansatz.



Zitat (von Rolf-75):
Irgendeiner muss doch dafür zur Verantwortung gezogen werden können

Nein, niemand.
Die Versager sitzen in der Landespolitik und die sind ja bekanntermaßen recht imun gegen so was.



Zitat (von Rolf-75):
Man kann schlecht eine Schule mit Gewalt dazu zwingen.

Doch - und zwar mit juristischer Gewalt.

Wäre nur die Frage, ob der Lerninhalt in Papierform über die Videokonferenz hätte ersetzt werden können.



Zitat (von ratlose mama):
Im übrigen halte ich es für ein wenig unwahrscheinlich, dass die Schule trotz fehlendem Internetanschluß ein Tablet zur Verfügung stellt.

Doch, das machen die durchaus.



Zitat (von wirdwerden):
In Ergänzung: wo ist denn der Schaden?

Es gibt keinen, deshalb ist eine entsprechende Klage auch sinnlos.




-- Editiert von Harry van Sell am 08.02.2021 13:18

Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#16
 Von 
Rolf-75
Status:
Frischling
(41 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Nicht mal im Ansatz.

Wenn die Eltern nicht mal im Ansatz per Gesetz dazu verpflichtet sind und es auch von Seiten des Staates keinerlei Verpflichtung gibt, dann stimmt doch irgendwas gewaltig nicht. Das würde im Endeffekt bedeuten, das die Erfüllung der Schulpflicht des Kindes in solchen Fällen primär vom Geldbeutel und Wohlwollen der Eltern abhängig ist und der Staat komplett aus der Verantwortung außen vor ist. Dabei hat die Politik doch mit Engelszungen versprochen, das kein Kind in der Bildung durch den Lockdown benachteiligt wird.

Zitat (von Harry van Sell):
Nein, niemand.
Die Versager sitzen in der Landespolitik und die sind ja bekanntermaßen recht imun gegen so was.

100 % Zustimmung

Zitat (von Harry van Sell):
Es gibt keinen, deshalb ist eine entsprechende Klage auch sinnlos.

Ein Schaden in Form einer erheblichen Bildungslücke ist für die Kinder ist schon entstanden. Vermutlich ist unsere Justiz einfach nicht bereit dazu diesen Schaden anzuerkennen.

Zitat (von hh):
Das ist natürlich alles theoretisch denkbar. Ob nicht viel näher liegende Gründe die Ursache sind, hast Du aber gar nicht geprüft.

Ich weis es nicht. Würden näherliegende Ursachen überhaupt in Gewicht fallen, wenn es nicht mal im Ansatz eine gesetzliche Verpflichtung der Eltern gibt, einen funktionsfähigen Internetanschluss zur Verfügung zu stellen?

Zitat (von hh):
In erster Linie tragen die Eltern die Verantwortung für ihre Kinder.

Für mich ist es keine Verantwortung tragen, wenn man etwas unterlässt und dafür rein rechtlich nicht belangt werden kann. Verantwortung tragen heißt für mich auch für etwas persönlich geradestehen.

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#17
 Von 
Loni12
Status:
Lehrling
(1118 Beiträge, 203x hilfreich)

Zitat (von Rolf-75):
Für mich ist es keine Verantwortung tragen, wenn man etwas unterlässt und dafür rein rechtlich nicht belangt werden kann. Verantwortung tragen heißt für mich auch für etwas persönlich geradestehen.

Die Eltern haben hier versagt. Der Staat ist nicht für alles zuständig.

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#18
 Von 
Rolf-75
Status:
Frischling
(41 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Die Eltern haben hier versagt. Der Staat ist nicht für alles zuständig.

Wenn Eltern bei elementaren Dingen wie die Sicherstellung der Schulpflicht versagen, dann müsste man sich natürlich die Frage stellen, ob die Eltern geeignet sind das Sorgerecht alleine zu tragen, oder ob unterstützende Familienhilfe von Außen notwendig ist.

Wenn ein Kind mehrfach die Schule schwänzt, dann steht doch ganz schnell das Jugendamt auf der Matte.

-- Editiert von Rolf-75 am 08.02.2021 14:31

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#19
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(32071 Beiträge, 12641x hilfreich)

Nee, also wirklich nicht für alles zuständig. Insbesondere kann er nicht jede Unfähigkeit irgendwelcher Personen abpuffern, nur weil irgend jemand Schaden nehmen könnte. Die Kinder scheinen ja noch in der Grundschule zu sein. Da ist mit Sicherheit nicht nur über das www Unterricht erfolgt, sondern eben aus dem Mix aus Papier und Online-Unterricht. Was haben denn die Eltern überhaupt gemacht? Darauf gewartet, dass eine Zauberfee kommt und alles regelt? Die "Aufzucht der Brut" ist nun mal ein Mix aus verschiedenen Verantwortlichkeiten. Wie die Eltern den eventuell erforderlichen Internet-Zugang organisieren, das ist ihr Bier. Man hätte ja auch vielleicht über Schulfreunde oder Nachbarn was regeln können. Und sich auch intensiv selbst um die Hausaufgaben kümmern können, genug Zeit ist ja da.

Abgesehen davon, vor einer Woche gab es die Halbjahreszeugnisse. Genug Zeit ist doch da, um jetzt noch was zu ändern. Aber die Eltern müssen in die Puschen kommen, wer sonst?

wirdwerden

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#20
 Von 
Anami
Status:
Weiser
(17166 Beiträge, 2766x hilfreich)

Zitat (von Rolf-75):
Ein Schaden in Form einer erheblichen Bildungslücke ist für die Kinder ist schon entstanden.
Du behauptest hier irgendwelche hochgestochenen Dinge, ohne Fakten zu haben. Alles weißt du nicht.
Und zur Krönung fragst du nach Schadensersatz für eine eventuell und warum auch immer spätere Einkommenseinbuße.
Bitte mach dich selbst erst mal schlau, was da war und wer-wie-was nicht ermöglicht hat.
Zitat (von Rolf-75):
Wenn ein Kind mehrfach die Schule schwänzt, dann steht doch ganz schnell das Jugendamt auf der Matte.
Nein. Jugendämter brauchen einen *Anstoß*, von wem auch immer.

Vorschlag: Statt sich solchen absurden Gedanken zu widmen, wem man in 10 Jahren evtl. mal an den Kragen kann..., gib doch jetzt dem Jungen ganz einfach Nachhilfe... gabs schon vor der Pandemie und wird es auch danach geben. Klasse 5 und 2. Halbjahr dürfte relativ leicht sein, zumal du ja vernetzt bist.

Man kann alle Hosen mit der Kneifzange anziehen, sogar mit einem Harvester ist das möglich--- aber doch nicht sinnvoll.

Signatur:auch ich verweise auf § 675(2) BGB.
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#21
 Von 
hiphappy
Status:
Master
(4811 Beiträge, 2275x hilfreich)

Zitat (von Rolf-75):
Wenn ein Kind mehrfach die Schule schwänzt, dann steht doch ganz schnell das Jugendamt auf der Matte.

Richtig.

Und da die Weigerung der Eltern, sich um die Möglichkeit der Teilnahme am Unterricht zu bemühen, vergleichbar ist, sollte man sich an das Jugendamt wenden.
Wenn das die Schule nicht schon gemacht hat.

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#22
 Von 
Rolf-75
Status:
Frischling
(41 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von hiphappy):
Und da die Weigerung der Eltern, sich um die Möglichkeit der Teilnahme am Unterricht zu bemühen, vergleichbar ist, sollte man sich an das Jugendamt wenden.
Wenn das die Schule nicht schon gemacht hat.

Genau so habe ich auch gedacht. In der "nicht online Welt" währe das in etwas mit einem Fall vergleichbar, wie wenn die Eltern das Kind daran hindern würden zur Schule zu gehen. Oder dem Kind keine Bücher, Stifte, Schulhefte und sonstige Dinge zur Verfügung stellet, die das Kind für die Teilnahme am Unterricht dringend benötigt. In solchen Fällen würde das Jugendamt auch aktiv werden. Vorausgesetzt natürlich das Jugendamt weis davon.

-- Editiert von Rolf-75 am 08.02.2021 15:21

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#23
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(32071 Beiträge, 12641x hilfreich)

Aber das Jugendamt würde nicht dafür sorgen, dass das Kind die Teile bekommt, zur Schule geht, was weiß ich. Es würde lediglich rüberbringen, für was zu sorgen ist, seitens der Eltern. Da ist wohl Dein Denkfehler.

Und, ich wiederhole mich, die Kinder sind ja noch relativ jung. Es gibt mit Sicherheit einen Mix aus den verschiedenen Unterrichtsformen. Das zu organisieren, das ist Sache der Eltern.

wirdwerden

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#24
 Von 
Loni12
Status:
Lehrling
(1118 Beiträge, 203x hilfreich)

Zitat (von Rolf-75):
Zitat (von Loni12):
Die Eltern haben hier versagt. Der Staat ist nicht für alles zuständig.

Wenn Eltern bei elementaren Dingen wie die Sicherstellung der Schulpflicht versagen, dann müsste man sich natürlich die Frage stellen, ob die Eltern geeignet sind das Sorgerecht alleine zu tragen, oder ob unterstützende Familienhilfe von Außen notwendig ist.

Wenn ein Kind mehrfach die Schule schwänzt, dann steht doch ganz schnell das Jugendamt auf der Matte.

-- Editiert von Rolf-75 am 08.02.2021 14:31

Wie gut kennen sie die Familie? Wenn sie meinen die Kinder werden vernachlässigt, dann sollten sie das Jugendamt informieren und nicht nach Schadenersatz fragen. Und wenn es so ist wie schreiben, dann dürfte die Schule schon dafür gesorgt haben.
An welche Form von Schadenersatz dachten sie? Geld, welches die Eltern dann ausgeben, oder Nachhilfestunden usw. Bieten schon viele Schulen kostenlos an, allerdings werden die gerne vergessen.
Als Nachbar könnten sie auch dabei helfen.

Zitat (von wirdwerden):
Und, ich wiederhole mich, die Kinder sind ja noch relativ jung. Es gibt mit Sicherheit einen Mix aus den verschiedenen Unterrichtsformen. Das zu organisieren, das ist Sache der Eltern.

So ist es, erlebe derzeit selber.

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#25
 Von 
user08154711
Status:
Lehrling
(1768 Beiträge, 225x hilfreich)

Schule schuld? Staat schuld? Schadenersatz? Was sind denn das für abstruse Vorstellungen? Einzig Schuld haben hier die Eltern!

1. Ein Haushalt ohne Internetzugang? Kaum zu glauben.
2. Ich kenne zwei Grundschulen und zwei Gymnasien, bei denen selbstverständlich das Lehrmaterial auch "offline" zur Verfügung gestellt wird.
3. Bei eben diesen vier Schulen wird Homeschooling per Zoom oder MS Teams angeboten. Bei beiden gibt es die Möglichkeit, sich auch per Telefon einzuwählen und so zumindest zuzuhören. Oder existiert auch kein Telefon in diesem Haushalt?

Im übrigen:

Zitat (von Rolf-75):
Mit 5 Euro wird man nicht weit kommen. Dafür kriegt man nicht genügend Datenvolumen.
Unsinn.

Zitat (von Rolf-75):
Nein, bin mir natürlich nicht zu 100 % sicher ob das alles so stimmt was man mir erzählt.
...

Zitat (von Rolf-75):
Die genauen Gesprächsinhalte kenne ich natürlich nicht. Nach meinem Wissen wurde schon ein Gespräch gesucht. Mit wem genau weis ich nicht.
Nichts kennen, nichts wissen, ....

Zitat (von Rolf-75):
Ob es wirklich eine mutwillige Weigerung der Eltern ist, kann ich nicht sagen.
....

Zitat (von Rolf-75):
Ich weis es nicht.
....

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#26
 Von 
Rolf-75
Status:
Frischling
(41 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Aber das Jugendamt würde nicht dafür sorgen, dass das Kind die Teile bekommt, zur Schule geht, was weiß ich. Es würde lediglich rüberbringen, für was zu sorgen ist, seitens der Eltern.

Es gibt beim Jugendamt einen Prüfbogen "Einordnungsschema zur Erfüllung kindlicher Bedürfnisse" zur Feststellung einer Gefährdung des Kindeswohls i. S. § 1666 BGB. In dem Punkt "physiologische Bedürfnisse" würde der Sachbearbeiter "deutlich unzureichend" ankreuzen. Zuerst würde das Gespräch mit den Eltern gesucht und wenn dieses Gespräch nicht fruchtet dann wird das Jugendamt in irgendeiner Art und Weise handeln. Wie auch immer.

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#27
 Von 
Rolf-75
Status:
Frischling
(41 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von user08154711):
Unsinn.

Bitte nennen Sie mir einen mobilen Datentarif, wo man für 5 Euro im Monat soviel Datenvolumen bekommt, das es für tägliche Videokonferenzen ausreicht.

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#28
 Von 
Anami
Status:
Weiser
(17166 Beiträge, 2766x hilfreich)

Zitat (von Rolf-75):
Es gibt beim Jugendamt einen Prüfbogen
Ach, das weißt du immerhin. :augenroll:
Aber zu Anfang Februar hier schreiben---Kinder dadurch sitzengeblieben,--- dazu weißt du nichts? Ein 9jähriger blieb letztes Schuljahr sitzen wegen Schulschließung und verhunztem Home schooling? :augenroll:

Im Halbjahr bleibt kein Kind sitzen. Es gibt jetzt höchstens den *blauen Brief* an die Eltern, dass das Kind versetzungsgefährdet ist.

Also lass bitte das ganze unpassende Beiwerk weg und erkläre was Faktisches.

Da die Schule unweigerlich Kenntnis hat, dass keine Home schooling-Möglichkeit besteht, braucht die Schule NICHT das Jugendamt belästigen.
Die Schule kann und wird wie häufig andernorts praktiziert, die Papierform dem Schüler zukommen lassen.
Das geht, das ist praktikabel und das WIRD schon längst gemacht.

Ein Schüler, der seit dem Lockdown NICHT an täglichen Videokonferenzen teilnimmt, ist der Schule längst bekannt. Also hör bitte auf, hier Datenvolumen für € zu thematisieren.

Signatur:auch ich verweise auf § 675(2) BGB.
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#29
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(32071 Beiträge, 12641x hilfreich)

Ich finde so Antworten "wie auch immer" sehr weiterführend, wirklich. Wenn das Kindeswohl nicht so massiv gefährdet ist, dass die Kinder aus dem Haushalt genommen werden müssen, dann bleibt es so, wie es ist. Das Jugendamt wird weder den Internetanschluss organisieren, noch sonst irgend was. Das ist Aufgabe der Eltern. Auch sich anderweitig drum zu kümmern, dass die Kids das Material bekommen. Gibt es ja, in den niedrigen Schulklassen wird eben nicht nur über das www gearbeitet.

Ich habe so das Gefühl, die Eltern haben einen etwas naiven (Entschuldigung, aber ist meine Meinung) liebenswerten Nachbarn gefunden, den man gut bequatschen kann. Der alles glaubt, und sich vor den Karren spannen lässt. Vielleicht sogar den Internetanschluss organisiert. Auf jeden Fall bemitleidet.

Jedenfalls weiß ich eines: wenn die Kids schon sitzen geblieben sind, im Sommer, dann nicht wegen Corona. Denn ein paar Monate kann man ohne weiteres überbrücken, und im letzten Schuljahr war es ja nicht lang, die Leistungen, die vorher erbracht wurden, die flossen doch in die Beurteilung mit ein. Oder aber es geht um dieses Schuljahr, das ist ja erst zur Hälfte vorbei.

Rolf, könnte es sein, dass Du hier missbraucht wirst?

wirdwerden

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#30
 Von 
Sunrabbit
Status:
Schüler
(431 Beiträge, 75x hilfreich)

Kleiner technischer Tipp bezüglich Internet: Informiere dich mal über Freifunk. Da gibts in viele Städten Ansprechpartner. Zusammen mit denen mal die direkten Nachbarn abklappern (Flugblätter) ob einer Internet für die Kinder spenden möchte. Kosten für 2 Freifunkrouter sind in der Regel überschaubar (ca. 50 Euro zusammen) und das Problem wäre gelöst.
Vorteil vom Freifunk: Ich gebe zwar etwas von meiner Bandbreite ab, aber das läuft ansonsten völlig getrennt von meiner eigenen WLAN/LAN Infrastruktur und dadurch gehe ich selbst kein Risiko ein.

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