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Speicherung von IP-Adressen und Daten

8.1.2019 Thema abonnieren
 Von 
Daniel65
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 1x hilfreich)
Speicherung von IP-Adressen und Daten

Hallo :)

ich hätte eine Frage.

Wie lange muss ein Internetprovider die IP-Adresse mit den dazugehörigen Daten speichern bzw. wie lange speichern die Internetprovider (Vodafone und Telekom) diese Daten?

Hauptsächlich geht es mir bei dieser Frage darum, wenn es um strafrechtliche Ermittlungen geht wie lange die Behörden auf die Auskunft der Provider zurückgreifen können.

Vorab vielen Dank für eure Rückmeldungen.

Grüße

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(69828 Beiträge, 32126x hilfreich)

Zitat (von Gyver2387):
Wie lange muss ein Internetprovider die IP-Adresse mit den dazugehörigen Daten speichern bzw. wie lange speichern die Internetprovider (Vodafone und Telekom) diese Daten?

"Müssen" müssen die derzeit übrigens nicht - der Gesetzgeber hat bis heute keine rechtskonforme Gesetzgebung zur VDS hinbekommen.

Bleibt also nur das "dürfen". Das entscheiden die ganz individuell nach den betrieblichen Erfordernissen. Das geht von 1 Woche bis hin zu mehreren Monaten, je nach Verwendungszweck.




-- Editiert von Harry van Sell am 09.01.2019 12:35

Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
cirius32832
Status:
Student
(2001 Beiträge, 678x hilfreich)

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Anzeige-erstattet-Provider-speichern-IP-Adressen-bis-zu-drei-Monate-4263124.html

Derzeit werden IP Adressen bis zu drei Monate gespeichert. Laut einem Urteil darf die Telekom nur 7 Tage speichern. Diese 7 Tage sind auch die eigentlich gewährte Frist, die man bisher als Speicherdauer angeneommen hat. In dem Artikel oben wird das leider widerlegt

Signatur:https://www.antispam-ev.de
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#3
 Von 
romelk77
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 6x hilfreich)

Hallo zusammen, euer Thread ist zwar schon ein Weilchen her, aber vielleicht darf ich mich noch zu dem Thema mit einklinken.

Mich beschäftigt hier die Tatsache, wie die Provider die "7-Tage-Regel" auslegen könnten und wie es vielleicht zu der Annahme der Speicherpraxis bei IP-Adressen im heise-Bericht kommen kann.

Der Hauptgrund der IP-Speicherung ist laut Telekommunikationsgesetz meiner Meinung nach die Möglichkeit des Providers "Störungen und Missbrauch" zu erkennen und zu beseitigen.

Dafür gibt der Gesetzgeber praktisch sieben Tage lang Zeit bis zur Löschung.

Auf der anderen Seite steht dabei die vermeintliche Idee der Datenschützer, dass daraus folgend eine IP-Adresse nach diesen 7 Tagen zu löschen ist, folglich keinem Anschlussinhaber mehr zugeordnet werden kann(darf).

In Zeiten von All-IP Anschlüssen werden neben dem klassischen Surfen auch Telefonieren und z.T. Fernsehen über IP-Adressen umgesetzt. Im Bezug auf Telefonieren (Notruf) sollte eine dauerhafte Internetverbindung bestehen bleiben.

Nun habe ich im Bezug auf Löschverfahren der Provider 2 Ideen im Kopf , wobei es sich darum dreht, wie der Begriff "Ende einer Internetverbindung" providerseitig definiert sein könnte:

1.) Z.B. Es besteht ein All-IP Anschluss (DSL/Kabel), die technischen Gegebenheiten sind soweit störungsfrei, kein Stromausfall, Zwangstrennungen sind mittlerweile nicht mehr üblich,... usw., dass eine dauerhafte Internetverbindung über Wochen bestehen bleiben kann. Die Folge: Kein Wechsel der IP-Adresse über Wochen, da permanente Verbindung besteht.
So, greift nun die IP- Löschroutine des Providers erst, wenn es doch mal nach Wochen zu einer Trennung kommt - Plus ab jetzt die 7 Tage ?
Das könnte eine Verbindung IP zu Anschlussinhaber über Wochen darstellen. Ein Supergau um Sinne der Datenschützer.

2.) Egal wie lange eine Internetverbindung besteht, greift eine Löschroutine, die jeweils nach 7 Tagen den Bezug einer IP-Adresse zu einem Abschluss automatisch aufhebt.

Hierzu habe ich ein älteres Zitat aus einem Kabel Deutschland Forum, welches nicht mehr besteht:


""Die aktuelle Zuordnung der MAC-Adresse des Kabelmodes und damit die Identität des Kunden zu einer IP-Adresse kann von Kabel Deutschland immer nur für 48h verlässlich nachvollzogen werden. Danach wird die Zuordnungsinformation überschrieben und folglich unwiderruflich gelöscht. Diese Löschroutine greift unabhängig von der Erst- oder Neuvergabe einer IP-Adresse, also insbesondere unabhängig davon, ob es zwischenzeitlich zu einer Stromunterbrechung oder dem Abriss und Neuaufbau der Internetverbindung kommt: Jede Zuordnungsinformation, die älter als 48 Stunden ist, wird gelöscht."

Die 48 Stunden könnten zwischenzeitlich die besagten 7 Tage sein.
Diese Version würde der Idee der Datenschützer wohl mehr entsprechen.

Ich weiß, ein sehr langer Thread, aber vielleicht hat ja jemand Lust sich an das Thema (nochmal) mit dranzuhängen.

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