Amtsgericht lehnt Nachlasspfleger ab

27. März 2020 Thema abonnieren
 Von 
scaglietti
Status:
Schüler
(182 Beiträge, 48x hilfreich)
Amtsgericht lehnt Nachlasspfleger ab

Ein Mieter verstirbt, hat überschaubare Mietschulden. Alle Erben schlagen lt. Amtsgericht das Erbe aus. Vermieter weiss, dass noch Bankguthaben in überschaubarer Höhe vorhanden ist, welches einen Teil der Forderungen decken würde. Das Amtsgericht lehnt auf Antrag den Nachlasspfleger ab, da "der Nachlass überschuldet sein dürfte". Auf Nachfrage wie es zu der Vermutung kommt, teilte das Amtsgericht mit, dass die ermitteleten Erben "dies so gesagt haben". Eine Bankauskunft wurde jedoch nicht eingeholt. Gibt es für den Vermieter keine Möglichkeit, noch an das hinterlassene Bankguthaben zu kommen?

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
AR0710
Status:
Schüler
(407 Beiträge, 88x hilfreich)

Das ist so eine Sache. Die Pflegschaft wird abgelehnt, wenn die Kosten zu den liquiden Mitteln in einem unangemessenen Verhältnis stehen. Das AG würde am liebsten den Pfleger bestellen, glauben Sie mir. Wenn am Ende aber nix übrig ist lohnt sich das für den Vermieter nicht. Zudem kommt, dass der Vermieter erst Geld sieht, wenn Gerichtskosten und Pfleger Vergütung gedeckt sind.

Natürlich besteht für das NLG kein Spielraum wenn die Pflegschaft gem. § 1961 BGB beantragt wird. Allerdings, so scheint es im vorliegenden Fall, wird der Vermieter nichts davon haben. Er wird auf allen Kosten sitzen bleiben.

Dem Vermieter ist anzuraten auf die gerichtliche Freigabe der Wohnung zu warten und die Wohnung zu beraumen. Dann kann schnell neu vermietet werden.

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