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Anfechtung Schenkung Immobilie (Investitionen) bei Demenz

 Von 
firefighter89
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 9x hilfreich)
Anfechtung Schenkung Immobilie (Investitionen) bei Demenz

Guten Abend zusammen,

ich bin bereits seit mehreren Jahren „stiller" Mitleser hier im Forum und konnte mir zu einigen Themen schon gute Ideen holen! Vielen Dank hierfür!

Jetzt habe ich aber leider selbst einen Fall, den ich auf Grund der Komplexität schwer selbst einschätzen kann und bitte daher um Hilfe und Meinungen.
Ich versuche den Fall so objektiv wie ich kann zu schildern:

07/2014 - Arzt stellt Demenz bei Oma fest + verschreibt Tabletten dagegen
08/2015 – Schenkung der Eigentumswohnung in einem Zweifamilienhaus an Enkel (Schenkung beim Notar mit Eintrag Nießbrauch: Wohnrecht); Sohn verzichtet auf Pflichtteil zur Eigentumswohnung
Testamentsabgabe beim Notar mit Hinterlegung bei Amtsgericht; Sohn Alleinerbe – Tochter soll nichts bekommen da durch vorherige „Geldgeschenke" und Erbe Vater bereits abgegolten
09/2015 – Umzug Oma in Altenheim
09/2015 – Tod des Lebensgefährten der Oma; erhalt von ca. 120.000€ Erbe (Die anderen 50% hat die Tochter erhalten)
02/2016 – Entmündigung von Oma durch Amtsgericht; gesetzlicher Vertreter Tochter + Sohn
08/2016 – Investition/Kernsanierung der Wohnung ca. 80.000€ durch Enkel und anschließendem Bezug der Wohnung durch Enkel
07/2019 Tod der Oma; Tochter sagt auf das beim Bestatter angegebene Testament, dass sie es anfechten wird; da die Mutter bereits dement war.

Folgende Fragen ergeben sich für mich als Enkel:

- Die notarielle Schenkung hat mit Demenz stattgefunden; jedoch in einem „hellen" Moment wo sie wusste was sie tut. Meine Annahme, sonst hätte der Notar die Schenkung und das Testament nicht abgenommen.

1. Kann die Schenkung von der Tochter trotz notarieller Schenkung angefochten werden?
o Wenn ja, wie hoch stehen die Chancen auf Erfolg für die Tochter?
o Was passiert im Erfolgsfall der Tochter mit den Investitionen/Kernsanierung von ca. 80.000€?
o Was kommt im „schlimmsten" Fall auf mich zu? (Nach aktuellem Kenntnisstand wären das die Rückgabe der Eigentumswohnung in den Nachlass, Tochter und Sohn jeweils 50% - nur was passiert mit meinen Investitionen?)

2. Basierend auf Punkt 1., kann auch das Testament angefochten werden?
o Wenn ja, wie hoch stehen die Chancen auf Erfolg für die Tochter?

3. Wenn die Schenkung nicht angefochten werden kann, besteht für die Tochter noch der Pflichtteilergänzungsanspruch. Ist dabei von ¼ des Immobilienwertes auszugehen, oder läuft bereits die 10 Jahres Frist und es ergeben sich ¼ abzgl. 30%?

Die Subjektiven Aspekte was meine „Tante" alles abgezogen hat, habe ich jetzt weggelassen, es ist jetzt schon traurig genug.
Durch das sehr schlechte Verhältnis zu meiner „Tante" habe ich aktuell doch einige Existenzängste, da sich der Fall für mich sehr komplex und schwierig zu beurteilen darstellt.
Ich hoffe Ihr könnt mir vor einer Anwaltlichen Beratung schon ein paar erste Tipps geben – Vielen Dank jetzt schon einmal dafür!

Viele Grüße,
A.

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Schenkung Tochter passiert stehen


2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cruncc1
Status:
Junior-Partner
(5549 Beiträge, 3588x hilfreich)

Zitat:
07/2019 Tod der Oma; Tochter sagt auf das beim Bestatter angegebene Testament, dass sie es anfechten wird; da die Mutter bereits dement war.

Die Tante muss beweisen, dass die Oma zum Zeitpunkt der Unterzeichnung geschäftsunfähig war. Das dürfte nur schwer gelingen, da der Notar durch die Beurkundung davon überzeugt war, dass die Oma ohne Zweifel geschäftsfähig war.

https://www.gesetze-im-internet.de/beurkg/__11.html

Lass dich nicht verunsichern ;)

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#2
 Von 
firefighter89
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 9x hilfreich)

Zitat (von cruncc1):
Zitat:
07/2019 Tod der Oma; Tochter sagt auf das beim Bestatter angegebene Testament, dass sie es anfechten wird; da die Mutter bereits dement war.

Die Tante muss beweisen, dass die Oma zum Zeitpunkt der Unterzeichnung geschäftsunfähig war. Das dürfte nur schwer gelingen, da der Notar durch die Beurkundung davon überzeugt war, dass die Oma ohne Zweifel geschäftsfähig war.

https://www.gesetze-im-internet.de/beurkg/__11.html

Lass dich nicht verunsichern ;)

Vielen Dank! Dann lasse ich das mal auf mich zukommen ... wie ich "warten" hasse :-)

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