Anspruch auf ursprüngliche Erbmasse?

26. August 2013 Thema abonnieren
 Von 
Tom_Bombadil
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Anspruch auf ursprüngliche Erbmasse?

Hallo,

mich interessiert die Rechtslage in folgendem Sachverhalt:

Eine hochbetagte, aber mündige Mutter (Person A) erteilt ihrer Tochter (Person B) eine Kontovollmacht, damit B Einkäufe und Anschaffungen für A tätigen kann. Außerdem hat A ihrem Sohn (Person C) noch mehrere Anschaffungen und Rechnungen von ihrem Konto bezahlt, die über B über geregelt wurden.

Nach 10 Jahren verstirbt A. Haben Erben neben B, das Recht eine Prüfung der Abbuchungsvorgänge von A's Konto einzuholen bzw. wird das Gericht die Kontovorgänge bis zum Tod von A prüfen?

Wenn ja, haben die Erben neben B. das Recht ihren Anteil von der vormaligen, ursprünglichen Erbmasse (entsprechend A's Konto) zu verlangen?

Danke im Voraus

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
§ §
Status:
Beginner
(116 Beiträge, 42x hilfreich)

Bei Betreuung wird das über Gericht geprüft.
Bei einer mündigen Person obliegt allein ihr die Kontrolle, Prüfung und Weisung. Wenn man A nicht mehr fragen kann, wie will man Ausgaben bewerten? A hat das Recht frei über ihr Geld zu verfügen.

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-- Editiert § § am 26.08.2013 16:50

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Lolle
Status:
Bachelor
(3431 Beiträge, 1946x hilfreich)

Wenn jemand stirbt prüft kein Gericht automatisch Kontovorgänge nur weil der Erblasser eine Kontovollmacht erteilt hatte.

Den Begriff "vormalige Erbmasse" gibt es nicht, denn jeder Mensch hat zuerst einmal das Recht mit seinem Geld zu machen was er will - d.h. auch zu verschenken an wen und was er möchte.

Pflichtteilsberechtigte Erben haben aber ggf einen Auskunftsanspruch gegenüber den Beschenkten - dazu z.B. hier
http://www.erbrecht-ratgeber.de/erbrecht/pflichtteil/pflichtteil_09.html
http://www.rechtsanwaltdrpalm.de/konten.htm

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""Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muss auch mit der Justiz rechnen." (Diete"

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47284 Beiträge, 16748x hilfreich)

Als Erbmasse kann nur das verteilt werden, was bei Tod des Erblassers tatsächlich vorhanden war. Eine ursprüngliche Erbmasse in Eurem Sinne gibt es daher nicht.

Zur Erbmasse gehören allerdings auch Forderungen und Verbindlichkeiten.

Wenn also B zu Unrecht etwas vom Konto der A abgehoben hat, dann hätte A einen entsprechenden Rückforderungsanspruch und dieser Anspruch geht auf die Erben über. Allerdings gelten für die Druchsetzung des Anspruchs die gleichen Regeln, die auf A hätte einhalten müssen, um den Anspruch durchzusetzen.

Wenn B mit dem Geld Einkäufe für A getätigt hat oder Zahlungen auf Anweisung von A vorgenommen hat, dann kann A natürlich nichts zurückfordern. Entsprechend können die Erben das auch nicht.

Wenn B ohne Zustimmung von A Geld für eigene Zwecke vom Konto abgehoben hat, dann hätte A allerdings einen Rückforderungsanspruch und die Erben von A entsprechend auch.

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