Arbeitsaufwand eines Erben für Wohnungsauflösung

23. Februar 2016 Thema abonnieren
 Von 
bumsfallara
Status:
Beginner
(72 Beiträge, 36x hilfreich)
Arbeitsaufwand eines Erben für Wohnungsauflösung

Hallo zusammen,

könnte Erbe A Erben B den Arbeitsaufwand für die Auflösung der Wohnung eines Verstorbenen in Rechnung stellen? Man nehme an, die Erbengemeinschaft bestände aus eben diesen beiden Erben und Erbe B hätte angeboten, an der Auflösung mitzuwirken, Erbe A hätte ihm aber den Zutritt zur Wohnung verweigert. Nun geht es um die Abwicklung der finanziellen Dinge und Erbe A "droht" Erben B, dass er seinen Arbeitsaufwand von X Stunden berechnen wird, wenn Erbe B nicht endlich seine Zustimmung zur Auflösung der Konten gibt (Erbe A konnte bisher nicht alle geltend gemachten Kosten mit ordentlichen Rechnungen belegen, daher die ausbleibende Zustimmung von Erben B).

Ich habe Google schon auf den Kopf gestellt, aber keine Vernünftige Antwort gefunden. Somit wäre ich für jeden Tipp wirklich dankbar.

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8371 Beiträge, 3744x hilfreich)

Ich tippe auf "nein". Wenn A dem B den Zutritt verbietet, kann er nicht mithelfen. Wie sollte man B da finanziell bestrafen können?

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#2
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16425 Beiträge, 5804x hilfreich)

War die Wohnung Teil des Erbes? Dann kann A dem B den Zutritt nicht verweigern.
Pauschal ist solch eine Aufwandsentschädigung mäglich. Hier allerdings wohl kaum durchsetzbar, da B die Mitwirkung verweigert wurde. A kann auch gerne Purzelbäume schlagen wenn er möchte, aber solange es triftige Gründe für B gibt, und die scheint es ja zu geben, kann dieser selbstverständlich die Auflösung der Konten verweigern.

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#3
 Von 
bumsfallara
Status:
Beginner
(72 Beiträge, 36x hilfreich)

Es handelte sich um eine Mietwohnung, also hätten nach meinem Kenntnisstand entweder beide Erben oder keiner ein Zutrittsrecht gehabt.

Erbe A scheint z. B. die Malerarbeiten "schwarz" beauftragt zu haben, ohne jegliche Rücksprache mit Erben B. Genauso verhält es sich mit den Kosten für die Entsorgung einiger Möbelstücke. Es existieren bisher lediglich von Erben A selbst geschrieben Quittungen.

Diverse Gegenstände aus der Wohnung wurden unter den beiden Erben nach vorheriger Absprache aufgeteilt (ist schriftlich festgehalten worden). Erbe A "droht" jetzt ebenfalls damit, Erben B einige dieser Dinge in Rechnung zu stellen. Beispiel: Erbe A (2. Ehefrau) erhielt ein Handy, einen Fernseher und eine große Werkzeugsammlung, Erbe B (Tochter des Verstorbenen) Dinge von eher ideellem Wert, darunter einen Tisch und einen Stuhl aus der Gründerzeit (schwarz lackiert, nicht im Originalzustand oder restauriert), die ursprünglich ihrer Mutter gehört haben. Weil Erbe A meint, diese Möbelstücke hätte man "guter verkaufen" können will Erbe A diese Gegenstände nun Erben B in Rechnung stellen, obwohl vorher zugestimmt wurde, dass Erbe B diese Dinge bekommen kann. Man kann doch nicht erst der Aufteilung zustimmen und dann Monate später eine Art Entschädigung oder Ablöse verlangen, oder? Zumal Erbe A die eindeutig wertvolleren Gegenstände aus der Erbmasse zugestanden worden sind.

Signatur:

bumsfallara

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#4
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16425 Beiträge, 5804x hilfreich)

Wenn A und B dort nicht wohnen, beide Erbe sind, dann haben auch beide ein Zutrittsrecht. EIne Partei kann also der anderen den Zutritt nicht verwehren. Entweder wird das Erbe nach Testament oder nach der gesetzlichen Erbfolge aufgeteilt wenn kein Testament vorliegt. Über alles weitere müssen sich A und B einigen.

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