Bestatter beauftragt ohne "Miterben" zu fragen

8. November 2010 Thema abonnieren
 Von 
Bernulph
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Bestatter beauftragt ohne "Miterben" zu fragen

Ich habe mal eine Frage zu einer "schönen" Geschichte:
Der mittellose Vater dreier Kinder (davon eines im Ausland lebend -um die Sache spannender zu machen-) ist verstorben. Kind 1 (Sozialhilfeempfänger) beauftragt ein Bestattungsunternehmen mit der Beerdigung inkl den üblichen "Formalitäten", ohne die beiden Geschwister zu informieren und ist somit alleiniger Auftraggeber für den Bestatter. Die beiden anderen Kinder, Kind 2 und das im Ausland lebende Kind 3 hätten gerne den letzten Willen des verstorbenen Vaters erfüllt, wurden aber vor vollendete Tatsachen gestellt.
Nachdem der Bestatter eine Rechnung gestellt hat, beruft sich Kind 1 auf die Zahlungsunfähigkeit als Sozialhilfeempfänger. Desweiteren hat Kind 1 das Erbe ausgeschlagen. Der Bestatter fordert die offenen Rechnungen nun von Kind 2 (Erbe ausgeschlagen) und von Kind 3 (Erbe nicht ausgeschlagen, im Ausland lebend).
Kind 2 und 3akzeptieren die grundsätzliche Zahlungspflicht, (auch als Nichterbe), aufgrund der Verwandtschaft zum Verstorbenen, weigern sich aber die Rechnung des Bestatters zu übernehmen, da kein Auftrag erteilt wurde.
Meine Frage, muss Kind 1 die Rechnung bezahlen oder hat der Bestatter das Recht, den Betrag auch von "Nichtauftraggebern" einzufordern? D.h. kann sich der Bestatter auch direkt an Kind 2 und 3 wenden oder muss er das Geld von Kind 1 fordern, welches die Summe dann von 2 oder 3 zurückfordern kann?

Verworrene Geschichte, aber das Ende interessiert mich echt.

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8404 Beiträge, 3763x hilfreich)

Meine Frage, muss Kind 1 die Rechnung bezahlen oder hat der Bestatter das Recht, den Betrag auch von "Nichtauftraggebern" einzufordern?

Wer bestellt, bezahlt! Der Bestatter kann sich also wg. der offenen Forderung ausschließlich an Kind 1 halten.

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1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
TiA2010
Status:
Praktikant
(982 Beiträge, 514x hilfreich)

Etwas anderes wäre es gewesen, wenn der Staat sich um die Beerdigung gekümmert hätte - das nennt sich dann - glaube ich - Sozialbegräbnis und liegt wirklich am unteren Ende der Geld-Skala.
Aber der Vater mußte ja nun mal beerdigt werden und vielleicht wäre es da einfach moralisch nett, wenn du 1/3 der Kosten übernimmst und an den Beerdigungsunternehmen zahlst - mit dem Hinweis, dass du damit keine Anerkenntnis der Zahlungspflicht übernimmst.

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