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Bestattungskosten Erbe automatisch angenommen

23. Juli 2010 Thema abonnieren
 Von 
guest-12326.09.2012 09:18:09
Status:
Frischling
(49 Beiträge, 2x hilfreich)
Bestattungskosten Erbe automatisch angenommen

Mein Fall:
Schwester (ledig, keine Kinder), zu der kein Kontakt bestand aufgrund Drogensucht, ist verstorben. Da ich in der gleichen Stadt wohne, Mutter, 2 Geschwister nicht, habe ich gesagt, ich kümmer mich, da es für mich aufgrund der Nähe am einfachsten ist.
Ich bin zur Stadtverwaltung, um Informationen zu bekommen, wie was läuft. Dort hat man mich von der einen zur anderen Stelle geschickt (einmal hat man gesagt, ich muss die Sterbeurkunde vorlegen) und im Grunde habe ich keine Auskunft bekommen.
Ich habe IMMER GANZ KLAR BEI JEDER STELLE gesagt, dass wir alle kein Geld haben und ich selber ALG II bekomme und im Insolvenzverfahren bin und es eine Sozialbestattung sein muss.
Die Sache muss schnell gehen war mir klar, es kann ja die Leiche nicht ewig beim Bestatter liegen, wo sie zur Kühlung lag.
Den nächsten, wo ich Infos bekomme kann, war der Bestatter. Dieser sagte, ich muss trotzdem einen Bestatter beauftragen.
Habe ich gemacht. Das Erbe habe ich ausgeschlagen beim Gericht. Mit der vorläufigen Bestattungsrechnung (wo ICH auch die Kosten für die Sterbeurkunde zahlen soll) bin ich zum Sozialamt und habe die Übernahme der Kosten beantragt. Dort soll ich meine Kontoauszüge von den letzten drei Monaten vorlegen, was mir total quer geht. Reicht nicht die Vorlage der Bescheide von ALG II und evtl das Urteil vom Eröffnungsverfahren von privater Insolvenz? Das ist doch Beweis genug, dass ich kein Geld habe! Das ist doch auch ein Beweis, dass ich keine Aktien, Grundstücke etc habe!
Die Dame vom Sozialamt, die ich endlich erreicht habe, weil ich nochmal zur Stadt hingefahren bin (telefonisch war sie nie erreichbar), sagte mir: sie schreibt Geschwister und Mutter an. Wenn diese allerdings darauf nicht reagieren (bei uns herrscht in der Familie Streit und teilweise kein Kontakt), muss ICH die Kosten trotzdem übernehmen, weil ich durch die Beauftragung der Bestattung das Erbe angenommen habe und auch in der Wohnung gewesen bin, um Unterlagen zu suchen für den Bestatter.
Für die anonyme Bestattung und Einäscherung sind Kosten i.H.v. 3.900 Euro entstanden.
Ich habe Angst, dass ich diese allein oder überhaupt bezahlen muss und dass ich die Restschuldbefreiung nicht bekomme, weil ich im Grunde weitere Schulden gemacht habe.
Was kann ich tun, um aus dieser Misere herauszukommen??

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
quiddje
Status:
Master
(4124 Beiträge, 2362x hilfreich)

Nun zunächst ist zwischen Erbannahme und Übernahme der Bestattungskosten zu unterscheiden. Wie du sagst, hast du das Erbe ausgeschlagen.

Wenn es einen Erben gibt (wonach das Ganze allerdings nicht klingt), dann hat der die Kosten einer angemessenen Beerdigung zu tragen: § .

Wenn nicht, sind Unterhaltsberechtigte dran. Das wäre dann erst mal deine Mutter.

Lies mal hier , das dürfte in anderen Bundesländern ähnlich sein.
Ein Problem ist nur, dass du nicht von Behörden aufgefordert wurdest, einen Bestatter zu beauftragen. Eine Lösung wäre § 74 SGB, aber wenn du einen privaten Vertrag mit dem Bestattungsinstitut hast, wird das eventuell schwierig.
Frag erst mal den Bestatter, wie er das sieht (unter Hinweis auf dein Insolvenzverfahren), vielleicht gibt es da Möglichkeiten.
Sieh noch mal genau im Vertrag nach, wozu du dich da verpflichtet hast.
Frage deine Mutter, ob sie den Vertrag anerkennt/übernimmt, da das eigentlich ihre Pflicht gewesen wäre (sofern deine Schwester unverheiratet und kinderlos war).

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
guest-12327.07.2010 13:27:44
Status:
Beginner
(111 Beiträge, 47x hilfreich)

--- editiert vom Admin

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
guest-12326.09.2012 09:18:09
Status:
Frischling
(49 Beiträge, 2x hilfreich)

Hallo!
Vielen lieben Dank für die Antworten und die Mühe!
Schönes Wochenende!


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0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
guest-12327.07.2010 13:27:44
Status:
Beginner
(111 Beiträge, 47x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
guest-12326.09.2012 09:18:09
Status:
Frischling
(49 Beiträge, 2x hilfreich)

Hallo!!
Ich habe hier eine weitere Frage:
Der Bestatter hat mir nun geschrieben, dass das Sozialamt nur 14 Euro gezahlt hat. Eine Begründung oder einen Bescheid vom Sozialamt habe ich nicht erhalten. Nur einen Kontoauszug vom Bestatter, wo eben die 14 Euro zu lesen sind.
Ich versuchte nun, die Dame vom Sozialamt zu erreichen, was leider nicht klappt. Sie ruft nicht zurück und ist auch nie zu erreichen.
Ich würde ja gegen den Bescheid Widerruf einlegen, nur habe ich keinen Bescheid. Könnte es sein, dass der Bestatter einen Bescheid hat; ich also keinen bekomme? Was wäre, wenn eben der Bescheid nicht bei mir liegt, und die 4-Wochen-Frist abgelaufen ist?
Oder läuft alles über einen Mahnbescheid, den dann der Bestatter gegen mich führt? Den würde ich ja auf jeden Fall bekommen...
Danke im vorraus für Antworten! LG

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