Detailfrage zur Übertragung eines Erbteils/Ausstieg aus Erbengemeinschaft

4. März 2017 Thema abonnieren
 Von 
Claudia19
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Detailfrage zur Übertragung eines Erbteils/Ausstieg aus Erbengemeinschaft

2007 ist meine Oma verstorben. Seitdem hat es viel Streit zwischen ihren drei Töchtern gegeben, es gab mehrere Anläufe, Sachwerte aufzuteilen, was zum Teil gelant, jedoch zumeist in Anfeindungen endete. Ein Testament ist nicht vorhanden.

Als mein Opa 2006 verstarb und Oma ihr Haus verkaufte, haben wir drei Enkel je 1000€ bekommen, meine Mutter und ihre Schwester je 5000€ - die andere Schwester sollte auch 5000€ erhalten, hat jedoch meine Oma dermaßen angefeindet, dass sie ihr die Übergabe verweigerte. Nachdem sich die Wogen etwas geglättet hatten, hat sie sich anscheinend dazu entschieden, die 5000€ doch noch an meine Tante auszuzahlen, hatte jedoch die vollständige Summe nicht mehr zuhause, da sie teilweise für Wocheneinkauf und andere Zahlungen verwandt wurde.

Schließlich kam Oma ins Krankenhaus und starb.

Nun gibt es als letztes aufzuteilendes Erbe noch ca. 12000€ auf einem Festgeldkonto, das meine Oma bei der Sparkasse angelegt hatte. Meine Mutter und ihre Schwester R. haben ihre Unterschriften bei der Bank geleistet, die letzte Schwester A. weigert sich jedoch - ihr würden ja noch die 5000€ zustehen.

Nachdem alles bei Anwalt und Gericht war, haben meine Mutter und ihre Schwester R. nun nochmal einen neuen Anlauf genommen, nachdem alles knapp 4 Jahre geruht hat ohne voran zu kommen. Ich wäre auch sehr froh, wenn die Familie endlich einen Schlussstrich darunter ziehen könnte. Meine Tante A. und ihr Sohn (der auch ihr Anwalt ist) beharrt weiterhin auf den 5000€ die ihr angeblich zustehen, ansonsten blockiert sie weiterhin die Kontoauflösung.

Sowohl meine Mutter als auch meine Tante R. haben vor nicht all zu langer Zeit ihre Ehemänner verloren und sind gesundheitlich eingeschränkt. Beide haben nicht den Nerv oder sind psychisch in der Lage, eine gerichtliche Auseinandersetzung durchzustehen (abgesehen vom Kostenrisiko einer Klage, das beide scheuen). Daher wäre meine Frage: Meine Mutter hat ja nun schon vor 10 Jahren das Erbe angetreten und ist Teil der Erbengemeinschaft. Kann sie mir den Erbteil von 1/3 übertragen, damit ich den Klageweg bis zum Ende stattdessen gehen kann? Mich nervt das Verhalten meiner Tante A. nur, und es geht mir tierisch gegen den Strich, dass sie nun schon so lange mit ihrer Taktik die Auszahlung blockiert.

Wenn ich dann Klage einreichen kann, in wiefern ist meine Tante R. verpflichtet, mitzuwirken (mitzuklagen) bzw. ist zu erwarten, dass da noch ein Erscheinen vor Gericht erwartet wird von ihr? Am liebsten wäre uns allen eine Entscheidung des Richters nach Aktenlage, das kann doch nicht so schwer sein.

Danke!

Testament oder Erbe?

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7205 Beiträge, 4296x hilfreich)

Zitat:
Kann sie mir den Erbteil von 1/3 übertragen, damit ich den Klageweg bis zum Ende stattdessen gehen kann?

Ja, durch einen notariellen Erbteilsübertragungsvertrag.

Deine Tante muss nicht klagen.

Wer ist Erbe des Opas?

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