Drei Erben und ein Haus

10. September 2016 Thema abonnieren
 Von 
lilith080
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Drei Erben und ein Haus

Hallo, ich würde gerne einmal die objektive und auch juristische Meinung zu meinem Sachverhalt erfragen.
Mein Vater ist verstorben und hat in seinem Testament seine Lebensgefährtin, meine Halbschwester (deren Tochter ) und mich zu Erben gemacht. Sein Vermögen besteht im Grunde aus einem Haus.
Dieses wollte er kurz vor seinem Tod verkaufen, der Käufer und die Verkaufssumme standen fest.
Nun, nach dem Tod möchte meine Halbschwester das Haus erwerben. Sie würde, im Sinne meines Vaters, 10% weniger bezahlen müssen, als es der aktuelle Marktwert verlangt.
Erstmal muss nun natürlich der Wert des Hauses bestimmt werden.
Mein persönlicher Knackpunkt ist der: Mein Vater wollte meinem Onkel dieses Jahr die Summe von 70.000 Eur zurückzahlen, die der Onkel für den Hauskauf von meinem Mann und mir vorgestreckt hatte.
Frage mich nun, wie ich mit dieser Summe umgehen soll. Sollte die Erbengemeinschaft dafür aufkommen oder ist es klar, dass ich diese Summe von meinem Erbteil zurück zahle? (da diese ja nun auch für den Hauskauf meines Mannes und mir gedacht war).
Wie würdet Ihr dies betrachten ?
Danke im Vorfeld

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10 Antworten
Sortierung:

#2
 Von 
lilith080
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Guten Morgen und vielen Dank schon einmal . "Das funktioniert so nicht. Wenn einer der drei Erben eine Teilungsversteigerung verlangt, wird das Grundstück gerichtlich versteigert."
Das verstehe ich nicht. Warum soll das Haus nicht von einem der Erben zu 10% weniger erworben werden, wenn es so im Testament gewünscht ist?

Und nein, es liegt keine Hypothek auf dem Haus meines Vaters.
Ich weiß nicht, ob ich die Summe, die mein Vater ja für unseren Hauskauf dazu tun wollte, als vorheriges Erbe ansehen soll- so, dass ich es an meinen Onkel zurückzahlen muss. Oder ob es eben vom Gesamterbe zurückgezahlt werden muss.

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#3
 Von 
salkavalka
Status:
Lehrling
(1589 Beiträge, 976x hilfreich)

Der Sachverhalt ist mir noch nicht so ganz klar. Also, der Onkel hat Geld vorgestreckt, damit Du und dein Mann ein Haus kaufen können? Hat er es dem Vater geliehen, damit der das an euch weiterreichen kann? Oder hat er es euch direkt gegeben und der Vater fühlte sich lediglich verpflichtet, das vorgestreckte Geld an den Onkel zurückzugeben? Welche Vereinbarungen wurden getroffen?

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#4
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38437 Beiträge, 14003x hilfreich)

Ich verstehe es schon. Völlig unabhängig von dem Erbfall wollte der Vater ein Darlehen, was der Onkel gegeben hatte, zurückzahlen. Da es dazu aber nicht kam, kann man das ignorieren. Es geht also nur um die Aufteilung des Erbes, und das wars.

wirdwerden

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#7
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38437 Beiträge, 14003x hilfreich)

Es ist doch gar nicht zur Zahlung gekommen. Die Schenkung, oder was immer es sein sollte, hat doch nicht stattgefunden.

wirdwerden

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#8
 Von 
cruncc1
Status:
Richter
(8037 Beiträge, 4506x hilfreich)

Zitat:
Nun, nach dem Tod möchte meine Halbschwester das Haus erwerben. Sie würde, im Sinne meines Vaters, 10% weniger bezahlen müssen, als es der aktuelle Marktwert verlangt.

Das steht so im Testament?
Zitat:
Erstmal muss nun natürlich der Wert des Hauses bestimmt werden.

Wenn man kurz vor der Unterzeichnung des Kaufvertrages stand, ist doch der Wert bekannt.
Zitat:
Mein Vater wollte meinem Onkel dieses Jahr die Summe von 70.000 Eur zurückzahlen, die der Onkel für den Hauskauf von meinem Mann und mir vorgestreckt hatte.

Der Onkel hat Euch das Geld vorgestreckt und der Vater wollte diese Summe nun zurückzahlen?
Zitat:
Ich weiß nicht, ob ich die Summe, die mein Vater ja für unseren Hauskauf dazu tun wollte, als vorheriges Erbe ansehen soll- so, dass ich es an meinen Onkel zurückzahlen muss. Oder ob es eben vom Gesamterbe zurückgezahlt werden muss.

Was der Vater tun wollte, spielt keine Rolle, wenn er das nicht schriftlich formuliert hat.

P.S.: Natürlich ist das alles kein Problem, wenn sich alle Erben einig sind.



-- Editiert von cruncc1 am 11.09.2016 18:03

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#9
 Von 
lilith080
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja, mein Onkel hat es für meinen Vater vorgestreckt. Mein Onkel hat meinem Vater also das Geld für einen gewissen Zeitraum geliehen. Darüber gibt es einen Dreizeiler, den mein Vater unterschrieben hatte und mir und meinem Onkel geschickt hatte. Ich habe dies immer als ein Art vorgezogenes Erbe gesehen, aber dies wurde nie ausgesprochen. Nachdem meine Halbschwester nun so sehr versucht zu feilschen und zu lügen, denke ich fast, es wäre dumm von mir, diesen Betrag einfach nur von meinem Erbe abzuziehen. Schließlichhatte mein Vater nicht mir das Geld geliehen- es war aber natüelich letztendlich für
mich.

Ja, es steht so im Testament, dass es vorrangig behandet werden sollte, wenn jmd das Haus von uns erwerben möchte. Dann 10% nachlass.

Es gibt ein glück einen trstamentsvollstrecker, trotzdem möchte ich mir über alles im klaren sein. Ihm geg muss ich schließlich mein wollen formulieren

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#10
 Von 
iceman123mitglied
Status:
Praktikant
(504 Beiträge, 343x hilfreich)

Wir haben hier sehr wahrscheinlich ein Schuldverhältnis zwischen verstorbenem Vater und Onkel. Da gibt es ja wohl auch ein Schuldanerkenntnis oder was ist dieser 3-Zeiler? Was steht da genau drin?

Der Onkel kann sein Geld nun von der Erbengemeinschaft fordern ...oder auch von einem Einzelnen, der das dann wieder im Innenverhältnis der Erbengemeinschaft zu klären hat.

Insgesamt sehe ich das so, das der Vater wohl die 70TSD aus Topf des zukünftigen Erbteils der Tochter genommen hätte. Sie muss das nun moralisch für sich selbst entscheiden, rein rechtlich gehen die 70TSD wohl auf das Konto der Erbengemeinschaft.

Signatur:

" In der Hand halte ich 4 Asse, .....doch das Leben spielt Schach mit mir. "

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