E.ON zahlt Guthaben nach Erbfall nicht aus

10. November 2023 Thema abonnieren
 Von 
Self22
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)
E.ON zahlt Guthaben nach Erbfall nicht aus

Liebe Forumsteilnehmer,

ich habe folgendes Problem. Mein Opa ist Ende Dezember 2022 verstorben. Wir haben daraufhin den Stromanbieter direkt kontaktiert und eine Kündigung veranlasst. Gleichzeitig haben wir um eine Endabrechnung gebeten. Der Kundenservice war nicht erreichbar, wir mussten mehrfach schriftlich und per Einschreiben darauf hinweisen, bis im Mai 2023 endlich eine Antwort mit der Abrechnung kam. Wir wiesen E.ON von Anfang an darauf hin, dass mein Vater und ich erbberechtigt sind. Aus diesem Grund schickten wir 1x postalisch und 2x per Mail eine Kopie des Testaments und die Sterbeurkunde zu E.ON.

Wir wiesen E.ON mehrfach darauf hin, dass die Kontoverbindung des Verstorbenen zum 01.05. aufgelöst ist, und das Guthaben daher an die Erben ausgezahlt werden soll. E.ON teilte uns dann im Schreiben von Mitte Mai mit, dass man den Fall bedauere, ihn nun aber zu unserer Zufriedenheit gelöst habe. Das Guthaben hätte man am 15.5. auf das Konto des Verstorbenen überwiesen. E.ON wusste, dass das Konto zum 01.05. nicht mehr existiert. Die Rücksprache mit der Bank ergab, dass das Guthaben in diesem Falle an E.ON zurückgebucht wird.

Seit Mai sind wir nun wieder in Kontakt, ich wies mehrfach darauf hin, auf welches Konto zurücküberwiesen werden soll - es tut sich nichts. Ein Kundenmitarbeiter wies mich nun am Telefon darauf hin, dass ein Testament nicht ausreichend sei (obwohl es nur zwei Erben gibt, die zu jeweils 50 % erben).
Ohne Erbschein bekommen Sie kein Geld, dann legte der Mitarbeiter auf.

Ich bin so wütend und überlege nun, was ich machen kann. Wäre es sinnvoll, die Angelegenheit einem Anwalt zu übergeben? Wir sind im Rechtsschutz, das Guthaben beträgt 380 EUR, die Selbstbeteiligung beträgt jedoch 150 EUR.

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118615 Beiträge, 39604x hilfreich)

Zitat (von Self22):
Wäre es sinnvoll, die Angelegenheit einem Anwalt zu übergeben

Ich denke es wäre sinnvoll, erst mal die behauptete Eigenschaft als Erbe gerichtsfest nachzuweisen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Self22
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Ich denke es wäre sinnvoll, erst mal die behauptete Eigenschaft als Erbe gerichtsfest nachzuweisen.


Wir haben das beim Amtsgericht hinterlegte Testament mit Eröffnungsvermerk mehrfach an dieses Unternehmen geschickt. Für alle anderen Erledigungen - weil auch kein Grundbesitz vererbt wurde - war kein Erbschein notwendig. Wenn wir jetzt hier beantragen müssten, stünden die Kosten dafür deutlich über dem angesammelten Guthaben.

Daher meine Frage: Muss der Energieversorger dieses Testament mit Eröffnungsvermerk, aus dem die Erbfolge unzweifelhaft hervorgeht, akzeptieren?

-- Editiert von User am 10. November 2023 19:24

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118615 Beiträge, 39604x hilfreich)

Zitat (von Self22):
Wir haben das beim Amtsgericht hinterlegte Testament mit Eröffnungsvermerk mehrfach an dieses Unternehmen geschickt.

Das ist schon alleine deswegen nicht möglich, weil es von diesem nur genau eine Version gibt.

Die Frage ist also, was man dann nun tatsächlich versendet hat.


Eine beglaubigte Abschrift des Testaments und des Testamentsvollstreckungsprotokolles sollte bei konkrete und zweifelsfreier Nennung der Erben ausreichend sein.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
Self22
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Die Frage ist also, was man dann nun tatsächlich versendet hat.


Sorry für die Unklarheit: Wir haben mehrfach eine Kopie dieses Testaments mit Eröffnungsvermerk verschickt.

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#5
 Von 
Self22
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Eine beglaubigte Abschrift des Testaments und des Testamentsvollstreckungsprotokolles sollte bei konkrete und zweifelsfreier Nennung der Erben ausreichend sein.


Also noch einmal beim Notar eine beglaubigte Kopie anfertigen lassen und zusammen mit dem Eröffnungsprotokoll hinschicken?

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#6
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7968 Beiträge, 4488x hilfreich)

Zitat (von Self22):
Also noch einmal beim Notar eine beglaubigte Kopie anfertigen lassen und zusammen mit dem Eröffnungsprotokoll hinschicken?

???

Einen Erbnachweis (beglaubigte Abschrift des (notariellen) Testaments und des Eröffnungsprotokolls) erhält man beim Nachlassgericht.



-- Editiert von User am 10. November 2023 21:24

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#7
 Von 
Self22
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von cruncc1):
Einen Erbnachweis (beglaubigte Abschrift des (notariellen) Testaments und des Eröffnungsprotokolls) erhält man beim Nachlassgericht.


Selbstverständlich, von dieser Stelle wurde es uns ja auch übermittelt. Ich meinte jetzt, ob eine Kopie davon ausreichen müsste oder wieder eine beglaubigte Kopie eingereicht werden muss.

-- Editiert von User am 10. November 2023 21:39

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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118615 Beiträge, 39604x hilfreich)

Zitat (von Self22):
Ich meinte jetzt, ob eine Kopie davon ausreichen müsste

Angesichts der Tatsache, das (KI gestützte) Bildbearbeitungen heutzutage erstaunliches leisten, dürfte das Unternehmen durchaus darauf bestehen, das das ganze auch gerichtsfest gemacht wird.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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