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Einreihung in der Erbfolge

11.1.2021 Thema abonnieren
 Von 
Schoster_Ndf
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Einreihung in der Erbfolge

Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank an Alle, die sich die Zeit nehmen mir zu helfen!

Folgende Situation:

Meine Mutter hat leider eine schwere Art von Krebs und wir aller Voraussicht nach vor meiner Großmutter sterben, die sich leider Gottes bereits in einer Alterspflege befindet.

Gem. Testament meiner Oma ist meine Mutter als 1. Erbin für das Haus meiner Großmutter eingesetzt und hat dieses auch für die letzen Jahre verwaltet. Allerdings hat meine Mutter noch zwei Schwestern, die ja Anspruch auf einen Pflichtteil haben.
Wie stehen die Dinge nun, wenn meine Mutter vor meiner Oma sterben sollte? Habe ich dann Anspruch auf den "besseren" Erbteil meiner Mutter oder wird in diesem Fall dann zu gleichen Teilen zwischen mir und meinen Tanten vererbt?

Hintergrund ist nämlich, dass meine Oma nicht möchte, dass das Haus nach Ihrem Tod einfach verkauft wird. Diese Meinung hat meine Mutter auch immer vertreten, meine Tanten allerdings nicht. Nach Möglichkeit möchte ich dann natürlich dem Wunsch meiner Mutter und Großmutter entsprechen.

Ich bin für jeden Rat/Hilfe dankbar und wünsche allen einen schönen Wochenstart.
Liebe Grüße!

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Ballivus
Status:
Schüler
(429 Beiträge, 116x hilfreich)

Nach der Auslegungsregel § 2069 BGB würden die Abkömmlinge Ihrer Mutter an deren Stelle treten.
Wenn außer Ihnen keine weiteren Kinder Ihrer Mutter vorhanden sind, wären Sie Alleinerbin.

Das gilt aber jedoch nur dann, wenn anzunehmen ist, dass dies der Wille der Großmutter ist.
Wenn die Großmutter noch in der Lage ist ein neues Testament zu machen sollte sie dieses tun um auf Nummer sicher zu gehen, gerade wenn sich in der Familie nicht alle einig sind.

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#2
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(38814 Beiträge, 13919x hilfreich)

Zitat:
Gem. Testament meiner Oma ist meine Mutter als 1. Erbin für das Haus meiner Großmutter eingesetzt und hat dieses auch für die letzen Jahre verwaltet.

Wie ist denn das gemeint? Ist Deine Mutter Alleinerbin des gesamten Nachlasses oder soll sie "nur" das Haus in Form eines Vermächtnisses erhalten?

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#3
 Von 
Schoster_Ndf
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hh):
Zitat:
Gem. Testament meiner Oma ist meine Mutter als 1. Erbin für das Haus meiner Großmutter eingesetzt und hat dieses auch für die letzen Jahre verwaltet.

Wie ist denn das gemeint? Ist Deine Mutter Alleinerbin des gesamten Nachlasses oder soll sie "nur" das Haus in Form eines Vermächtnisses erhalten?

Meine Mutter bekommt das Haus, muss aber Ihre Geschwister gem. Verkehrswert ausbezahlen. Meine Frage war nun eben, ob das in diesem Fall auch für mich gilt. Für mich hat das Grundstück alleine schon einen super Wert, da ich bis dato "nur" eine Eigentumswohnung besitze. (Die könnte mit Kind recht schnell zu klein werden) Für mich besteht also, sofern ich in der Erbfolge 1:1 wie meine Mutter behandelt werde", die Chance das Haus für mich selbst und die geplante Familie zu nutzen, ohne vorerst selbst bauen zu müssen.

Mir ist also letzten Endes wichtig, dass das Haus trotz drängen meiner Tanten, NICHT verkauft werden kann. Die haben nämlich, aufgrund Ihres Alters, nur "schnelles Geld" im Sinn, wenn meine Oma mal stirbt...So traurig wie das klingt, aber so sind die beiden nunmal. Ich bin froh, dass meine Mutter da anders gestrickt ist.

-- Editiert von Schoster_Ndf am 11.01.2021 15:17

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#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(38814 Beiträge, 13919x hilfreich)

Zitat:
Die haben nämlich, aufgrund Ihres Alters, nur "schnelles Geld" im Sinn, wenn meine Oma mal stirbt...

Ich verstehe das Problem nicht. Da Du Deine Tanten dann auszahlen musst, kommen sie doch viel schneller ans Geld, als wenn man erst noch einen Käufer suchen müsste.

Deinen Tanten kann es doch auch egal sein, ob sie das Geld von Dir oder einem Käufer bekommen.

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#5
 Von 
Schoster_Ndf
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hh):
Ich verstehe das Problem nicht. Da Du Deine Tanten dann auszahlen musst, kommen sie doch viel schneller ans Geld, als wenn man erst noch einen Käufer suchen müsste.

Deinen Tanten kann es doch auch egal sein, ob sie das Geld von Dir oder einem Käufer bekommen.

Schneller ist ja durchaus richtig, auch wenn die Häuser und Grundstücke hier in der Region sehr begeehrt sind.
Sie bekämen von mir aber weniger, da sich der Wert des Hauses in diesem Fall ja an dem Verkehrswert errechnet und nicht nach dem was ein Verkauf einbringen würde. Ein Verkauf würde den Verkehrswert nämlich überschreiten und das auch nicht zu knapp. (In den letzten 12 Jahren sind die Immobilien- und Grundstückspreise hier um nicht ganz 60% gestiegen).

-- Editiert von Schoster_Ndf am 11.01.2021 17:04

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#6
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(38814 Beiträge, 13919x hilfreich)

Der Verkehrswert wird im Regelfall durch ein Sachverständigungegutachten ermittelt auf Basis der aktuellen Kaufpreise tatsächlich abgeschlossener Kaufverträge des Vorjahres. Der Begriff "Verkehrswert" besagt schon, dass damit der Wert im Verkehr, also der erzielbare Kaufpreis gemeint ist.

Daher ist nicht zu erwarten, dass die Differenz zwischen Verkehrswert und erzielbarem Verkaufspreis besonders hoch sein wird. Richtig ist, dass der Verkehrswert immer nur eine Schätzung sein kann, die je nach genauen Umständen zu niedrig, aber auch zu hoch liegen kann.

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