Eltern verkaufen Haus - Anspruch Kinder?

16. Mai 2011 Thema abonnieren
 Von 
der_Duebel
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 3x hilfreich)
Eltern verkaufen Haus - Anspruch Kinder?

Hallo zusammen,

angenommen, ein Ehepaar hat zwei Söhne, A und B. Mit A haben sie schon seit Jahren keinen Kontakt mehr, B wohnt bei ihnen im Haus. Beide sind schon 70 Jahre alt und verkaufen nun das Haus an B. Der beginnt einen grossen Umbau; A erfährt nur, dass das Haus verkauft wurde, aber keine Einzelheiten.

Gleich mehrere Fragen:
1. Kann A die Offenlegung des Kaufvertrages verlangen?
2. Unter der Annahme, dass das Haus an B zu billig verkauft wurde: kann A Schadensersatz im Erbfall verlangen?
3. Muss A irgendwelche Fristen einhalten, um eventuelle Ansprüche zu sichern?

Vielen Dank im Voraus!

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7959 Beiträge, 4487x hilfreich)

#Gleich mehrere Fragen:
1. Kann A die Offenlegung des Kaufvertrages verlangen?#
Nein.

#2. Unter der Annahme, dass das Haus an B zu billig verkauft wurde: kann A Schadensersatz im Erbfall verlangen?#
Es könnten ggf. Pflichtteilsergänzungsansprüche geltend gemacht werden.

#3. Muss A irgendwelche Fristen einhalten, um eventuelle Ansprüche zu sichern?#
Nein, zu Lebzeiten hat A keinerlei Ansprüche.

Vielen Dank im Voraus!

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14x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38084 Beiträge, 13919x hilfreich)

Erben kommt nach sterben und nicht vor sterben!

wirdwerden

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2x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
der_Duebel
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 3x hilfreich)

Vielen Dank für die Antworten - konnte mir nach Studium des Forums so etwas schon denken....
Schlimm ist natürlich der Fall, wenn die Eltern noch 10 Jahre leben, dann ins Altenheim müssen und A aufgrund seines höheren Verdienstes dann zwei Nasen gleichzeitig gezogen hat - er muss fürs Altenheim aufkommen und ist um sein Erbe "betrogen" worden.
Da bleibt nur eins - auswandern.....

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2x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
TiA2010
Status:
Praktikant
(982 Beiträge, 513x hilfreich)

Für den geschilderten Fall hat A aber noch eine Chance - wenn die Eltern sich ein Wohnrecht/Nießbrauchsrecht in ihrem Haus haben eintragen lassen - das wäre dann theoretisch verwertbar.

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5x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
der_Duebel
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 3x hilfreich)

A geht mal davon aus, dass ein Wohnrecht / Nießbrauchsrecht eingetragen wurde und aus diesem Grund das Haus auch unter Wert an B verkauft wurde. Aber: ist auch dieses Recht nicht nach 10 Jahren gänzlich unverwertbar? Oder kann man da längere Fristen für einsetzen?

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1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47181 Beiträge, 16718x hilfreich)

Was soll denn an einem Wohn- oder Nießbrauchrecht, das auf die Eltern eingetragen ist, für den Fragesteller verwertbar sein.

So ein Recht ist üblicherweise weder übertragbar noch vererblich und führt daher zu keinen Ansprüchen.

Sofern die Eltern pflegebedürftig werden kann dieses Recht, bzw. die daraus erzielbaren Mieteinnahmen für die Deckung der Pflegekosten verwertet werden. Das hilft dem Fragesteller aber wahrscheinlich nicht.

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