Elternteil monatlich Geld geschenkt, nach Tod zurückfordern?

28. Januar 2023 Thema abonnieren
 Von 
Hira
Status:
Frischling
(39 Beiträge, 0x hilfreich)
Elternteil monatlich Geld geschenkt, nach Tod zurückfordern?

Liebe Community,

Wenn ein Kind seinem Elternteil über Jahre monatlich Geld überweist, da dieser darum bat und meinte dass das Geld nicht ausreiche, kann man dieses nach Tod des Elternteils zurückfordern, wenn sich herausstellt dass der Elternteil gar nicht bedürftig war so wie es dargestellt wurde?

Durch greifen der gesetzlichen Erbfolge erhielt das Kind Überblick über die Vermögenswerte des Elternteils (über 1 Million an Wert).
Kann es die monatlichen Geldzahlungen zurückfordern da das Elternteil falsche Tatsachenbehauptungen vorgetäuscht hat?

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118366 Beiträge, 39558x hilfreich)

Zitat (von Hira):
Kann es die monatlichen Geldzahlungen zurückfordern

Ja, kann man.
Fordern kann man, denn fordern kann man ja fast alles. Probleme gibt es meist erst beim „bekommen" bzw. „durchsetzen", denn da spielen eine Vielzahl von Faktoren (kann er, will er, darf er, ist er vertraglich verpflichtet) mit.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Nana71
Status:
Praktikant
(945 Beiträge, 102x hilfreich)

Zitat (von Hira):
Kann es die monatlichen Geldzahlungen zurückfordern da das Elternteil falsche Tatsachenbehauptungen vorgetäuscht hat?


Von wem möchte man das Geld denn zurückfordern?

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

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#3
 Von 
Hira
Status:
Frischling
(39 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Nana71):
Von wem möchte man das Geld denn zurückfordern?


Vom noch lebenden Ehegatten, da das Geld fast eins zu eins in dessen Firma geflossen ist und vom Elternteil dorthin überwiesen wurde.

Notfalls zumindest von der Erbengemeinschaft in der man selbst Teil von ist.

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#4
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7959 Beiträge, 4487x hilfreich)

Zitat (von Hira):
Wenn ein Kind seinem Elternteil über Jahre monatlich Geld überweist, da dieser darum bat und meinte dass das Geld nicht ausreiche, kann man dieses nach Tod des Elternteils zurückfordern, wenn sich herausstellt dass der Elternteil gar nicht bedürftig war so wie es dargestellt wurde?

Nein.

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#5
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47186 Beiträge, 16722x hilfreich)

Zitat (von Hira):
Wenn ein Kind seinem Elternteil über Jahre monatlich Geld überweist, da dieser darum bat und meinte dass das Geld nicht ausreiche,


Dann dürfte es sich nicht um eine Schenkung, sondern um Unterhalt handeln.

Wurde Unterhalt als Folge einer arglistigen Täuschung gezahlt, dann ist nach meiner Auffassung eine Rückforderung möglich. Allerdings muss das Kind beweisen, dass es arglistig getäuscht wurde. Der Umstand, dass das Kind die monatlichen Zahlungen nachweisen kann ist für sich alleine genommen noch kein solcher Nachweis.

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Hira
Status:
Frischling
(39 Beiträge, 0x hilfreich)

Der Betreff war tatsächlich auch als Unterhalt in der Überweisung deklariert.
Die Gespräche darüber fanden oftmals natürlich mündlich statt „Ich habe so wenig Rente, kannst du mich nicht unterstützen?" statt, ggf gibt es noch eine Email dazu aber mehr „Beweise" hierzu liegen nicht vor.

Was wäre denn ein eindeutiger Beweis der ausreichen würde?
Über die Vermögensverhältnisse hat man nun nach Tod erst eine Übersicht bekommen.

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#7
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47186 Beiträge, 16722x hilfreich)

Zitat (von Hira):
Die Gespräche darüber fanden oftmals natürlich mündlich statt „Ich habe so wenig Rente, kannst du mich nicht unterstützen?" statt, ggf gibt es noch eine Email dazu aber mehr „Beweise" hierzu liegen nicht vor.


Die Beweislage wäre ziemlich dünn.

Hat die Mutter den trotz ihres Vermögens in ärmlichen Verhältnissen gelebt? Oder besteht das Vermögen z.B. überwiegend aus einer selbstbewohnten Immobilie? War die Rente tatsächlich niedrig?

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#8
 Von 
Hira
Status:
Frischling
(39 Beiträge, 0x hilfreich)

Tatsächlich war die Rente niedrig aber es bestanden Pacht- Einnahmen im knapp fünfstelligen Bereich pro Jahr.

Hinzu ein Haus was selbst bewohnt wurde mit dem Partner (auch der ist Eigentümer) sowie zusätzlich Land und Forstflächen sowie anteilig ein Wochenendhaus. Darüber hinaus ein neu angeschaffter Range Rover mit Vollausstattung, der allerdings wenige Wochen später in die Firma des Partners übertragen wurde.

Das Unterhalts-Geld wurde eins zu eins in die Firma des Partners weiter überwiesen (Speditionsfitma mit mehreren Groß-LKWs und sechsstelligen Umsätzen).

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