Erbausschlagung - wann beginnt die Frist

27. Oktober 2012 Thema abonnieren
 Von 
Mona-Mia
Status:
Schüler
(251 Beiträge, 70x hilfreich)
Erbausschlagung - wann beginnt die Frist

Hallo,

angenommen die Eltern versterben und hinterlassen auf Ihrem Konto 5000 Euro und ein 18 Jahre altes Auto, Wert weit unter 500 Euro.

Es sind 3 Kinder vorhanden.
Sohn A
Tochter B
Tochter C - besaß bis zum Tod Konto-Vollmacht, aber nicht über den Tode hinaus.

Es existiert kein Testament.

Ab wann beginnt für alle 3 Kinder die Frist das Erbe auszuschlagen ?

Erbschein ist noch nicht beantragt.

Eltern aber bereits am 8.9. verstorben.


MfG
Jona

-- Editiert Jona84 am 27.10.2012 17:51

-- Editiert Moderator am 27.10.2012 18:35

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Pragmaticus
Status:
Lehrling
(1450 Beiträge, 504x hilfreich)

ab Kenntnis des Todesfalles

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#2
 Von 
Mona-Mia
Status:
Schüler
(251 Beiträge, 70x hilfreich)

Somit ist die Frist schon abgelaufen, oder ?

Das glaubt mir nämlich niemand, es heißt immer wir können doch nicht jetzt schon ans Erbe denken wenn die gerade erstmal beerdigt sind.

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#3
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1420x hilfreich)


Hallo Jona84,

die Ausschlagung der Erbschaft kann grundsätzlich nur binnen sechs Wochen erfolgen.

Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in welchem der Erbe von dem Anfall und dem Grund der Berufung Kenntnis erlangt.

Die Ausschlagung erfolgt durch Erklärung gegenüber dem Nachlassgericht, entweder zur Niederschrift des Rechtspflegers oder in öffentlich beglaubigter Form.

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#4
 Von 
Mona-Mia
Status:
Schüler
(251 Beiträge, 70x hilfreich)

Hallo JuR,

noch eine Frage damit ich das richtig erklären kann - den Erbschein holt man sich also beim Nachlassgericht wenn man das Erbe annehmen möchte.

Und wenn man es abschlagen möchte muss man dann einfach einen Brief an das Nachlassgericht schreiben in der Art das man Kenntnis vom Tode von X und Y erlangt hat und das Erbe ablehnt ?

Denn vom Gericht selber kam ja kein Schreiben ob man es antreten möchte oder nicht.

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-- Editiert Jona84 am 27.10.2012 18:37

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#5
 Von 
Pragmaticus
Status:
Lehrling
(1450 Beiträge, 504x hilfreich)

Es kommt auch kein Schreiben, denn die Nachfahren sollten den Fall doch meist mitbekommen. Die Form der Ausschlagung steht oben bereits:

quote:
Die Ausschlagung erfolgt durch Erklärung gegenüber dem Nachlassgericht, entweder zur Niederschrift des Rechtspflegers oder in öffentlich beglaubigter Form.
, d.h. man geht am besten persönlich mit Perso hin oder zu einem Notar.

Warum eigentlich ausschlagen, wenn Guthaben vorhanden sind? Man hat sonst (formal) nämlich nicht mal Anspruch auf Erinnerungsstücke. Eine Ausschlagung kommt u.U. auch gar nicht mehr in Betracht, wenn man den Nachlaß bereits geräumt hat. Das war dann Antritt des Erbes.

-- Editiert Seufz am 27.10.2012 19:13

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#6
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7221 Beiträge, 4301x hilfreich)

Somit ist die Frist schon abgelaufen, oder ?
Ja.

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1944.html

noch eine Frage damit ich das richtig erklären kann - den Erbschein holt man sich also beim Nachlassgericht wenn man das Erbe annehmen möchte.

Erbe ist man auch Erbschein! Ein Erbschein ist lediglich eine Art "Ausweis" zum Nachweis der Erbschaft; Dieser wird nur dann benötigt, wenn man diesen z.B. zur Vorlage bei der Bank benötigt.

Denn vom Gericht selber kam ja kein Schreiben ob man es antreten möchte oder nicht.
Nur wenn ein Testament vorhanden ist, werden die Beteiligten hiervon vom NG unterrichtet. Auch dann wird man nicht gefragt, ob das Erbe angenommen wird.

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0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1420x hilfreich)


quote:
Zitat von Jona84 am 27.10.2012 18:36
"[...] den Erbschein holt man sich also beim Nachlassgericht"


Richtig. Das ist das für den letzten Wohnsitz des Verstorbenen örtlich zuständige Amtsgericht.

Eine Ausnahme gilt für Baden-Württemberg. Dort sind staatliche Notariate als Nachlassgerichte tätig und somit ausnahmsweise zuständig.

-- Editiert JuR am 27.10.2012 21:50

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