Erbe über GbR regeln damit nicht-leiblicher Sohn auch „erbt"

5. November 2023 Thema abonnieren
 Von 
MrMcDonald
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Erbe über GbR regeln damit nicht-leiblicher Sohn auch „erbt"

Guten Tag,
wir denken über die Gründung einer GbR nach, um die Weitergabe des Familienheims vor Erbfall zu klären, da einer der Erben kein leibliches Kind des Ehegatten ist, aber gleich berücksichtigt werden soll.

Nochmal schematisch:
Vater A und Mutter haben 3 Söhne.
2 Söhne von Vater A und Mutter A und ein Sohn von Vater B und Mutter A. Alles Kinder sollen gleich behandelt werden bei Ableben von Vater A und Mutter A unabhängig davon ob Mutter A oder Vater A zuletzt verstirbt. Ebenso soll in diese evtl. entstehende GbR eine Wohnung für Mutter A eingebracht werden, die durch alle Söhne und die Mutter gemeinsam finanziert wird.

Macht dies Sinn und wie läuft das Einbringen von Immobilien in eine GbR ab?

Vielen Dank

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7968 Beiträge, 4488x hilfreich)

Zitat (von MrMcDonald):
Guten Tag,
wir denken über die Gründung einer GbR nach, um die Weitergabe des Familienheims vor Erbfall zu klären, da einer der Erben kein leibliches Kind des Ehegatten ist, aber gleich berücksichtigt werden soll.

Was soll damit erreicht werden?

Das alle 3 Kinder gleich berücksichtigt werden sollen, ist doch kein Problem. Das bespricht man mit einem Notar.
Zitat (von MrMcDonald):
Macht dies Sinn und wie läuft das Einbringen von Immobilien in eine GbR ab?[/quote
Ob das Sinnn macht.....

Wennn eine Immobilie in eine GbR eingebracht werden soll, muss das beim Notar erfolgen.

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#2
 Von 
MrMcDonald
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Damit soll erreicht werden, dass keiner Steuern zahlt und ebenso, dass im Falle des Ablebens vom Vater der nicht leibliche Sohn weiterhin das Wohnrecht behält, da ihm in dem Fall zunächst keine Ansprüche zustehen und durchaus die Gefahr besteht, dass das Haus von der Mutter veräußert wird oder in anderen Szenarien jemand die anderen Erben auszahlen müsste, was nicht möglich ist und der nichtleibliche Sohn so das Haus aufgeben müsste.

Letztlich ist es aber nicht relevant für die Ausgangsfragen:
Ist es möglich und sinnvoll für die Erleichterung eines Erbes eine GbR zu gründen, um dort Immobilien einzubringen und wie läuft dieser Prozess ab?

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118602 Beiträge, 39602x hilfreich)

Zitat (von MrMcDonald):
Ist es möglich und sinnvoll für die Erleichterung eines Erbes eine GbR zu gründen, um dort Immobilien einzubringen

Es ist möglich und absolut nicht sinnvoll.



Zitat (von MrMcDonald):
Damit soll erreicht werden, dass keiner Steuern zahlt

Das ist illusorisch ...



Zitat (von MrMcDonald):
dass im Falle des Ablebens vom Vater der nicht leibliche Sohn weiterhin das Wohnrecht behält

Wie ist denn der Wortlaut des aktuell eingetragenen Wohnrechtes?



Zitat (von MrMcDonald):
und wie läuft dieser Prozess ab?

Als erstes schreibt man sein Wünsche / Vorstellungen auf und lässt sich dann von Steuerberater und Anwalt / Notar bezüglich der idealen Realisierung beraten.
Dann wählt man aus, welche Varianten man will und lässt dann die entsprechend Dokumente aufsetzen und die notwendigen Eintragungen vornehmen.



Zitat (von MrMcDonald):
durchaus die Gefahr besteht, dass das Haus von der Mutter veräußert wird oder in anderen Szenarien jemand die anderen Erben auszahlen müsste

Bei einer GbR sagt nur einer "Ich mag nicht mehr" und man landet an der gleichen Stelle.
Oder Dritte greifen auf das Haus zu, z.B. im Rahmen von Pfändungen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
MrMcDonald
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Warum ist es nicht sinnvoll?

Wenn im Gesellschaftsvertrag aber das „ich will nicht mehr" geregelt ist und wie jemand aus der Gesellschaft austreten kann? Ebenso ist die GbR doch trennbar von Forderungen an die Einzelperson?

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118602 Beiträge, 39602x hilfreich)

Zitat (von MrMcDonald):
Wenn im Gesellschaftsvertrag aber das „ich will nicht mehr" geregelt ist und wie jemand aus der Gesellschaft austreten kann?

Oben war die Auszahlung noch ein Problem, bei einer GbR wird das Problem des Geldmangels wie genau gelöst?



Zitat (von MrMcDonald):
Ebenso ist die GbR doch trennbar von Forderungen an die Einzelperson?

Nö, der Gläubiger kann sich aussuchen was er nimmt. Und da ist eine Immobilie in der Regel das beste. Und in der Insolvenz geht eh alles an die Gläubiger ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
metttwurstkneckebrot
Status:
Praktikant
(570 Beiträge, 289x hilfreich)

Zitat (von MrMcDonald):
Damit soll erreicht werden, dass keiner Steuern zahlt und ebenso, dass im Falle des Ablebens vom Vater der nicht leibliche Sohn weiterhin das Wohnrecht behält,

Ich glaube, du hast da etwas durcheinander gebracht. Nach deiner eigenen Darstellung haben alle drei Kinder dieselbe Mutter. Wo siehst du das Problem für die Erbansprüche der Kinder, wenn der aktuelle Ehemann dieser Mutter stirbt? Ihr gegenüber haben doch alle Kinder dieselben Ansprüche?

Es kann nur dann ein Problem geben, wenn die Mutter der drei Kinder zuerst verstirbt, und der überlebende Elternteil mit einem der Kinder nicht blutsverwandt ist, und es auch nicht adoptiert hat. Ohne testamentarische Festlegung ist dieses Kind dann nicht erbberechtigt. Aber dem kann man ja einfach durch ein entsprechend gestaltetes Testament abhelfen.

Was dagegen die Erbschaftssteuer betrifft, so sind Stiefkinder den leiblichen Kindern gleichgestellt (§ 15 Absatz 1 ErbStG). Da besteht also überhaupt kein Regelungsbedarf über die zielführende Abfassung eines Testaments hinaus.


-- Editiert von User am 5. November 2023 22:35

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