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Erbe und Bestattungskosten

11. Januar 2011 Thema abonnieren
 Von 
Pumuckl377
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 6x hilfreich)
Erbe und Bestattungskosten

Hallo,

kürzlich ist meine Mutter verstorben. Meine Mutter war in zweiter Ehe verheiratet. Meine Schwester und ich stammen aus der ersten Ehe. In der zweiten Ehe gab es keine weiteren Kinder. Da ich mich in solchen Dingen nicht wirklich auskenne frage ich jetzt einfach mal ganz doof nach... Was zählt denn zur Erbmasse? Wie ist das mit den Kosten für die Beerdigung? Meine Schwester und ich hatten bei der Planung für die Beerdigung nicht wirklich viel mit zu reden. Eingeladen wurden Hinz und Kunz, uns wurde aber im Vorfeld eröffnet, das wir uns an den Kosten zu beteiligen haben.

Liebe Grüße, Pumuckl

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17 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44102 Beiträge, 15726x hilfreich)

Die Beerdigungskosten werden aus dem Nachlass bezahlt. Daher müssen die Erben sich quasi in Höhe ihres Erbanteils beteiligen.

Zum Nachlass gehört das gesamte Vermögen (Eigentum) Deiner Mutter. Der Hausrat geht dabei komplett an den Ehegatten. Gemeinsame Vermögen (z.B. Bankkonten oder Immobilien, die auf beide Namen laufen) gehen zur Hälfte ein.

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#2
 Von 
Pumuckl377
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 6x hilfreich)

Ich weiß nicht, inwieweit es gemeinsames Vermögen gab, aber es gibt wohl die eine oder andere Lebensversicherung, außerdem ein Sparkonto. Meine Mutter hat nicht viel Verdient, sie hat quasi nebenher in Selbstständigkeit für andere Leute genäht, hatte aber auch nicht viel Zeit dafür, weil sie ihre behinderte Schwägerin gepflegt hat, Geld bekam sie dafür keines.

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#3
 Von 
Pumuckl377
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 6x hilfreich)

Was zählt eigentlich zum gemeinsamen Vermögen? Soweit ich weiß gab es keinen Ehevertrag. Die Mutter des Ehemanns verstarb vor sieben Jahren, eine Einigung unter den Kindern gab es bis heute nicht, weil jeder Angst hatte, das der andere zuviel bekommen könnte.

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#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44102 Beiträge, 15726x hilfreich)

Beim gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft gibt es kein gesetzlich definiertes gemeinsames Vermögen. Jedem gehört das, was er von seinem Geld gekauft hat. Eine Heirat ändert also nicht an der Vermögenssituation, außer es wird Gütergemeinschaft durch Ehevertrag vereinbart.

Kontoguthaben gehören demjenigen, der Kontoinhaber ist. Bei gemeinsamen Konten gehört das Kontoguthaben beiden zur Hälfte, wobei die Möglichkeitz besteht, eine ander Verteilung des Kontoguthabens nachzuweisen.

Immobilien gehören demjenigen, der als Eigentümer im Grundbuch steht, wobei hier auch häufig eine 50/50-Eintragung bei Ehegatten vorkommt.

Erbschaften gehören dem Erben. Der Ehegatte hat keinen Anspruch auf eine Erbschaft, die der Ehemann erhalten hat.

Eine Lebensversicherung geht übrigens nicht in den Nachlass ein, wenn darin ein Bezugsberechtigter genannt ist.

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#5
 Von 
Pumuckl377
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 6x hilfreich)

Wie sieht es denn aus, wenn ich das Erbe ausschlage? Inwieweit muss ich mich dann an den Bestattungskosten beteiligen? Ich muss dazu sagen, das ich mich jetzt generell eigentlich nicht davor drücken möchte, mich an der Beerdigung meiner Mutter zu beteiligen. Aber die Sachlage ist so, das bei der Beerdigung der letzte Wille meiner Mutter von ihrem Ehemann ausser acht gelassen wurde. Sie wünschte sich eine kleine Feuerbestattung im kleinsten Kreis, er hat im Alleingang, ohne meine Schwester und mich mit einzubeziehen, ein riesen Event draus gemacht und die Kosten für diese Bestattung waren immens. Wir hatten dabei kein Mitspracherecht, sollen aber diese Kosten mit tragen.
Bin langsam echt am Verzweifeln. :-(

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#6
 Von 
joebeuel
Status:
Lehrling
(1954 Beiträge, 1515x hilfreich)

Bevor ihr auf die Forderungen des Ehemanns reagiert, fordert zuerst mal eurerseit bei ihm die Aufstellung des Vermögens eurer Mutter zum Zeitpunkt des Todes an.
Außerdem solltet ihr klären, ob es ein Testament gibt, und was darin steht.

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#7
 Von 
Pumuckl377
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 6x hilfreich)

Ein Testament gibt es, nur wurde nichts zu der Beerdigung darin geschrieben.

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#8
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7131 Beiträge, 4282x hilfreich)

Wer wurde denn Erbe?

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0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44102 Beiträge, 15726x hilfreich)

Die Beerdigungskosten müssen vorrangig von den Erben getragen werden. Wenn sich die beiden Ehegatten gegenseitig zu Alleinerben eingesetzt haben, dann ist der Mann jetzt Alleinerbe und muss somit auch die Beerdigungskosten alleine tragen.

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#10
 Von 
Pumuckl377
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 6x hilfreich)

Meine Schwester, meine Tochter und ich sind in dem Testament aufgeführt, dem Mann meiner Mutter würde, wenn ich das richtig sehe, der Pflichtteil zustehen. Meine Tochter ist noch minderjährig, sie ist gerade mal 13. Wie sieht es mit den Bestattungskosten aus, wenn wir ausschlagen? Wie ist da die rechtliche Seite? Zumal der Mann meiner Mutter die Beerdigung alleine organisiert hat und wir kein Mitspracherecht hatten.

Liebe Grüße, Pumuckl

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#11
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7131 Beiträge, 4282x hilfreich)

http://bundesrecht.juris.de/bgb/__1968.html

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#12
 Von 
Pumuckl377
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 6x hilfreich)

Wenn ich ausschlage bin ich kein Erbe mehr, oder? Wie sieht es im Fall meiner Tochter aus?

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#13
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7131 Beiträge, 4282x hilfreich)

Wenn du ausschlägst, erbt deine Tochter (sofern du Erbe geworden bist).

-- Editiert am 08.02.2011 21:40

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#14
 Von 
Pumuckl377
Status:
Frischling
(43 Beiträge, 6x hilfreich)

Okay, kann sie auch zu den Kosten für die Beerdigung heran gezogen werden? Im Prinzip ist ja eigentlich auch noch Geld da, wird das dann erstmal vom Erbe abgezogen (müsste null auf null aufgehen in etwa)?

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#15
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17783 Beiträge, 8016x hilfreich)

Ja, sie kann auch zu den Kosten der Beerdigung herangezogen werden.

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#16
 Von 
joebeuel
Status:
Lehrling
(1954 Beiträge, 1515x hilfreich)

Was gehört eigentlich alles zu den Bestattungskosten, die vom Erbe zu bezahlen sind? Grabstelle, Beerdigungsunternehmen und Behördenkosten sind ja wohl unstrittig.
Aber es gibt ja auch andere Posten, die nicht zwingend anfallen: es ist ja ein Unterschied, ob man nach der Beerdigung die gesamte Vereandschaft und Nachbarschaft ins beste Haus am Platz einlädt, oder ob man im engsten Familienkreis zuhause zusammen sitzt.
Kann man hier argumentieren: wer die Musik bestellt, der muß sie auch zahlen?


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#17
 Von 
Avaya111
Status:
Beginner
(82 Beiträge, 32x hilfreich)

1. Da deine Tochter minderjährig ist kanns du für sie ausschlagen, dass war beim Sohn meines Bruders so, da er auch in die Erbfolge meiner verstorbenen Schwester kam, die überschuldet war und wir wussten dies.

2. Wenn du nichts für die Beerdigung unterschrieben hast, musst du nichts bezahlen. Das kann ich dir garantieren, ich bin gerade voll auf die Schnauze geflogen und ich weiss Bescheid.

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