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Erbengemeinschaft, Eigentumswohnung, ein Erbe möchte nicht verkaufen, Entschädigungsforderung mögl.?

24. August 2022 Thema abonnieren
 Von 
hg6806
Status:
Beginner
(94 Beiträge, 15x hilfreich)
Erbengemeinschaft, Eigentumswohnung, ein Erbe möchte nicht verkaufen, Entschädigungsforderung mögl.?

Guten Tag zusammen,

Sachverhalt ist, dass eine Erbengemeinschaft aus 2 Personen eine Wohnung geerbt haben.
Wenn nun ein Erbe nicht verkaufen möchte (und auch nicht einziehen), kann dann eine Entschädigungsforderung geltend gemacht werden, zumindest in der Höhe des Hausgeldes, welches der "blockierende" Erbe dann gänzlich zahlen müsste?
Oder ist man zur Zahlung der Hälfte des Hausgeldes generell verpflichtet und man müsste dann versuchen seinen Anteil zu verkaufen?

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44060 Beiträge, 15713x hilfreich)

Zitat (von hg6806):
Wenn nun ein Erbe nicht verkaufen möchte (und auch nicht einziehen),


Und vermieten auch nicht?

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
hg6806
Status:
Beginner
(94 Beiträge, 15x hilfreich)

Nein, auch nicht vermieten.
Einfach nur warten bis sich es die persönlichen Verhältnisse klären, was aber noch dauern kann.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
AR377
Status:
Praktikant
(683 Beiträge, 163x hilfreich)

Zitat (von hg6806):
Wenn nun ein Erbe nicht verkaufen möchte
... der andere Erbe aber verkaufen möchte?

Das wäre der klassische Fall wo Teileigentümer unvereinbare Vorstellungen über die weitere Verwertung ihrer Immobilie haben.
Hierfür sieht das Gesetz die Teilungsversteigerung (Versteigerung zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft) vor.
Diese kann von jedem Teileigentümer alleine beantragt werden.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
hg6806
Status:
Beginner
(94 Beiträge, 15x hilfreich)

Zitat (von AR377):
Das wäre der klassische Fall wo Teileigentümer unvereinbare Vorstellungen über die weitere Verwertung ihrer Immobilie haben.
Hierfür sieht das Gesetz die Teilungsversteigerung (Versteigerung zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft) vor.
Diese kann von jedem Teileigentümer alleine beantragt werden.


Genau das meinte ich mit "Anteil verkaufen".
Dann gebe es wohl keine andere Möglichkeit ohne Einigung in der Erbengemeinschaft.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7117 Beiträge, 4276x hilfreich)

Zitat (von hg6806):
Dann gebe es wohl keine andere Möglichkeit ohne Einigung in der Erbengemeinschaft.

Manchmal wirkt schon die "Androhung" einer Teilungsversteigerung Wunder.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
eh1960
Status:
Junior-Partner
(5103 Beiträge, 1279x hilfreich)

Zitat (von hg6806):
Wenn nun ein Erbe nicht verkaufen möchte (und auch nicht einziehen), kann dann eine Entschädigungsforderung geltend gemacht werden, zumindest in der Höhe des Hausgeldes, welches der "blockierende" Erbe dann gänzlich zahlen müsste?

Nein.
Zitat:
Oder ist man zur Zahlung der Hälfte des Hausgeldes generell verpflichtet und man müsste dann versuchen seinen Anteil zu verkaufen?

"Seinen Anteil verkaufen" kann man nur, wenn man einen konkreten Anteil an der Immobilie hat. Eine Erbengemeinschaft wird in der Regel nur über eine Teilungsversteigerung aufgelöst werden können, wenn man sich anders nicht einigt.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

0x Hilfreiche Antwort

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