Erbengemeinschaft - Ein Erbe verbietet den anderen den Zugang

14. Mai 2024 Thema abonnieren
 Von 
Shooter666
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Erbengemeinschaft - Ein Erbe verbietet den anderen den Zugang

Hallo zusammen :)

ich habe da eine rechtliche sehr wichtige Frage muss ich sagen und ich hoffe Ihr könnt mir mit eurem Wissen helfen. ( Bitte inkl. § für die Erklärung )

Folgendes Problem:

Wir haben ein Haus geerbt von unserer Mutter ( Mein Bruder, Meine Schwester und ich )
das Haus haben wir zu löebzeiten jeweils zu 1/3 von unserer Mutter überschrieben bekommen.

Diese ist Anfang diesen Jahrers gestorben. Wir sind einig das wir das Haus verkaufen wollen und haben das auch getan. Notarverträge sind unterzeichnet und der Käufer freut sich auf sein Haus.

Jetzt geht es um den nachlass im Haus. Da wir alle sehr weit auseinander wohnen, finden wir einfach kein Datum um die Nachlassgegenstände uns anzuschauen und zu entscheiden wer was bekommt.

und darum geht es:

Mein Bruder hat jetzt an die Haustür, Kellertür, Nebeneingang, Garage usw... selbst ein Klebeband mit Datum angebracht mit der Mitteilung an uns: sollten wir das Haus betreten wird er uns verklagen.

Meine Frage:

Kann Ein Miterbe den Zutritt den anderen Verbieten ? ( Haus steht leer )

Ich hoffe es ist irgendwie verständlich geschrieben, sollte was unklar sein bitte nachfragen

Danke

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14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121367 Beiträge, 40010x hilfreich)

Zitat (von Shooter666):
Wir haben ein Haus geerbt von unserer Mutter ( Mein Bruder, Meine Schwester und ich )
das Haus haben wir zu löebzeiten jeweils zu 1/3 von unserer Mutter überschrieben bekommen.

Finde den Widerspruch ...



Zitat (von Shooter666):
Jetzt geht es um den nachlass im Haus.

Zitat (von Shooter666):
Haus steht leer

Finde den Widerspruch ...



Zitat (von Shooter666):
Kann Ein Miterbe den Zutritt den anderen Verbieten ?

Können kann man vieles, relevanter wäre das dürfen. Mit substantiierter Begründung darf man auch so was.
Ist hier aber nicht relevant, denn er hat ja den Zutritt nicht verboten.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13856 Beiträge, 4383x hilfreich)

Hallo,

ich sehe das so: Die Erbauseinandersetzung soll nach Meinung des Bruders nur gemeinsam erfolgen, und darauf kann er durchaus bestehen (nicht das deine Schwester und du euch die Sahnestücke rausholen).

Also vereinbart einen Termin, bei nur 3 Personen kann das doch nicht so schwer sein, und zur Not kann man auch einen Vertreter schicken.

Stefan

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#3
 Von 
cirius32832
Status:
Schlichter
(7445 Beiträge, 1551x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
Also vereinbart einen Termin, bei nur 3 Personen kann das doch nicht so schwer sein, und zur Not kann man auch einen Vertreter schicken.


So würde ich das auch machen

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#4
 Von 
Shooter666
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Moin zusammen...

also wir 3 Partein sind komplett zerstritten und es ist einfach nicht möglich sich zu einigen zusammen an einem Datum das Haus zu betreten.

Die Frage ist eigentlich ganz klar denke ich ^^

Kann ein Erbteil ( 1/3 ) den anderen rechtlich den Zugang zum Haus verwehren ?

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#5
 Von 
aspergius
Status:
Praktikant
(933 Beiträge, 227x hilfreich)

Er darf alleine natürlich das Haus auch nicht betreten.

Signatur:

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#6
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16728 Beiträge, 9366x hilfreich)

Zitat (von Shooter666):
Kann ein Erbteil ( 1/3 ) den anderen rechtlich den Zugang zum Haus verwehren ?

Streng genommen: nein
Allerdings kann er verwehren, dass die anderen (= Sie und Ihre Schwester) sich Sachen aus dem Nachlass mitnehmen.

Ich sag mal so: Sie und Ihre Schwester wären schön blöd, wenn Sie eigenmächtig das Haus betreten. Nachher behauptet der Bruder, dass der Picasso fehlt, und will von Ihnen und Ihrer Schwester eine Million Euro für den fehlenden Picasso. Dann haben Sie ein ernsthaftes Problem. Und diese Problem ist dann viel größer als gemeinsam einen Termin zum gemeinsamen Betreten des Hauses zu finden.

Ich rate daher dringenst(!) davon ab, das Haus zu betreten.



Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#7
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(17142 Beiträge, 5918x hilfreich)

1) Hier wurde nicht geerbt! Es geht hier also gar nicht um eine Erbschaft.
2) Jede Partei darf ohne die anderen Parteien das Haus betreten.

Signatur:

Folgende Nutzer werden blockiert, ich kann deren Beiträge nicht lesen: AR377, Xipolis, Jule28

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#8
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13856 Beiträge, 4383x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Nachher behauptet der Bruder, dass der Picasso fehlt, und will von Ihnen und Ihrer Schwester eine Million Euro für den fehlenden Picasso.
Erstens müsste der Bruder dann die Existenz des Picasso nachweisen. Und zweitens auch, dass etwa die Schwester ihn mitgenommen hat (und nicht beispielsweise er selber).

Ich hätte daher keine Bedenken, das Haus zu betreten.
Beim mitnehmen einzelner Gegenstände hingegen kann es wegen jeder Kleinigkeit wieder Streit geben (der Fernseher war aber nicht 150 sondern 200 Euro wert u.s.w.). Daher bleibe ich dabei, dass man sich zusammenraufen muss um es gemeinsam anzugehen.

Zitat:
also wir 3 Partein sind komplett zerstritten und es ist einfach nicht möglich sich zu einigen zusammen an einem Datum das Haus zu betreten.
Deine Schwester und dein Bruder, oder wie?
Du musst doch nur schaffen, dass sich die beiden auf einen Termin einigen, und dem ordnest du dich dann eben unter. Wenn es hingegen auch an dir liegt, dann ist dir nicht zu helfen muss ich sagen.

Zitat:
das Haus haben wir zu löebzeiten jeweils zu 1/3 von unserer Mutter überschrieben bekommen.
Das war hier übrigens der große Fehler. Wenn man noch die Wahl hat (also keine Erbschaft, sondern eine Schenkung), dann teilt man nicht so, sondern per Testament oder Erbvertrag.
Ich rate fast grundsätzlich dazu, bei einer Immobilie möglichst das Alleineigentum anzustreben. Der Thread hier ist ein gutes Beispiel wie es sonst kommen kann.
Aber gut, ist jetzt nicht mehr zu ändern.

Stefan

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#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121367 Beiträge, 40010x hilfreich)

Zitat (von Shooter666):
Kann ein Erbteil ( 1/3 ) den anderen rechtlich den Zugang zum Haus verwehren ?

Es gibt hier keinen Erbteil bezüglich des Hauses, es gibt nur Miteigentümer.
Jeder ist Miteigentümer zu 1/3.



Zitat (von Shooter666):
Kann ein Erbteil ( 1/3 ) den anderen rechtlich den Zugang zum Haus verwehren ?

Können kann man vieles, relevanter wäre das dürfen. Mit substantiierter Begründung darf man auch so was.
Ist hier aber nicht relevant, denn er hat ja den Zutritt nicht verwehrt.



Zitat (von drkabo):
Nachher behauptet der Bruder, dass der Picasso fehlt, und will von Ihnen und Ihrer Schwester eine Million Euro für den fehlenden Picasso. Dann haben Sie ein ernsthaftes Problem. Und diese Problem ist dann viel größer als gemeinsam einen Termin zum gemeinsamen Betreten des Hauses zu finden.

Richtig.



Zitat (von drkabo):
Ich rate daher dringenst(!) davon ab, das Haus zu betreten.

Zumindest nicht ohne einen unabhängigen, glaubwürdigen Zeugen oder z.B. Videobeweis.



Zitat (von reckoner):
Erstens müsste der Bruder dann die Existenz des Picasso nachweisen. Und zweitens auch, dass etwa die Schwester ihn mitgenommen hat (und nicht beispielsweise er selber).

Nö, da gilt eine Beweislastumkehr.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3611 Beiträge, 575x hilfreich)

Zitat (von Shooter666):
Notarverträge sind unterzeichnet und der Käufer freut sich auf sein Haus.

Wie lange noch?
Zitat (von Shooter666):
also wir 3 Partein sind komplett zerstritten und es ist einfach nicht möglich sich zu einigen zusammen an einem Datum das Haus zu betreten.

Ihr könnt das Haus nicht ewig blockieren, dass Spielchen wird der neue Eigentümer nicht lange mitmachen.
Wenn ihr euch nicht einigt, dann beauftragt eine Firma welche räumt, dann gibt es halt keine persönlichen Andenken.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13856 Beiträge, 4383x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Nö, da gilt eine Beweislastumkehr.
Wo soll die sein? Und von welchem meiner Sätze sprichst du überhaupt?

Meinst du, jeder der das Haus betritt ist erstmal potentiell der der etwas entwendet hat, und muss sich dann selbst entlasten?
Eine solche Rechtslage ist mit nicht bekannt. Hingegen aber das Gegenteil: Wer etwas will der muss es schon beweisen (von mir aus auch nur glaubhaft machen).

Zitat:
Zumindest nicht ohne einen unabhängigen, glaubwürdigen Zeugen oder z.B. Videobeweis.
Und was soll das - im Extremfall - beweisen? Der Picasso wurde natürlich entfernt bevor der Zeuge anwesend war bzw. bevor die Kamera gestartet wurde.
Das ist so ähnlich wie ein Foto* von dem angeblich korrekt geparkten Auto - belegt/beweist rein gar nichts.

*natürlich eins zeitlich nach dem Knöllchen

Stefan

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121367 Beiträge, 40010x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
Wo soll die sein? Und von welchem meiner Sätze sprichst du überhaupt?

Ernsthaft? Du weist nicht, das sich das Kommentierte auf das unmittelbar davor zitierte bezieht?



Zitat (von reckoner):
Meinst du, jeder der das Haus betritt ist erstmal potentiell der der etwas entwendet hat, und muss sich dann selbst entlasten?

Ja, genau so funktioniert das mit der Beweislastumkehr.

Kann man grob mit der Problematik mit der "kalten Räumung" vergleichen, da gilt dann auch eine Beweislastumkehr zu Lasten des Vermieters.



Zitat (von reckoner):
Und was soll das - im Extremfall - beweisen?

Das die Behauptung unwahr ist logischerweise.


Signatur:

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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13856 Beiträge, 4383x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Ernsthaft? Du weist nicht, das sich das Kommentierte auf das unmittelbar davor zitierte bezieht?
Ernsthaft, du hast nicht gemerkt, dass du zwei Sätze zitiert hast? Ich hatte sie sogar nummeriert ...

Zitat:
Kann man grob mit der Problematik mit der "kalten Räumung" vergleichen, da gilt dann auch eine Beweislastumkehr zu Lasten des Vermieters.
Und auch da wird der geräumte Mieter glaubhaft machen müssen, den Picasso überhaupt besessen, und auch zurückgelassen zu haben.

Zitat:
Das die Behauptung unwahr ist logischerweise.
Das kann aber weder der Zeuge noch das Video. Begründung siehe # 11.

Stefan

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121367 Beiträge, 40010x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
Ernsthaft, du hast nicht gemerkt, dass du zwei Sätze zitiert hast?

Doch, habe ich sogar bewusst gemacht.
Einfach in der (offenbar voreiligen) Annahme, das es keinen geistig überfordern würde, das mit einem Kommentar 2 zitierte Sätze gemeint sind.



Zitat (von reckoner):
Begründung siehe # 11.

Nö.
Die Realität ist granularer als bei Hold und Salesch im Gericht-Soap-TV


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