Erbfolge - Wie ist es bei einer Patchworkamilie mit dem Erbe?

10. Juli 2007 Thema abonnieren
 Von 
Ostseeperle
Status:
Schüler
(310 Beiträge, 24x hilfreich)
Erbfolge - Wie ist es bei einer Patchworkamilie mit dem Erbe?

hallo zusammen .........wie ist es bei einer patchworkamilie mit dem erbe ?
eltern verdienen beide ,gemeinsames konto ,gemeinsames erspartes.kinder wurden von beiden seiten mit in die ehe gebracht .
mfg

Testament oder Erbe?

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
sika0304
Status:
Schlichter
(7944 Beiträge, 2922x hilfreich)

Vermutlich wird beim Versterben angenommen, das jedem Elternteil 50% des Giroguthabens und des Sparguthabens gehören.
Das wird dann entsprechend unter den Angehörigen aufgeteilt (natürlich nach Abzug der Beerdigungskosten).
Die nicht leiblichen Kinder sind jeweils nicht erbberechtigt.
Der Überlebende bekommt die Hälfte und die jeweiligen leiblichen Kinder teilen sich den Rest. Diesen kann man durch ein Testament wiederum auf die Hälfte reduzieren.

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#2
 Von 
Ostseeperle
Status:
Schüler
(310 Beiträge, 24x hilfreich)

ich meinte mal gelesen zu haben das stiefkinder gleichgestellt werden mit eigenen kindern,leider finde ich das nicht mehr wieder.
das wäre doch auch völlig blödsinnig wenn nur jetzt die kinder meines mannes was erben würden wenn meinem mann mal was passiert oder auch umgedreht,schließlich haben wir doch beide das geld zusammen gespart.

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#3
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47271 Beiträge, 16743x hilfreich)

Stiefkinder sind nur im Hinblick auf die Erbschaftsteuer gleichgestellt. Gesetzlich erbberechtigt sind sie jedoch nicht.

Vielleicht verwechselst Du das auch mit der Gleichstellung ehelicher und nicht ehelicher Kinder.

In der Tat hängt die Erbquote für die Kinder sehr stark davon ab, in welcher Reihenfolge die Ehegatten versterben. Die Kinder des zuerst sterbenden Ehegatten sind erheblich benachteiligt.

Daher ist eine testamentarische Regelung dringend zu empfehlen, wenn man das vermeiden will.

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#4
 Von 
Ostseeperle
Status:
Schüler
(310 Beiträge, 24x hilfreich)

jo stimmt hh das habe ich verwechselt
wie hoch ist so ein pflichtteil ?

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#5
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47271 Beiträge, 16743x hilfreich)

Man muss unterscheiden zwischen Pflichtteil und gesetzlichem Erbteil. Den Pflichtteil bekommt jemand (Kind, Ehegatte), der enterbt worden ist. Der Pflichtteil beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils.

Wenn kein Testament vorhanden ist, dann gilt die gesetzliche Erbfolge. Der Pflichtteil kommt nicht in Betracht, da in so einem Fall ja niemand enterbt worden ist.

Die gesetzliche Erbfolge sieht wie folgt aus:
Nach dem Tod des ersten Ehegatten bekommt der überlebende Ehegatte 50% des Nachlasses. Die übrigen 50% gehen zu gleichen Teilen an die leiblichen Kinder des verstorbenen.

Wenn dann der überlebende Ehegatte verstirbt, dann bekommen dessen Kinder zu gleichen Teilen dessen Nachlass. Die 50%, die er zuvor vom zuerst verstorbenen Ehegatten geerbt hat, sind ebenfalls teil dieses Nachlasses und gehen somit an seine leiblichen Kinder.

Das Vermögen wird entsprechend den Grundbucheinträgen zugeordnet oder bei Bankkonten dem Kontoinhaber. Bei gemeinsamen Konten gehört jedem Ehgatten die Hälfte des Kontoguthabens.

Unter der Annahme, dass beide Ehegatten ein gleich hohes Vermögen haben, erhalten die Kinder des zuerst Verstorbenen insgesamt nur 25% des Gesamtvermögens und die Kinder des zuletzt versterbenden Ehegatten teilen sich insgesamt 75% des Gesamtvermögens.

Testamentarisch können die Ehegatten das Ganze natürlich anders (gerechter) regeln.

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#6
 Von 
Gast
Status:
Praktikant
(533 Beiträge, 144x hilfreich)

Hallo HH,

muss dich leider etwas berichtigen.

Es ist nicht richtig, dass der überlebende Ehegatte pauschal 50 % des Nachlasses erhält. Leider ist das Thema Erbrecht doch etwas komplexer.

Erbt der überlebende Ehegatte neben Verwandten der ersten Ordnung (Abkömmlinge des Erblassers) erhält er nach § 1931 I BGB ¼ sowie ¼ nach § 1371 BGB (Zugewinn). Erbt er allerdings neben Verwandten der zweiten Ordnung (Eltern des Erblasser sowie deren Abkömmlinge) oder Großeltern erhält er ½ nach § 1931 I BGB sowie ¼ nach § 1371 BGB . Ist der zweite Fall gegeben, ist zudem der Voraus des Ehegatten nach § 1932 BGB zu berücksichtigen.

Treffen mit Großeltern auch Abkömmlinge von Großeltern zusammen, so erhält der überlebende Ehegatte auch von der anderen Hälfte den Anteil, der nach § 1926 den Abkömmlingen zufallen würde. Auch hier erhält der überlebende Ehegatte zusätzlich ¼ Zugewinn nach § 1371 BGB .

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47271 Beiträge, 16743x hilfreich)

@gast
Du hast Recht und die Regelungen sind mir auch bekannt.

Da aus der Fragestellung jedoch bereits hervorgeht, dass beide Ehegatten leibliche Kinder haben, trifft auf den konkreten Fall die Erbquote von 50% für den Ehegatten zu. Daher war meine Antwort sehr wohl korrekt.

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#8
 Von 
Gast
Status:
Praktikant
(533 Beiträge, 144x hilfreich)

Wollte dich auch nur etwas berichtigen. Hat sich so angehört, als würde der überlebende Ehegatte immer pauschal 50 % erhalten. :wipp:

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#9
 Von 
Ostseeperle
Status:
Schüler
(310 Beiträge, 24x hilfreich)

danke euch für die antworten

mfg ostseeperle

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