Erbrecht - Pflichtteilanspruch Girokonten Erblasser

10. November 2023 Thema abonnieren
 Von 
DerKrebsmann1963
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Erbrecht - Pflichtteilanspruch Girokonten Erblasser

Verehrte Mitglieder.

Ich habe eine Frage zum Thema Girokonto Erblasser und Pflichtteil.

Vor wenigen Wochen wurde das Testament meiner Eltern eröffnet. Mein Bruder ist Alleinerbe, ich wurde enterbt. Der Inhalt des Testaments war mir bereits bekannt. Nun hatte ich bei meinem Bruder Auskunft auf den Nachlass gestellt, da ich Anspruch auf den Pflichtteil habe.

Ich habe nun die Information von meinem Bruder bekommen, das das Girokonto und weitere Wertpapierkonten kein Guthaben mehr aufweisen. Aus den Kontoauszügen geht hervor, das in den vergangenen Jahren mein Bruder systematisch Geld von den Konten in bar abgehoben, und mir über den Verwendungszweck keine Auskunft geben will. Ich muss noch dazu sagen, dass er in den letzten Jahren die Kontovollmacht und die Betreuungsvollmacht für meine Mutter hatte.

Meine Frage: Würde bei einer Klage die ursprünglichen Guthaben auf den Konten für die Pflichtteilberechnung zugrunde gelegt werden, oder habe ich keinen Anspruch mehr, da alles weg ist?

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Liebe Grüße RG

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47285 Beiträge, 16750x hilfreich)

Zitat (von DerKrebsmann1963):
Würde bei einer Klage die ursprünglichen Guthaben auf den Konten für die Pflichtteilberechnung zugrunde gelegt werden, oder habe ich keinen Anspruch mehr, da alles weg ist?


Die Frage ist nicht pauschal zu beantworten. Das hängt ganz wesentlich davon ab, was denn mit dem Geld passiert ist.

Kann es sein, dass die Eltern das Geld selbst verbraucht haben oder sind die Beträge dafür erkennbar zu hoch?

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
DerKrebsmann1963
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Nein, die Beiträge sind nicht von meinen Eltern verbraucht worden.
Mein Vater ist seit Jahren tot und meine Mutter war dement, und bis zu ihrem Tod im Pflegeheim.
Ich hatte meinen Bruder vor einigen Jahren damit konfrontiert.

Es fing erst mit kleinen Abbuchungen an wie Autoversicherung der Ehefrau, Taschengeld für die Enkelkinder. Nach einiger Zeit wurden über einen Zeitraum von sechs Monaten ca. 50 TSD Euro am Geldautomat abgebucht.
Um das Konto wieder auszugleichen, löste mein Bruder ein Wertpapierdepot meiner Mutter von 60 TSD Euro auf.

Er argumentierte damals, dass er die Barabhebungen dafür verwende, Schwarzarbeiten an den beiden Häusern unser Eltern durchzuführen. Konkreter wurde er nicht mehr. Ich habe daraufhin den Kontakt abgebrochen, da er an einer gemeinsamen Zusammenarbeit nicht mehr interessiert war. Ich hatte ihm die falschen Fragen gestellt.
Die damalige Situation war die, das die Einnahmen auf dem Konto meiner Mutter, weit über den Ausgaben lag, trotz der hohen Kosten des Pflegeheims. Meine Mutter hatten bis zuletzt Mieteinnahmen und hohe Rentenzahlungen erhalten.

Inzwischen sind über 200 TSD Euro über diesen Weg der Bar-Abbuchungen und Renovierungsarbeiten verschwunden.
Mein Bruder und ich kannten bereits seit Jahren das Testament unserer Eltern, und das er der Alleinerbe von u. a. zwei Häusern sein wird.
Er und seine Familien wohnen seit zehn Jahren in einem der Häuser.

Ich kann mit Sicherheit sagen, das ein Teil des Geldes in den Ausbau beider Häuser geflossen ist, indem mittlerweile die ganze Familie meines Bruders wohnt. Er hat im Grunde das Geld meiner Mutter für die Renovierung seines zukünftigen Erbes verwendet.
Ich habe Kontoauszüge, die die ersten beiden Jahre diese Transaktionen beweisen. Nun habe ich weitere Kontoauszüge bei ihm angeforderter. Mal sehen, ob er dem nachkommen wird.

Danke für Ihre Antwort.

Gruß RG

0x Hilfreiche Antwort

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