Erbschein notwendig

23. Dezember 2020 Thema abonnieren
 Von 
chimaira123
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)
Erbschein notwendig

Hallo,

ich bräuchte einen Rat bzgl. einem Erbschein.
Unsere Situation ist wie folgt:
- Vater vor kurzem Verstorben
- Handschriftliches Testament vorhanden
- Wir kommen an alle Gelder (Konten) etc. ran, da unser Vater diesbezüglich vorgesorgt hat.
- Erbtechnisch gibt es bei uns keinerlei Streitigkeiten, alles soll an die Mutter gehen und alle (Schwester, Ich, Mutter) sind uns bei allem einig.

Nun haben wir heute ein Schreiben vom Nachlassgericht erhalten mit der Bitte um Rückinfo innerhalb 4 Wochen ob wir einen Erbschein beantragen wollen oder nicht.
Nun stellen wir uns die Frage ob wir diesen zwingend benötigen (kostet ja auch nicht unerheblich viel Geld) bzw. Ob wir ihn nachträglich noch beantragen könnten wenn wir ihn benötigen, obwohl wir jetzt erstmal die Ausstellung ablehnen würden.

Wir würden Ihn zunächst nicht beantragen, da wir an alle Konten kommen und meine Mutter in der vorhandenen Immobilie bleibt und sowieso mit im Grundbuch steht.

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Ballivus
Status:
Lehrling
(1127 Beiträge, 303x hilfreich)

Zitat (von chimaira123):
Wir würden Ihn zunächst nicht beantragen, da wir an alle Konten kommen und meine Mutter in der vorhandenen Immobilie bleibt und sowieso mit im Grundbuch steht.

Wenn Grundbesitz vorhanden ist braucht man früher oder später eh einen Erbschein (zumindest wenn wie in diesem Fall nur ein handschriftliches Testament vorhanden ist).
Wenn man das Grundbuch jetzt nicht berichtigen will, so wird wahrscheinlich spätestens in 2 Jahren ein Schreiben des Grundbuchamts eingehen, dass man doch bitte einen entsprechenden Antrag stellen mag und einen Erbschein vorlegen soll. Wenn man das dann nicht macht können Zwangsgelder verhängt werden.

Spätestens nach dem Tod der Mutter oder bei einer etwaigen Veräußerung der Immobilie braucht man einen Erbschein nach dem Vater (für das Grundbuchamt).

Ich würde es jetzt direkt machen.

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#2
 Von 
guest-12328.06.2022 18:42:04
Status:
Praktikant
(770 Beiträge, 247x hilfreich)

Nur der Form halber:

Zitat (von chimaira123):
- Handschriftliches Testament vorhanden


und da steht drin, daß

Zitat (von chimaira123):
, alles soll an die Mutter gehen und alle (Schwester, Ich, Mutter) sind uns bei allem einig.


Maßgeblich ist der im Testament niedergeschriebene Wille des Erblassers!

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
cirius32832
Status:
Senior-Partner
(6921 Beiträge, 1459x hilfreich)

Ich kann nur raten, das Erbe mit einem Erbschein abzuschliessen. Wenn die Mutter stirbt kann es sein, dass man sich eben nicht mehr einig ist und dann hat man den ersten Fall immernoch nicht vernünftig abgeschlossen.

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#4
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7970 Beiträge, 4489x hilfreich)

Zitat (von cirius32832):
Ich kann nur raten, das Erbe mit einem Erbschein abzuschliessen.

Ein Erbschein ist lediglich eine Art "Ausweis" zum Nachweis wer Erbe ist. Damit ist das Erbe nicht abgeschlossen.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47291 Beiträge, 16755x hilfreich)

Zitat:
und meine Mutter in der vorhandenen Immobilie bleibt und sowieso mit im Grundbuch steht.


Wenn auch der Vater im Grundbuch steht, dann ist ein Erbschein zwingend erforderlich.

Wenn man mit dessen Beantragung wartet, dann kommen nach Ablauf von 2 Jahren auch noch die Gebühren für die Berichtigung des Grundbuchs hinzu. Bis dahin ist das kostenlos.

0x Hilfreiche Antwort

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