Erbschein und 1 Erbe in Amerika

7. Februar 2012 Thema abonnieren
 Von 
mamus
Status:
Frischling
(36 Beiträge, 4x hilfreich)
Erbschein und 1 Erbe in Amerika

Hallo,
ich benötige mal wieder Eure Hilfe.

Meine Mutter (sie hat kein Testament hinterlassen) ist im Dezember 2011 verstorben. Ihr Haus hat sie notariell noch im Dezember verkauft, Geld kommt jetzt auf ihr Konto.
Ich habe eine Schwester in Amerika und eine Schwester in Österreich. Wir sind die einzigen Erben.

Nun haben wir das Haus leergeräumt. Es waren alle 3 Töchter anwesend und jeder hat sich mitgenommen, was er wollte. Der Rest kam zum Sperrmüll.

Mitte Februar habe ich einen Termin beim Nachlassgericht um den Erbschein zu beantragen. Die Schwester aus Österreich hat mir eine Vollmacht ausgestellt, das ich alles in ihrem Namen erledigen kann.
Die Schwester in Amerika hat dies nicht getan. Sie fühlt sich "beanachteiligt" und will nun ihre Unterschrift bis zu 30 Jahre (so ihre Aussage) hinauszögern. So nach dem Motto: Dann bekommt hr eben auch kein Geld.

Das ganze ist nicht zu verstehen, da alles Geld auf dem Konto der Mutter ist und dies erst aufgeteilt wird, wenn der Erbschein vorliegt.

Kann die Schwester die Auszahlung wirklich 30 Jahre hinauszögern oder bekommen wir unseren Anteil eher?

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47263 Beiträge, 16740x hilfreich)

Ohne Erbschein keine Auszahlung.

Es besteht aber natürlich die Möglichkeit, die Schwester zu verklagen und sie dadurch zur Mitwirkung zu zwingen.

Wie kommt die Schwester eigentlich auf 30 Jahre? Eine Verjährungsfrist gibt es für diesen Fall nicht. Es wäre also auch denkbar, dass in 50 Jahren noch keine Auszahlung erfolgt.

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#2
 Von 
mamus
Status:
Frischling
(36 Beiträge, 4x hilfreich)

Das sind ja prima aussichten.
Was passiert denn mit dem Geld?

Das Konto kann ja dann auch nicht aufgelöst werden? Muss dann für 30 Jahre (ich weiß nicht, woher meine Schwester diese Frist hat) Kontoführungsgebühren bezahlt werden?

Gibt es so eine Art Teilerbschein?
Wer soll sich denn 30 Jahre oder länger um das Erbe kümmern?

Ich verstehe so langsam gar nichts mehr.

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-- Editiert mamus am 08.02.2012 15:43

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#3
 Von 
guest-12322.08.2012 17:44:40
Status:
Senior-Partner
(6927 Beiträge, 2503x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Ohne Erbschein keine Auszahlung. <hr size=1 noshade>



Genau der kann doch aber beantragt werden.

Das NachlassG wird dann vAw die Erben ermitteln und feststellen. Dann könnte nach § 2042 BGB die Auseinandersetzung beantragt werden.

Das mag wegen der destruktiven Haltung und des US-Bezugs langwierig, teuer und problematisch werden. In absehbarer Zeit müsste das Problem aber lösbar sein.

Man müsste aber den voraussichtlichen Kosten, Übersetzungen, Zustellungen, Konsulat, Anwalt etc. den Ertrag gegenüberstellen.

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#4
 Von 
Annaminna
Status:
Praktikant
(899 Beiträge, 402x hilfreich)

Ich würde mich mal mit einem Fachanwalt für Erbrecht beraten. Es gibt einen Teilerbschein. Wir haben das in einem ähnlich gelagerten Fall so gemacht, weil feststand, dass das Erbe je 50 % des Nachlasses betrug. Es gab auch kei n Testament, sondern die gesetzliche Erbfolge trat ein.Unsere 50% wurden dann mit Hilfe des Teilerbscheines ausgezahlt. Also probiert es.

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#5
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47263 Beiträge, 16740x hilfreich)

Für die Erbauseinandersetzung, d.h. die Auszahlung des Geldes reicht ein Teilerbschein aber nicht aus.

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#6
 Von 
Annaminna
Status:
Praktikant
(899 Beiträge, 402x hilfreich)

Bei uns wurde das Geld , nach dem der Teilerbschein vorgelegt wurde, sofort ausgezahlt. Das Geld der anderen Erben, die über den ganzen Kontinent verstreut waren, dann , als bei Ihnen alles geklärt war. Wie geschrieben stand fest, dass jeder Erbe 50 % erhält.

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#7
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17802 Beiträge, 8067x hilfreich)

Wie Annaminna schon schreibt, ein Fachanwalt für Erbrecht kann da helfen.

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0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47263 Beiträge, 16740x hilfreich)

quote:
Bei uns wurde das Geld, nach dem der Teilerbschein vorgelegt wurde, sofort ausgezahlt.


Die meisten Banken machen so etwas nicht mit, da sie damit ein hohes Risiko eingehen. Die Auszahlung auf Teilerbschein war daher reine Glücksache.

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#9
 Von 
ht36
Status:
Frischling
(32 Beiträge, 21x hilfreich)

Erschwerend kommt hinzu, dass ein Erbe in der USA ist. Vor Auszahlung des Erbes ist für die Banken darauf zu achten, dass eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes bezgl. der Erbschaftssteuer besorgt wird. Liegt diese nicht vor, wird eine Bank auch bei vorliegendem Erbschein keine Auszahlung vornehmen (Haftung der Bank für die Erbschaftssteuer). Mit dem Teilerbschein dürftet ihr bei den Banken keinen Erfolg haben, da eine Erbengemeinschaft besteht und diese kann nur gemeinsam handeln. Am besten einen Fachanwalt oder einen guten Rechtspfleger fragen, wie man weiter vorgehen kann.

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-- Editiert ht36 am 09.02.2012 17:52

-- Editiert ht36 am 09.02.2012 17:54

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