Erbsumme bei Aktiendepot

14. Juni 2020 Thema abonnieren
 Von 
aspergius
Status:
Praktikant
(910 Beiträge, 221x hilfreich)
Erbsumme bei Aktiendepot

Hallo

mal angenommen, ein am 1, März 2020 Verstorbener hinterläßt ein Depot von 1 Million (Depotwert am 1.3.2020). Der Verstorbene hinterläßt die Ehefrau und 2 gemeinsame Kinder.
Es gibt ein Testament, in dem die Kinder auf das Pflichtteil gesetzt sind. Demnach sind die Kinder keine Erben. sondern sondern haben nur Anspruch auf ihren Pflichteil.

Die Ehefrau ist also Alleinerbe und muß den Kindern den Pflichtteil in bar auszahlen. (Es geht hier nur um das Depot).

Das bedeutet in der gesetzlichen Erbfolge, dass die Frau 50% und die Kinder jeweils 25% erben. Da die Kinder aber keine Erben sind und nur ein Pflichtteil erhalten, stehen ihnen nur jeweils 12,5 % des Depotwertes in bar zu. Ich hoffe, das ist soweit richtig.

Die ganze Erbschaftsabwicklung dauert und dauert und durch die Koronakrise ist der Depotwert
am 31.5 .2020 auf 600.000 Euro gesunken, bis es endlich am 31.5.2020 zur Auszahlung kommt.

Welchen Betrag steht nun den Kindern und der Ehefrau zu?





-- Editiert von aspergius am 14.06.2020 19:10

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14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
AR0710
Status:
Schüler
(407 Beiträge, 88x hilfreich)

12,5 % vom Wert am Tag des Todes.

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#2
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7958 Beiträge, 4486x hilfreich)

Zitat (von aspergius):
Welchen Betrag steht nun den Kindern und der Ehefrau zu?

Es zählt der Wert zum Zeitpunkt des Todes.

https://dejure.org/gesetze/BGB/2311.html

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#3
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47178 Beiträge, 16717x hilfreich)

Zitat:
Es zählt der Wert zum Zeitpunkt des Todes.
https://dejure.org/gesetze/BGB/2311.html


Das gilt für die Kinder. Das Risiko von Kursverlusten trägt der Erbe alleine.

Auf Kursgewinne hätten die Pflichtteilsberechtigten auch keinen Anspruch gehabt.

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#4
 Von 
gerlind
Status:
Schüler
(379 Beiträge, 29x hilfreich)

@hh

eine PM

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#5
 Von 
Ratgeber@123.net
Status:
Beginner
(101 Beiträge, 25x hilfreich)

Zitat (von aspergius):
Es gibt ein Testament, in dem die Kinder auf das Pflichtteil gesetzt sind.


Eine solche Regelung ist unklar.

Zitat (von aspergius):
Demnach sind die Kinder keine Erben. sondern sondern haben nur Anspruch auf ihren Pflichteil.


Ob das wirklich so ist, bedarf zunächst einer Auslegung des Testaments.

-- Editiert von Ratgeber@123.net am 14.06.2020 22:38

Signatur:

Ehemaliger Nickname: Ratsuchender@123net

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#6
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8429 Beiträge, 3448x hilfreich)

Für das Finanzamt und das Nachlassgericht ist der Wert am Todestag entscheidend. Beim Pflichtteil wäre ich mir nicht so sicher. Der Anspruch entsteht doch erst bei Forderung des Pflichtteils. Das können bis zu 3 Jahre nach dem Erbfall sein. Der Erbe kann doch erst reagieren nach Forderung der anteiligen Summe. Ohne Forderung kein Pflichtteil!

Signatur:

Vernunft ist wichtiger als Paragraphen

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#7
 Von 
gerlind
Status:
Schüler
(379 Beiträge, 29x hilfreich)

@hh

vielen Dank.

grüsse
malia

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
aspergius
Status:
Praktikant
(910 Beiträge, 221x hilfreich)

Zitat (von Ratgeber@123.net):
Zitat (von aspergius):
Es gibt ein Testament, in dem die Kinder auf das Pflichtteil gesetzt sind.


Eine solche Regelung ist unklar.

Zitat (von aspergius):
Demnach sind die Kinder keine Erben. sondern sondern haben nur Anspruch auf ihren Pflichteil.


Ob das wirklich so ist, bedarf zunächst einer Auslegung des Testaments.

-- Editiert von Ratgeber@123.net am 14.06.2020 22:38

Warum ist das unklar bzw. auslegbar, wenn im Testament steht, die beiden Kinder xxx, geb. am tt.mm.jjjj
und yyy, geb. am tt.mm.jjjj sollen nur das Pflichtteil erhalten.
Ich verstehe nicht, warum dies nicht eindeutig ist.

Signatur:

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
aspergius
Status:
Praktikant
(910 Beiträge, 221x hilfreich)

Zitat (von malia):
@hh

vielen Dank.

grüsse
malia


Du kannst dich auch per pm bei hh bedanken. Warum machst du das in Form eines Beitrages?

Signatur:

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47178 Beiträge, 16717x hilfreich)

Zitat:
Beim Pflichtteil wäre ich mir nicht so sicher.


Doch, beim Pflichtteil ist das auch sicher.

Zitat:
Der Anspruch entsteht doch erst bei Forderung des Pflichtteils.


Nein, der Anspruch entsteht mit dem Todestag des Erblassers (§ 2317 BGB).

2x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Ratgeber@123.net
Status:
Beginner
(101 Beiträge, 25x hilfreich)

Zitat (von aspergius):
Warum ist das unklar bzw. auslegbar (… )


Ein Kind "auf das Pflichtteil setzen" kann nachstehende Bedeutungen haben:

- Erbeinsetzung in Höhe des Pflichtteils
- Enterbung
- Vermächtnis in Höhe des Pflichtteils

Signatur:

Ehemaliger Nickname: Ratsuchender@123net

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8429 Beiträge, 3448x hilfreich)

Zitat (von hh):
Nein, der Anspruch entsteht mit dem Todestag des Erblassers (§ 2317 BGB).
:cheers: Klasse! Danke.
Da habe ich mich in den Begrifflichkeiten verstrikt. Spielt denn die Forderung(Zeitpunkt) des Pflichtteilsberechtigten wirklich keine Rolle?

Signatur:

Vernunft ist wichtiger als Paragraphen

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47178 Beiträge, 16717x hilfreich)

Zitat:
Spielt denn die Forderung(Zeitpunkt) des Pflichtteilsberechtigten wirklich keine Rolle?


Für die Frage, ab wann Verzug eintritt, kann das eine Rolle spielen.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38080 Beiträge, 13918x hilfreich)

Hier ist doch zu unterscheiden zwischen dem Entstehen eines Anspruchs und dem Zeitpunkt der Geltendmachung. Der Anspruch entsteht mit dem Tod des Erblassers. Danach berechnet sich dann auch der Wert des Pflichtteils. Ab Geltendmachung kommt dann gegebenenfalls noch Verzugzins dazu.

wirdwerden

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