Haftung des Betreuers gegenüber Dritten

27. August 2021 Thema abonnieren
 Von 
Thomas Th.
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Haftung des Betreuers gegenüber Dritten

Hallo,

seit 4 Jahren betreue ich meine schwerkranke Mutter. Meine Mutter liegt seit 2 Jahren im Bett ist schwer Dement und hat den Pflegegrad 5. Ich betreue meine Mutter in allen Angelegenheiten und habe auch die Vorsorgevollmacht für Medizinische und Finanzielle Angelegenheiten. Am 24.06 2019 erhielt meine Mutter einen Brief von einer Internationalen Erbenermittlung Sie käme als Erbin eines Gesamtnachlasswertes von ca. 250.000 € in Betracht. Ich als Gesetzlicher Vertreter habe dann einen Vertrag unterzeichnet, in dem die Erbenermittlung sich verpflichtet gegen Honorar die Angelegenheit zu bearbeiten. Zu diesem Zweck wurde eine Anwältin beauftrag und es sollten keine weiteren Kosten anfallen. Am 02.07.2019 erhielt meine Mutter ein Schreiben der Anwältin, das die Angelegenheit bearbeitet wird es jedoch noch einige Monate dauern würde. Am 07.04.2020 erhielten wir ein Schreiben der Anwältin das beim Amtsgericht ein gemeinschaftlicher Teilerbschein beantragt wurde. Aus der Kopie des Erbscheines geht hervor das es 7 Erbberechtigte gibt. Des weiteren lag eine Vollmacht zur weiteren Bearbeitung der Angelegenheit bei die ich unterschrieb. Es wurde mir zugesagt das dadurch keinerlei Kosten für mich entstehen. Am 24.11.2020 setzte ich mich telefonisch mit der Anwältin in Verbindung und ich erhielt die Zusage das alles geregelt sei, ich mich jedoch noch etwas gedulden müsste. Am 26.08.2021 rief ich erneut die Anwältin an. Nun erfuhr ich das es sich bei dem Erbe um eine Immobilie handelt und das 4 der Erbberechtigten schon einen Erbschein erhalten hatten der jedoch hinfällig sei. Außerdem würden diese 4 Erben schon längere Zeit gerichtlich gegeneinander vorgehen. Bei einem Anruf am 27.08.2021 wollte ich mich über eventuelle Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Immobilie informieren. Dabei erfuhr ich das die Erblasserin in ihren letzten Lebensjahren über die Kommune versorgt wurde und aus diesem Grund eine Sicherungshypothek von 30.000 im Grundbuch eingetragen wurde. Nun zu meiner Frage. Bin ich als Vertreter meiner Mutter in der Haftung?

Mit freundlichen Grüßen
Thomas

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47218 Beiträge, 16728x hilfreich)

Zitat (von Thomas Th.):
Bin ich als Vertreter meiner Mutter in der Haftung?


Du meinst für die 30.000€? Nein.

Allerdings nehme ich an, dass Du das Ganze in absehbarer Zeit erben wirst und dann haftest Du natürlich.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
ratlose mama
Status:
Lehrling
(1342 Beiträge, 508x hilfreich)

Auf die Immobilie ist eine Sicherheit von 30.000 € eingetragen, die Immobilie ist aber ca. 250.000 € wert.

Also kann ja durch den Wert der Immobilie die Schuld getilgt werden und dann werden doch die übrigen 220.000 € durch die 7 Erben geteilt. Wo ist denn dann das Problem?

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Thomas Th.
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

vielen Dank für die Antworten. Nach letzter Entwicklung stellt sich die Situation wie folgt dar. Vier der Erben hatten schon einen Erbschein erhalten der nun natürlich hinfällig ist. Unter diesen ist auch seit einigen Monaten ein Rechtsstreit anhängig. Zwei Erben wollen vom Erbe zurücktreten. Zwei Erben reagieren auf keinerlei Anschreiben meiner Anwältin. Das Haus ist seit 2013 nicht bewohnt und sicher auch nicht im besten Zustand. In der nächsten Zeit werde ich vor Ort ein paar Fotos machen habe aber leider keine Möglichkeit Zugang zur Immobilie zu erhalten. Die Sicherungshypothek von 30.000 € wird seit 2009 mit 3% über dem üblichen Marktzins verzinst, das heißt wenn ich es richtig verstehe kommen auch bei 0% Zinsen im Moment trotzdem die 3% obendrauf. Wenn die Angelegenheit nicht zeitnah gelöst wird bleibt am Ende nicht viel übrig.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas

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