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Inwiefern kann eine Schenkung kurz vor dem Ableben von der Erbengemeinschaft zurückgefordert werden?

19. Mai 2022 Thema abonnieren
 Von 
hg6806
Status:
Beginner
(94 Beiträge, 15x hilfreich)
Inwiefern kann eine Schenkung kurz vor dem Ableben von der Erbengemeinschaft zurückgefordert werden?

Guten Tag,

wenn ein Erblasser kurz vor seinem Tod sein Auto einer nicht der Erbengemeinschaft angehörigen Person schenkt, kann diese dann das Fahrzeug zurückfordern?
In folgendem Fall hatte er 3 Tage vor seinem Tod noch das Fahrzeug unter Zeugen verschenkt samt allen Papieren, auch Fahrzeugbrief sowie allen Schlüsseln.
Auf Grund dieser Ungewissheit ist das Fahrzeug auch noch nicht umgemeldet worden, was aber sofort möglich wäre da, alle Unterlagen vorhanden sind.

Viele Dank!



-- Editiert von hg6806 am 19.05.2022 08:00

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12325.11.2022 10:42:04
Status:
Praktikant
(698 Beiträge, 108x hilfreich)

Dh die Erbengemeinschaft meint ernsthaft, sie können auch nach dem Tod bestimmen, was der Erblasser vor dem Tod verschenken darf??

So eine Schenkung kann aber Pflichtteilsergänzungsansprüche auslösen, aber das trifft ja bei einer Erbengemeinschaft nicht zu

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#2
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44195 Beiträge, 15757x hilfreich)

Zitat (von hg6806):
wenn ein Erblasser kurz vor seinem Tod sein Auto einer nicht der Erbengemeinschaft angehörigen Person schenkt, kann diese dann das Fahrzeug zurückfordern?


Nein, abgesehen von Extremsituationen, z.B. dass der Beschenkte den Erblasser umgebracht hat o.ä.

Wenn das restliche Vermögen des Erblassers geringer ist als der Wert des Autos ergibt sich jedoch ein Pflichtteilergänzungsanspruch.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
hg6806
Status:
Beginner
(94 Beiträge, 15x hilfreich)

Nun kam ein Brief von einem Anwalt (ohne Erbrecht) dass das Fahrzeug an die Erbengemeinschaft herauszugeben ist (ohne Frist) da der Verstorbene angeblich an Demenz litt.

Der Verstorbene war jedoch bei völlig klarem Verstand und in unseren Augen auch voll geschäftsfähig, jedoch wird in der Krankenakte des Krankenhauses eine leicht einsetzende Demenz attestiert sein.
Es gibt genügend Personen, die das Gegenteil bezeugen können.

Kann man hinterher eine Geschäftsunfähigkeit daraus "formen"?

Muss man überhaupt auf den Brief reagieren, zumal nicht einmal ein Frist enthalten ist?

Wohin das Fahrzeug geben, da es sowieso bei einem der Erbengemeinschaft (50/50) steht?

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44195 Beiträge, 15757x hilfreich)

Zitat (von hg6806):
Kann man hinterher eine Geschäftsunfähigkeit daraus "formen"?


Derjenige, der die Geschäftsunfähigkeit behauptet muss sie beweisen.

Zitat (von hg6806):
Muss man überhaupt auf den Brief reagieren, zumal nicht einmal ein Frist enthalten ist?


Nein, man muss nicht reagieren.

Zitat (von hg6806):
Wohin das Fahrzeug geben, da es sowieso bei einem der Erbengemeinschaft (50/50) steht?


Die Frage verstehe ich nicht.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
hg6806
Status:
Beginner
(94 Beiträge, 15x hilfreich)

Zitat (von hh):
Nein, man muss nicht reagieren.


Das heißt wenn man nicht darauf reagiert heißt es nicht automatisch dass ich damit einverstanden bin das Fahrzeug an die Erbengemeinschaft zurückzugeben?



Zitat (von hh):
Zitat (von hg6806):
Wohin das Fahrzeug geben, da es sowieso bei einem der Erbengemeinschaft (50/50) steht?

Die Frage verstehe ich nicht.



Im o.g. Fall ist die "nicht der Erbengemeinschaft angehörigen" Person, der das Fahrzeug geschenkt wurde, der Ehepartner der Erbengemeinschaft.
Somit steht das Fahrzeug bereits bei einem der Erbengemeinschaft zugehörigen Person.

Deshalb verstehe ich sowieso die Forderung das Anwaltes nicht, das Fahrzeug an die Erbengemeinschaft herauszugeben.


0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(106061 Beiträge, 37856x hilfreich)

Zitat (von hg6806):
Deshalb verstehe ich sowieso die Forderung das Anwaltes nicht, das Fahrzeug an die Erbengemeinschaft herauszugeben.

Herausgabe ≠ irgendwo rumstehen


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

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