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Kontrolle der Einhaltung von Testamentsbedingungen

 Von 
Grumbler
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)
Kontrolle der Einhaltung von Testamentsbedingungen

Hallo zusammen,

heute abend haben wir wieder unsere Kneipenrunde, bei der seit geraumer Zeit Fragen zu Erbschaftsangelegenheiten immer wieder abendfüllende Themen sind. Leider habe ich eine offene frage aus der letzten Woche noch nicht eingestellt :-o , was jetzt schnell nachholen werde:

Was müssen Erblasser berücksichtigen oder im Rahmen des Testaments "organiseren", damit Auflagen für Erbschaften oder Vermächtnisse (z.B. Enkelkind muss eine abgeschlossene Berufsausbildung nachweisen) wirksam sind.

Wie immer gab es auch zu dieser Frage rege Diskussionen in unserer Runde, bei der sich 2 Schwerpunktmeinungen herauskristallisierten:

1. Die Erblasser müssen einen Testamentvollstrecker benennen. Nur der kann die Auflagen kontrollieren. Ohne solche Instanz sind die Auflagen unwirksam.

2. Wen kein Testamentsvollstrecker benannt wird, liegt die Kontrollaufgabe bei den Haupterben, die im Zweifelsfall die Auszahlung eines Erbes/Vermächtnisses verweigern können.

Die Diskussion kam dann noch so richtig in Fahrt bezüglich der 2. Meinung, da diese vorgehensweise ja so richtig Probleme produzieren kann. Beispiel: Der/die Haupterbe/n mögen eine mit Auflagen bedachte Person nicht und die Auflagen sind auslegbar ... Hui > scheinbar ein heisses Eisen!

Wer kann mich bis heute späten Nachmittag zur Runde mit Meinungen und Erfahrungen versorgen? Danke schon ´mal im voraus, weil auf dem letzten Drücker ;-(

Gruß
Grumbler

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Testament Auszahlung Frage Testamentsvollstrecker


1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(40938 Beiträge, 14682x hilfreich)

Auflagen werden entweder durch den Testamentsvollstrecker, sofern einer eingesetzt wurde oder durch die beteiligten Erben und Vermächtnisnehmer kontrolliert.

Der Fall 2. kann so nicht eintreten. Vielmehr hat der Vermächtnisnehmer ein gerichtlich durchsetzbares Recht auf sein Vermächtnis. Darüber erfolgt dann die Kontrolle.

Ein Vermächtnisnehmer wird im Rahmen der Testamentseröffnung auch vom Nachlassgericht darüber informiert, dass er Anspruch auf ein Vermächtnis hat. Ein Erbe kann das also nicht ohne weiteres verschweigen.

Wenn sich jedoch alle Beteiligten darüber einig sind, dass sie vom Testament abweichen wollen, dann ist das möglich.

Wenn die Formulierung in einem Testament auslegungsbedürftig ist, dann kann es immer Streit geben, auch mit Testamentsvollstrecker. Der Testamentsvollstrecker hat bei Zweifeln an der Auslegung des Testamentes nämlich keineswegs die Befugnis, das Testament entsprechend der eigenen Auffassung auszulegen.

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