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Kosten, die nach dem Tod und vor Erhalt des Erbscheins entstehen

17.9.2019 Thema abonnieren Zum Thema: Erbe Nachlass erben
 Von 
Patience!
Status:
Beginner
(126 Beiträge, 25x hilfreich)
Kosten, die nach dem Tod und vor Erhalt des Erbscheins entstehen


Angenommen zwischen dem Tod des Erblassers und der Klärung, wer Erbe ist mit entsprechend verzögertem Erhalt des Erbscheins, und entsprechend verzögerter möglichkeit die Wohnnung zu räumen, vergeht eine Weile, es entstehen in dieser Zeit entsprechend Kosten,

Beispiele:
Miete
Neben- und Verbrauchskosten wie Strom, Wasser, Heizung, Treppenhausreinigung,...
Zeitungsabos
Kontogebühren/Konto-Überziehungsgebühren (Vollmacht hatte Erbe)
Kontogebühren/Konto-Überziehungsgebühren (Vollmacht hatten Pflichtteilsberechtigte)
...
fallen die in den Nachlass oder bereits in die zuständigkeit (zahlungspflicht) des Erben?

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Erbe Nachlass erben


9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cruncc1
Status:
Junior-Partner
(5593 Beiträge, 3611x hilfreich)

Zitat:
fallen die in den Nachlass oder bereits in die zuständigkeit (zahlungspflicht) des Erben?

Verstehe die Frage nicht, zumal es nur es offensichtlich nur einen Erben gibt.

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#2
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(35268 Beiträge, 12642x hilfreich)

Zitat:
fallen die in den Nachlass oder bereits in die zuständigkeit (zahlungspflicht) des Erben?

Welche Rolle sollte das spielen?

Da der Erbe aber bereits mit dem Tod des Erblasser Erbe geworden ist und nicht erst mit der Ausstellung des Erbscheins stellt sich die Frage auch gar nicht.

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#3
 Von 
Patience!
Status:
Beginner
(126 Beiträge, 25x hilfreich)

es gibt Pflichtteilsberechtigte, die ein Nachlassverzeichnis gefordert haben,
der Erbe hat solche Posten bei den Passiva aufgeführt.

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#4
 Von 
cruncc1
Status:
Junior-Partner
(5593 Beiträge, 3611x hilfreich)

Zitat:
es gibt Pflichtteilsberechtigte, die ein Nachlassverzeichnis gefordert haben,
der Erbe hat solche Posten bei den Passiva aufgeführt.

Das ist korrekt. Die Kosten für das Nachlassverzeichnis sind Nachlassverbindlichkeiten.

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#5
 Von 
Patience!
Status:
Beginner
(126 Beiträge, 25x hilfreich)

missverständnis?
der Erbe hat obengenannte Kosten

Zitat:
Beispiele:
Miete
Neben- und Verbrauchskosten wie Strom, Wasser, Heizung, Treppenhausreinigung,...
Zeitungsabos
Kontogebühren/Konto-Überziehungsgebühren (Vollmacht hatte Erbe)
Kontogebühren/Konto-Überziehungsgebühren (Vollmacht hatten Pflichtteilsberechtigte)
die in der Zeit zwischen dem Todestag des Erblassers und dem Erhalt des Erbscheins entstanden sind, als Passiva aufgeführt.
Er meint, da er in der Zeit nicht über die Wohnung/Konten verfügt hat, wären das Kosten, die in den Nachlass fallen.

Kosten für das Verzeichnis hat er nicht angeführt, auch Kosten Grab, Bestattung und die Feier dazu hat er nicht aufgeführt. hier wäre ich davon ausgegangen, dass die anzuführen sind.

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#6
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(35268 Beiträge, 12642x hilfreich)

Mieten und auch Nebenkosten gehören dann zu den Nachlassverbindlichkeiten, wenn der Erbe die entsprechenden Verträge zum nächstmöglichen Zeitpunkt gekündigt hat.
KG Berlin, Urteil vom 09.01.2006 (Az.: 8 U 111/05)

Wenn der Erbe dabei monatelang auf den Erbschein gewartet hat bevor er gekündigt hat, dann kann man sich jetzt prächtig darüber streiten ob ihm nicht eine frühere Kündigung möglich gewesen wäre.

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#7
 Von 
Patience!
Status:
Beginner
(126 Beiträge, 25x hilfreich)

Zitat:
Mieten und auch Nebenkosten gehören dann zu den Nachlassverbindlichkeiten, wenn der Erbe die entsprechenden Verträge zum nächstmöglichen Zeitpunkt gekündigt hat.
KG Berlin, Urteil vom 09.01.2006 (Az.: 8 U 111/05)
vielen Dank!!
ich hatte angenommen, hier gibts eine eindeutige Vorgabe "ab Todestag"
Zitat:
Wenn der Erbe dabei monatelang auf den Erbschein gewartet hat bevor er gekündigt hat, dann kann man sich jetzt prächtig darüber streiten ob ihm nicht eine frühere Kündigung möglich gewesen wäre.
weiter prächtig streiten ließe sich in diesem Fall wahrscheinlich in der Frage, wer schuld an der späten Antragstellung (Erbschein) ist...

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#8
 Von 
AR0710
Status:
Schüler
(192 Beiträge, 44x hilfreich)

Warum soll irgendjemand an der "späten Antragstellung" Schuld sein. Ein Erbschein wird nicht benötigt um Erbe zu sein. Das ist oben schon mal angesprochen worden. Mit dem Tod des Erblassers ist der Nachlass auf die berufenen Erben übergegangen. Mit einem Erbschein hat das nix zu tun.

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#9
 Von 
Patience!
Status:
Beginner
(126 Beiträge, 25x hilfreich)

Zitat (von AR0710):
Mit dem Tod des Erblassers ist der Nachlass auf die berufenen Erben übergegangen.
eben deswegen hatte ich angenommen, es gehen auch Lasten und Kosten auf ihn über.

Zitat:
Mit einem Erbschein hat das nix zu tun.
ich weiß nicht, wie es mit Wohnungen ist, aber Konten konnten ohne Erbschein nicht aufgelöst, ohne Vollmacht nichtmal eingesehen werden, das Grundbuch auch nicht eingesehen werden.
Also wird jemand zwar nicht erst durch den Erbschein zum Erben, aber erst der Erbschein macht ihn handlungsfähig.

Wenn es nun ein handschriftliches Testament gibt, welches keinen eindeutigen Erben beruft,
das Testament also erst ausgelegt werden muss,
was aber erst nach Beantragung eines Erbscheins geschieht,
was wiederum erst geschieht, wenn jemand annimmt, dass er Erbe ist und ihn stellen kann,
hat der Erbe u.U. erst mit Erhalt des Erbscheins sichere Kenntnis von seiner Erbenstellung.
Erbe ist er dann zwar trotzdem bereits mit Todesfall, aber bis zur Kenntnis darüber kann viel Zeit vergangen und jede Menge Kosten entstanden sein.
Potential für Schuldzuweisungen gibts immer genug

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