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Miteigentum -Vorkaufsrecht?

5. November 2005 Thema abonnieren
 Von 
belle
Status:
Praktikant
(826 Beiträge, 126x hilfreich)
Miteigentum -Vorkaufsrecht?

Tagesgruß,

ich poste hier, da der Sachverhalt stark anlehnt an Miteigentum/Miterbe (§ 2034 BGB Vorkaufsrecht).
Sachverhalt:
Das Miteigentum an einem Grundstück besteht je zu 50% (ideelle Hälfte) für 2 Personen (A+B). Nicht aus einer gemeinsamen Erbschaft und auch nicht aus familiärer Bindung.
Das Grundstück ist nicht teilbar.

Nun möchte A seinen Anteil an C verkaufen. Die wirtschaftliche Nutzung soll hier mal außer Acht gelassen werden :-))
Fragen:
1.Hätte B ein Vorkaufsrecht (analog § 2034 BGB Miterbe)?
2.Wenn ja ?? BGB
3.Wenn ja und A verkauft an C ohne es B zum Kauf anzubieten.
Konsequenzen? C müßte gegebenenfalls an B wieder verkaufen?
4.Der Verkauf von A an C findet statt. Verjährungsfrist bezüglich
Ziff. 3 Vorkaufsrecht des B?

Danke für Antworten

mfg

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
sika0304
Status:
Schlichter
(7944 Beiträge, 2879x hilfreich)

Warum bietet A denn nicht B erst einmal seinen Anteil an?

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
belle
Status:
Praktikant
(826 Beiträge, 126x hilfreich)

@sika0304
..eine durchaus berechtigte Frage, deren Hintergründe ich kurz erläutere, was auch hier ins *Erbrecht* paßt, zumal es auch zur Warnung und Aufmerksamkeit unter den Begriff
*Erbschleicher* oder *wie komme ich an das Vermögen anderer Leute* paßt.
Vorweg, ich bin nicht betroffen.

Sachvehalt:
Grundstück gehörte Bruder und Schwester je zu 1/2 Anteil, aus Erbe von Eltern.

Bruder ist Allein-lebend-nutzer des Haus/Grundstück mit Einverständnis der Schwester.
Bruder hatte seit Jahrzehnten Testament zu Gunsten der Schwester hinterlegt.
Bruder wird krank, ein Pflegedienst wird für ihn aktiv ca. 18 Monate, zuerst 1. Stufe, dann zuletzt 3. Stufe.

Pflegedienst hatte von Anfang an ein *Auge auf Haus und Grundstück * des Alleinlebenden geworfen.
Etwa 3 Monate vor seinem Tod, beorderte der Pflegedienst einen Notar ans Krankenbett im Krankenhaus. Patientenvollmacht, Kontenvollmacht pp hatte der *Dienst* sich bereits vorher unterschreiben lassen.

Notarielle Testamentsbeurkundung Pflegedienst,- hier Einzelperson, die sich im Verlauf dieser Pflege selbstständig machte- ist Alleinerbin des Bruders.

Der Erfall tritt ein! Eine Anfechtung
d i e s e s Testaments hätte kaum Aussicht auf Erfolg.
*Legale Abzocke* durch *Pflegedienste* könnte ein umfangreicher Beitrag heißen, den ich in Erfahrung brachte. Aber gerade hier wäre Verallgemeinerung ausdrücklich unangebracht!!

Ich denke, die Ausgangsfrage *warum* wurde beantwortet und hoffe, Aufmerksamkeit zum Schutze eigener Angehöriger oder Nachbarn in dieser Richtung geweckt zu haben.

mfg

-- Editiert von belle am 06.11.2005 01:29:17

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
sika0304
Status:
Schlichter
(7944 Beiträge, 2879x hilfreich)

Natürlich konnte dein Bruder per Testament sein Hab und Gut anderen vererben.
Aber steht der Schwester nicht ein Pflichtteil zu?
Also auf jeden Fall würde ich ab sofort das Haus mit nutzen und den Garten, denn schließlich gehören der Schwester 50 % und da kann sie ja genauso dadrin leben und machen was sie will. Wenn jetzt also C kauft, was hat er davon, dass er 50 %-Anteil hat? Allerdings wenn die Schwester wirklich ihren Anteil verkauft bekommt, umso besser.
Bei dem oben beschriebenen Fall Notar ins Krankenhaus usw. vielleicht mal bei der Notarkammer anfragen, ob so ein Vorgehen korrekt ist.
Vielleicht gibt es auch ärztliche Hinweise, dass der Bruder schon gar nicht mehr geschäftsfähig war?

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
belle
Status:
Praktikant
(826 Beiträge, 126x hilfreich)

...nun, von der Ausgangsfrage: "Vorkaufsrecht bei Miteigentum", kommen wir ab :-))

Dennoch ein paar Anmerkungen zu Deinem Posting.
1. Natürlich kann man die Willensentscheidung
ändern, dubios ist es in diesem Fall
dennoch.

2. Geänderte Willensentscheidung, obwohl
50%tiger Teil einer anderen Person gehört.
Hier kein *Vorrecht*. Im Falle des
Verkaufs gegebenenfalls Vorkaufsrecht.
Hier kommt es bei unteilbarem Miteigentum
zu einer vom Gesetzgeber m.E. nicht
gewollten Situation.

3. Gegenüber Geschwister gibt es keinen
Pflichtteilsanspruch.

4. Eine notarielle Beglaubigung ist schwer
anfechtbar. Natürlich hat der Notar sich
von dem geistigen Zustand zu überzeugen.

5. Mitnutzung: Hier käme nur ein
finanzieller Ausgleich des Alleinnutzers
an den Miteigentümer in Betracht.

6 Bei Verkauf des Miteigemtums von A an C
wäre die Situation wie augenblicklich, nur
C wäre Miteigentümer.
Warum dieser Zustand herbeigeführt werden
soll. Diese Erörterung würde hier von der
Ausgangsfrage nach dem *Vorkausrecht*
noch weiter abschweifen.

Deshalb hier noch einmal die Kernfrage:

*Besteht bei Miteigentum, nicht Miterbe, Vorkaufsrecht gegenüber Miteigentümer?*

mfg



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