Muss jeder der Erbengemeinschaft zustimmen bei Onlinestellung Immobilie?

15. Oktober 2023 Thema abonnieren
 Von 
Lenokwil24
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)
Muss jeder der Erbengemeinschaft zustimmen bei Onlinestellung Immobilie?

Hallo in die Runde.

Angenommen 4 Geschwister (wohnen quer durch die Republik verteilt) haben aufgrund Todesfall vom Vater einen kleinen Hof in Hessen zu gleichen Teilen geerbt. Keine weiteren Erben.
3 Geschwister wollen verkaufen und sind mit dem Gebot (Sachwert plus 20.000€) des einen Geschwisterteils, der den Hof unbedingt erhalten möchte und als einziger Bezug dazu hat, noch nicht zufrieden. Interessenten gibt es sonst noch keine.

Die 3 Geschwister wollen den Hof nun online anbieten, um einen möglichst hohen Verkaufswert zu erzielen oder zum Handeln einen Gegenpreis zum steigern des Einigungspreises zu erhalten.

Frage 1:
Müssen dafür alle zustimmen, damit diese Daten des Hauses online angeboten werden? Auch, wenn es zunächst nur zum finden von Preisangeboten ist?

Frage 2:
Wie sähe es mit möglichen Risiken aus. Angenommen unbekannte Dritte verwenden die Fotos der Immobilie und kassieren vorgetäuschte Gelder für fiktive Vorkaufsrechte usw. Könnten sich dann mögliche Risiken entwickeln und tragen diese dann alle oder nur die, die inseriert haben?

Frage 3:
Müssen im Falle eines Verkaufes über einen Makler die Maklerprovision alle Geschwister tragen oder nur die, die den Makler beauftragt haben?

Falls jemand etwas weiß, würde das sehr helfen.

Beste Grüße
Lenokwil24

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cirius32832
Status:
Senior-Partner
(6893 Beiträge, 1458x hilfreich)

Frage 1:
Ohne Einvernehmen kein Verkauf

Frage 2:
In diesem Falle riecht es ja nach Betrug durch dritte - Dafür haftet der Betrüger. Ist aber unwahrscheinlich, dieses Szenario

Frage 3:
Es macht immer Sinn bei so vielen Parteien festzulegen, dass alle Einnahmen / alle Kosten durch alle 4 Geteilt werden

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118551 Beiträge, 39590x hilfreich)

Zitat (von Lenokwil24):
Frage 1:
Müssen dafür alle zustimmen, damit diese Daten des Hauses online angeboten werden? Auch, wenn es zunächst nur zum finden von Preisangeboten ist?





Zitat (von Lenokwil24):
Wie sähe es mit möglichen Risiken aus.

Gibt es.



Zitat (von Lenokwil24):
Könnten sich dann mögliche Risiken entwickeln

Durchaus ja.



Zitat (von Lenokwil24):
tragen diese dann alle oder nur die, die inseriert haben?

In der Regel tragen diese Risiken die Verantwortlichen.



Zitat (von Lenokwil24):
Müssen im Falle eines Verkaufes über einen Makler die Maklerprovision alle Geschwister tragen oder nur die, die den Makler beauftragt haben?

Wer am Ende die Kosten trägt, das können diese frei vereinbaren.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#3
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16819 Beiträge, 5862x hilfreich)

Frage 1): Nein, nur zur Schaltung der Annonce braucht keine der anderen Parteien die Einwilligung zu erteilen.
Frage 2): Ernst gemeint? Wenn jemand betrügen möchte, dann macht er das. Dagegen gibt es keinen wirklichen Schutz. Selbstverständlich kann man durch einen Betrüger Probleme bekommen. Ein Risiko für die Erbengemeinschaft sehe ich nicht. Deine Angst ist nicht wirklich begründbar.
Frage 3): Die Erbengemeinschaft wird den Makler beauftragen also wird auch die Erbengemeinschaft gesamtschuldnerisch haften und die Maklergebühr tragen müssen.

Davon abgesehen: Jede Partei hat einzeln das Recht eine Teilungsversteigerung zu veranlassen, denn genau zu dem Zweck der gerechten Aufteilung, wenn sich die Parteien untereinander uneinig sind, ist das Mittel der Teilungsversteigerung vorhanden. Jede der Parteien darf dann natürlich mitbieten um die Immobilie selbst zu ersteigern.

Signatur:

Folgende Nutzer werden blockiert, ich kann deren Beiträge nicht lesen: AR377, Xipolis, Jule28

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#4
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16819 Beiträge, 5862x hilfreich)

Frage 1): Nein, nur zur Schaltung der Annonce braucht keine der anderen Parteien die Einwilligung zu erteilen.
Frage 2): Ernst gemeint? Wenn jemand betrügen möchte, dann macht er das. Dagegen gibt es keinen wirklichen Schutz. Selbstverständlich kann man durch einen Betrüger Probleme bekommen. Ein Risiko für die Erbengemeinschaft sehe ich nicht. Deine Angst ist nicht wirklich begründbar.
Frage 3): Die Erbengemeinschaft wird den Makler beauftragen also wird auch die Erbengemeinschaft gesamtschuldnerisch haften und die Maklergebühr tragen müssen.

Davon abgesehen: Jede Partei hat einzeln das Recht eine Teilungsversteigerung zu veranlassen, denn genau zu dem Zweck der gerechten Aufteilung, wenn sich die Parteien untereinander uneinig sind, ist das Mittel der Teilungsversteigerung vorhanden. Jede der Parteien darf dann natürlich mitbieten um die Immobilie selbst zu ersteigern.

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#5
 Von 
Lenokwil24
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

vielen Dank für eure Antworten.
Wie sähe es mit einem Schild am oder im Haus mit der Aufschrift "Zu Verkaufen" aus?
Könnte sich hier eine der Parteien dagegen wehren? Oder müsste sie es dulden?
Für einen Verkauf gibt es kein Einvernehmen.

Allen eine Gute Nacht
Lenokwil24

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#6
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16819 Beiträge, 5862x hilfreich)

Selbstverständlich dürfte man solch ein Schild aufhängen. Genauso selbstverständlich ist es aber auch, dass eine andere Partei dieses Schild wieder abhängen dürfte. Macht also genau 0 Sinn.

Signatur:

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