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Mutter 89 Jahre, im Grundbuch Wohnrecht - kann sie das löschen ?

 Von 
martina037
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Mutter 89 Jahre, im Grundbuch Wohnrecht - kann sie das löschen ?

Guten Tag,
meine Mutter mit 89 hat im Grundbuch lebenslanges Wohnrecht.
Da ich selber bereits über 60 Jahre bin, möchte ich mein Haus (geerbt 1994)
meinem Sohn überschreiben.
Ich selber werde, wenn meine Mutter nicht mehr da ist, in diese Wohnung
ziehen. Mein Sohn zieht dann in meine jetzige Wohnung als zukünftiger Eigentümer
ein. Es wird also nichts verkauft oder vermietet.

Meine Frage ist, kann ich das Haus an Sohn weitergeben und ist das Wohnrecht
dann von meine Mutter erloschen oder bleibt es dann weiter bestehen?
Falls es bestehen bleibt, kann meine Mutter (geistig fit) freiwillig den Grundbucheintrag
löschen lassen, so dass das Wohnrecht erloschen ist ?

Sollte sie ins Pflegeheim kommen (ihre Rente reicht nicht) kann das Sozialamt trotzdem Forderungen an mich stellen ?

Wie kann man es richtig machen, ohne dass das Sozialamt mich zur Zahlung verpflichtet, aufgrund
des freiwillig aufgegebenen Wohnrechts?

Ich habe noch einen Bruder, dieser hat sein Erbe bereits von Ihr 1994 erhalten und hat keine Ansprüche mehr.

Wie wäre es, wenn das Sozialamt das aufgegebene Wohnrecht nicht akzeptiert und wir für das Heim zuzahlen müssen ? Zahle ich dann mehr als mein Bruder?

Vielen Dank für Ihren Rat.

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Haus Wohnrecht Mutter Sohn


9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(35174 Beiträge, 12609x hilfreich)

Zitat:
Meine Frage ist, kann ich das Haus an Sohn weitergeben und ist das Wohnrecht
dann von meine Mutter erloschen oder bleibt es dann weiter bestehen?

Das Wohnrecht bleibt bei der Übertragung bestehen.

Zitat:
Falls es bestehen bleibt, kann meine Mutter (geistig fit) freiwillig den Grundbucheintrag
löschen lassen, so dass das Wohnrecht erloschen ist ?

Das könnte sie machen.

Zitat:
Sollte sie ins Pflegeheim kommen (ihre Rente reicht nicht) kann das Sozialamt trotzdem Forderungen an mich stellen ?

Die Löschung des Wohnrechtes ist eine Schenkung an Dich, dessen Wert innerhalb von 10 Jahren zurückgefordert werden kann, wenn die Oma bedürftig wird.

Zitat:
Wie kann man es richtig machen, ohne dass das Sozialamt mich zur Zahlung verpflichtet, aufgrund des freiwillig aufgegebenen Wohnrechts?

Gar nicht.

Zitat:
Wie wäre es, wenn das Sozialamt das aufgegebene Wohnrecht nicht akzeptiert und wir für das Heim zuzahlen müssen ? Zahle ich dann mehr als mein Bruder?

Zunächst einmal wird der Wert des Wohnrechtes alleine von Dir zurück gefordert. Wenn das nicht reicht, dann müssen Du und Dein Bruder entsprechend Eurer Einkommensverhältnisse für die Pflegekosten aufkommen.

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#2
 Von 
martina037
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die schnelle Antwort.

Ihre Antwort:
Die Löschung des Wohnrechtes ist eine Schenkung an Dich, dessen Wert innerhalb von 10 Jahren zurückgefordert werden kann, wenn die Oma bedürftig wird.

Die Mutter ist 89, da zählen doch keine 10 Jahre mehr, sondern nur 3 Jahre, oder ?

Würde das Sozialamt dann für 10/3 Jahre das Geld sofort wollen oder müsste das mtl. solange
dazu bezahlt werden, bis es aufgebraucht ist. Erst danach würde mein Bruder mit ins Boot genommen werden.


Dann wäre es ja für meinen Sohn besser, wenn ich kein Wohnrecht für die Zukunft für mich möchte,
sonst ist er geknebelt wie ich jetzt.

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#3
 Von 
Scappler
Status:
Lehrling
(1162 Beiträge, 720x hilfreich)

Zitat (von martina037):
Dann wäre es ja für meinen Sohn besser, wenn ich kein Wohnrecht für die Zukunft für mich möchte,
sonst ist er geknebelt wie ich jetzt.

Richtig, für den Sohn wäre es besser, wenn kein Wohn- oder Niesbrauchrecht eingetragen ist.
Nur für dich wäre es besser, wenn etwas eingetragen ist.
Man kann nie wissen, was die Zukunft bringt.
Wenn es zwischen dir und deinem Sohn zum Zerwürfnis kommen sollte und er dich aus dem Haus haben will, dann stehtst du plötzlich auf der Straße.

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#4
 Von 
cruncc1
Status:
Junior-Partner
(5572 Beiträge, 3601x hilfreich)

Zitat:
Die Mutter ist 89, da zählen doch keine 10 Jahre mehr, sondern nur 3 Jahre, oder ?

Nö, das Alter der Mutter spielt keine Rolle.

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#5
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(35174 Beiträge, 12609x hilfreich)

Zitat:
Die Mutter ist 89, da zählen doch keine 10 Jahre mehr, sondern nur 3 Jahre, oder ?

Der Rückforderungsanspruch kann auch bei einer 89-jährigen für 10 Jahre geltend gemacht werden. Das ist nicht zu verwechseln mit dem Wert des Wohnrechtes, das bei einer 89-jährigen das 4,63-fache der ortsüblichen Jahresmiete beträgt.

Im Übrigen würde ich auch Dir dringend empfehlen, ein Wohnrecht zu Deinen Gunsten eintragen zu lassen, wenn Du sicher sein willst, dass Du Deinen Lebensabend in dem Haus verbringen kannst.

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#6
 Von 
martina037
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank !

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#7
 Von 
Akkarin
Status:
Student
(2416 Beiträge, 616x hilfreich)

Zitat (von hh):
Zitat:

Im Übrigen würde ich auch Dir dringend empfehlen, ein Wohnrecht zu Deinen Gunsten eintragen zu lassen, wenn Du sicher sein willst, dass Du Deinen Lebensabend in dem Haus verbringen kannst.

+ das Recht zur Rückauflassung

Signatur:If you are going through hell, keep going. - Winston C.
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#8
 Von 
Nora2030
Status:
Beginner
(73 Beiträge, 5x hilfreich)

Weshalb soll Deine Mutter ins Pflegeheim? Ist sie körperlich nicht mehr fit, sondern nur geistig? Oder möchtest Du sie loswerden, um mit Deinem Sohn in diesem Haus leben zu können?

Zum Glück kann deine Mutter wohnen bleiben und wenn sie geistig fit ist, soll sie selbst entscheiden, wo sie leben möchte.

Sollte sie allerdings krank sein und Du nicht mehr die Kraft haben, sie zu pflegen, dann kann ich Deine Fragen nachvollziehen, dazu haben Dir die anderen User schon Antworten gegeben.

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#9
 Von 
martina037
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Nora, bitte unterstelle so was nicht, dass ich sie loshaben will !!! Zu Deiner Info, sie hat es selber erwähnt, dass wenn sie mal in die Hose kackt, ins Heim will......

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