Mutter bald insolvent, Haus noch nicht abbezahlt

4. März 2021 Thema abonnieren
 Von 
S.Held
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Mutter bald insolvent, Haus noch nicht abbezahlt

Meine Mutter (alleinlebend, nur ein Kind) hat vor >10 Jahren ein Haus zu 100% finanziert gekauft (Das ging 2008 noch), die Schulden sind bisher nur zu einem geringen Teil abgetragen und sie steht nun mittelfristig vor der Privatinsolvenz. Welche Möglichkeiten habe ich das Haus zu übernehmen und sie dort als Mieterin wohnen zu lassen? Klassisch abkaufen würde hohe Vorfälligkeitsentschädigung der finanzierenden Bank gegenüber mit sich bringen. Zumal der Wert der Immobilie laut letzter Schätzung des Ortsgerichts (das ist eine Sonderdienstleistung, die es so nur in Hessen gibt) sich im Bereich der Restschuld bewegt. Hinzu kommt eine über die Jahre angehäufte Liste an notwendigen Reparaturen u.ä.

Kaufe ich ihr das Haus ab und lasse sie als Mieterin drin wohnen, mache ich ein deutliches Minusgeschäft.
Überweise ich ihr monatlich Elternunterhalt um den Hauskredit zu bestreiten, "verpufft" das Geld quasi im Nichts und sollte meine Mutter einst sterben, hängen trotzdem noch Schulden dran.

Was kann ich tun?

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hiphappy
Status:
Junior-Partner
(5548 Beiträge, 2499x hilfreich)

Zitat (von S.Held):
Was kann ich tun?


Du kannst gar nichts tun.

Deine Mutter muss sich entscheiden, ob sie das Haus jetzt verkauft, oder wartet, bis es ihr weggepfändet wird.

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#2
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47640 Beiträge, 16840x hilfreich)

Ein Hauskauf gegen Übernahme des Darlehens wäre in so einem Fall eine mögliche Variante.

Ist denn inzwischen eine Prolongation des Darlehens erfolgt?

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#3
 Von 
S.Held
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hh):
Ein Hauskauf gegen Übernahme des Darlehens wäre in so einem Fall eine mögliche Variante.

Ist denn inzwischen eine Prolongation des Darlehens erfolgt?

ja, Vertrag lief 2018 aus und wurde nochmal um 10 Jahre verlängert. Meine Mutter ist in gerichtlicher Betreuung, ich wohne am anderen Ende des Landes. Der Betreuer hat sich leider nie richtig mit ihr über ihre Finanzen gebeugt und auf mich hat sie leider nie gehört.

Die Bank hat schon gesagt wie viel Zinsschaden on top käme und das plus Darlehen entspricht etwa dem Schätzwert des Gerichts. Kaufnebenkosten (wenn auch bei Familienverkauf geringer) kommen da ja noch dazu.
Und dann eben die ganzen kleineren Reparaturen am Haus, die sich so langsam auftürmen.

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#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47640 Beiträge, 16840x hilfreich)

Warum übernimmst Du nicht einfach das Darlehen? Dann fällt keine Vorfälligkeitsentschädigung an.

Da Deine Mutter allerdings unter gerichtlicher Betreuung steht, ist für einen Verkauf auch die Genehmigung des Gerichtes erforderlich.

Das wiederum heißt, dass Du das Haus nur zum Verkehrswert kaufen kannst.

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