Nachlass - Ehe und Erbvertrag

10. Juli 2024 Thema abonnieren
 Von 
msn594995-63
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)
Nachlass - Ehe und Erbvertrag

Guten Nachmittag allerseits,

angenommen der fiktive Fall, dass die Eltern vor Jahrzehnten einen notariell festgehalten Ehe- und Erbvertrag aufsetzen ließen. Nun starb vor einiger Zeit der Vater. Daraufhin bekamrh auch die Kinder eine beglaubigte Abschrift vom zuständigen Nachlassgericht zugesandt. Darin heißt es, unter anderem

Zitat:
II. Erbvertrag.
§1
Der zuerststerbende Ehegatte setzt den überlebenden Ehegatten zu seinem unbeschränkten Alleinerben ein. Diese Erbeinsetzung erfolgt ohne Rücksicht auf eine etwaige Wiederverheiratung des Überlebenden und ohne Rücksicht darauf, ob der zuerststerbende Ehegatte Abkömmlinge hinterläẞt oder nicht.
§2
Sind beim Tode des zuerststerbenden Ehegatten gemeinschaftliche Abkömmlinge aus unserer Ehe vorhanden, so wird diesen hiermit, soweit sie gesetzliche Erben wären, je ein Geldvermächtnis in Höhe des Werts ihrer gesetzlichen Erbteile am Nachlaẞ des zuerststerbenden Ehegatten zugewendet.

Für die Vermächtnisse und ihre Berechnung gelten die folgenden Bestimmungen:

1.Die Vermächtnisse fallen an mit dem Erbfall. Die Fälligkeit tritt erst ein mit dem Tode des überlebenden Ehegatten. Die Vermächtnisse sind bis zur Fälligkeit nicht zu verzinsen und können vor der Fälligkeit nur mit Zustimmung der Vermächtnisnehmer ganz oder teilweise erfüllt werden.

2. Die Vermächtnisberechnung kann vom Beschwerten und vom Bedachten jederzeit verlangt werden. Es ist maßgebend der Bestand des Nachlasses im Zeitpunkt des Erbfalls und der Wert im Zeitpunkt der Berechnung des Vermächtnisses. Vom überlebenden Ehegatten in der Zwischenzeit vorsätzlich oder grob fahrlässig verschuldete Bestands- und Wertminderungen sind rechnungsmäẞig zu ersetzen, wobei die Verwertung des Nachlasses zur Bestreitung des angemessenen Unterhalts kein Verschulden darstellt und für diese Minderung kein Ersatz zu leisten ist.


Was könnte dies "übersetzt" heißen? Auf den Ehemann war vor Beginn des Ehevertrags ein bebautes Grundstück eingetragen. Ein weiteres unbebautes Grundstück war auf Ehemann und Ehefrau zu je 1/2 eingetragen. Beides wurde durch den Ehevertrag Gesamtgut.

Was bedeutet für die zwei Abkömmlinge insbesondere §2 des Erbvertrags. Ein Geldvermächtnis in Höhe der des Werts vom gesetzlichen Erbteil am Nachlass des zuerststerbenden. Wurde darunter dann auch das Grundstück und Haus zählen, oder das nicht, da es Gemeinegentum des Ehepaares war?

-- Editiert von User am 10. Juli 2024 16:19

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(48077 Beiträge, 16983x hilfreich)

Zitat (von msn594995-63):
Wurde darunter dann auch das Grundstück und Haus zählen, oder das nicht, da es Gemeinegentum des Ehepaares war?

Es würde zur Hälfte zählen.

Zitat (von msn594995-63):
Was bedeutet für die zwei Abkömmlinge insbesondere §2 des Erbvertrags.

Wenn beide Abkömmlinge auch zu gleichen Teilen den überlebenden Ehegatten beerben, dann ist die Klausel wertlos.

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