Nachlassangelegenheit unbekannter Erbe aus der USA - Hinterlegtes Erbe - Brief vom Amtsgericht

1. Juli 2023 Thema abonnieren
 Von 
ojra
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 1x hilfreich)
Nachlassangelegenheit unbekannter Erbe aus der USA - Hinterlegtes Erbe - Brief vom Amtsgericht

Hallo zusammen,

unsere Mutter ist leider vor zwei Wochen gestorben. Nun haben wir einen Brief vom Amtsgericht bzgl. einer länger zurückliegenden Erbschaft erhalten:

Der Brief lautet wie folgt:

[i][i]Sehr geehrte Frau xxxxx,

in der Nachlassangelegenheit Frau xxx. xxxx,

wurde dem Nachlassgericht mitgeteilt, dass bei der hiesigen Hinterlegungsstelle für die unbekannten Erben ein Betrag von 23.530,00 € hinterlegt wurde.

Aus dem Verfahren X XX XXX/XX ist bekannt, dass Sie zu den gesetzlichen Erben gehören. Der Erbscheinantrag wurde damals zurückgenommen, da es Schwierigkeiten bei der Ermittlung von evtl. noch in den USA lebenden Erben (Zweig des in die USA ausgewanderten Bruders XX XXX) gab.

Es wird um Mitteilung gebeten, ob Sie nunmehr aufgrund des hinterlegten Betrages beabsichtigen, einen neuen Erbscheinantrag zu stellen und die hierzu notwendigen Ermittlungen eines Erbenermittlers zum Zweig des Herrn xx xxxx beauftragen werden.

Mit freundlichen Grüßen
[/i][/i]




Wir wissen noch das es damals schon Probleme gab bzgl. dem ausgewanderten Bruders.. Insg. scheint es 5 Erben zu geben, von denen 4 Bekannt waren. 2 von diesen sind zwischenzeitlich auch schon verstorben.

Ich denke das ich und mein Bruder als Erben meiner Mutter nun hierzu zuständig sind. Ich verstehe den Brief nur nicht ganz.

Also, es sind damals diese 23.530,00 Euro hinterlegt worden, bis jetzt scheint noch kein Erbe aus dem Zweig des Bruders gefunden worden zu sein. Verstehe ich es richtig das wir uns nun entscheiden können einen Anspruch darauf geltend zu machen?

Aber warum müssen wir einen Erbenermittler in der USA einschalten? Ich denke das dieses auch viel Kosten wird. Was würde mit dem hinterlegten Gelb passieren wenn wir hier nichts weiter unternehmen würden?

Wer kann hier Licht ins dunkle bringen?

Vielen Dank schonmal.

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118551 Beiträge, 39590x hilfreich)

Zitat (von ojra):
Verstehe ich es richtig das wir uns nun entscheiden können einen Anspruch darauf geltend zu machen?




Zitat (von ojra):
Aber warum müssen wir einen Erbenermittler in der USA einschalten?

Es ist kein "muss", das ist freiwillig.
Weil es doch offenkundig recht sinnlos ist, wenn jemand ohne Ahnung da von DE aus herumwurstelt, ist es halt sinnig einen Profi zu beauftragen.



Zitat (von ojra):
Ich denke das dieses auch viel Kosten wird.

Was es kostet, das kann man zuvor erfragen.
Und es hängt auch von der von euch geleisteten Vorarbeit ab.



Zitat (von ojra):
Was würde mit dem hinterlegten Gelb passieren wenn wir hier nichts weiter unternehmen würden?

Dann beleibt es wo es ist und irgendwann bekommt es der Staat.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16299 Beiträge, 9228x hilfreich)

Zitat (von ojra):
Also, es sind damals diese 23.530,00 Euro hinterlegt worden, bis jetzt scheint noch kein Erbe aus dem Zweig des Bruders gefunden worden zu sein.

Ja.

Zitat (von ojra):
Verstehe ich es richtig das wir uns nun entscheiden können einen Anspruch darauf geltend zu machen?

Nein.
Sie können entscheiden, ob das Gericht jetzt mit Hilfe eines Erbenermittlers nach Erben aus dem Zweig des Bruders suchen soll oder nicht. Dafür würden Kosten anfallen, die aus dem Erbe bezahlt werden, so dass sich das Erbe verringert.

Zitat (von ojra):
Was würde mit dem hinterlegten Gelb passieren wenn wir hier nichts weiter unternehmen würden?

Dann wird nicht nach Erben aus dem Zweig des Bruders gesucht und das Geld bleibt da wo es ist. So lange, bis sich die Erben aus den USA von alleine melden (ziemlich unrealistisch) oder Sie die Erben in den USA selbst ausfindig machen und dem Gericht mitteilen.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
ojra
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 1x hilfreich)

Habe ein bischen nachgeforscht.

Die o.g. Erbsumme ist nach 15 Jahren neu aufgetaucht da irgendein Fond fällig geworden ist.

Der Erbe aus den USA ist um 1920 aus Deutschland in die USA ausgewandert. Danach hatte keiner aus der großen Familie mehr Kontakt gehabt. Eine Suche nach Angehörigen scheint recht aussichtslos. Aus Höhrensagen soll dieser aber auch keine Kinder gehabt haben. Er selbst sollte zwischenzeitlich verstorben sein.

Es sind aber derzeit 5 rechtsmäßige noch lebende Erben bekannt, nur der aus den USA nicht.

Bleibt den hier eine Möglichkein anteilig an das Erbe zu kommen (23.530 € : 6 = 3921,66€ pro Person) und der Anteil für den Bruder aus den USA bleibt bei der Verwahrstelle?

Ich finde es befremdnlich das das Erbe aufgrund einer nicht auffindbaren / Toten Person nicht ausgezahlt wird und dann wahrscheinlich nach 30 Jahren an den Staat geht obwohl es lebende bekannte Erben gibt.

Jemand sagte uns wir können einen Teilerbschein beantragen. Macht man sowas alleine oder mit allen anderen bekannten Erben zusammen?

Danke!

-- Editiert von User am 4. Juli 2023 08:40

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47259 Beiträge, 16739x hilfreich)

Zitat (von ojra):
Der Erbe aus den USA ist um 1920 aus Deutschland in die USA ausgewandert. Danach hatte keiner aus der großen Familie mehr Kontakt gehabt. Eine Suche nach Angehörigen scheint recht aussichtslos. Aus Höhrensagen soll dieser aber auch keine Kinder gehabt haben. Er selbst sollte zwischenzeitlich verstorben sein.


Wenn das so ist, dann würde das Erbe möglicherweise den anderen 4 Erbe zustehen.

Erbenermittler haben da manchmal erstaunliche Möglichkeiten, solche Fälle aufzuklären. Daher würde ich durchaus in Betracht ziehen, einen Erbenermittler mit der Suche nach dem verschwundenen Erben zu beauftragen.

Mindestens sollte man mal den einen oder anderen Spzialisten um ein Angebot bitten um erst einmal festzustellen, wieviel Geld die denn dafür verlangen.

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