Neffe, Großneffe oder doch Enkel?

15. Mai 2024 Thema abonnieren
 Von 
Malustras
Status:
Schüler
(184 Beiträge, 18x hilfreich)
Neffe, Großneffe oder doch Enkel?

Hallo,

folgende Konstellation:
https://i.ibb.co/4MM2BSb/Unbenannt.png

Aus dem Blickwinkel der 2 Söhne (gelb markiert) würde mich interessieren, was diese 2 Söhne für die gelb markierte Oma sind. Neffen? Großneffen? Oder Enkel?
Die leibliche Mutter der 2 Söhne war nicht die leibliche Tochter der gelbmarkierten Oma sondern Stieftochter. Da die Mutter der 2 Söhne nicht mehr lebt ist natürlich die Frage als was die Söhne erbrechtlich (zwecks Steuerlast) gelten.

VG

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16 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Malustras
Status:
Schüler
(184 Beiträge, 18x hilfreich)

Wichtige Info vergessen. Die zwei Omas sind Schwestern!

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#2
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32796 Beiträge, 5740x hilfreich)

Zitat (von Malustras):
was diese 2 Söhne für die gelb markierte Oma sind.
Ich meine, die 2 Söhne sind Enkel der gelben Oma. Und sie sind auch Enkel der Oma 2.

Die gelbe Oma hatte eine Tochter. Diese Tochter ist die verstorbene Mutter der 2 Söhne.
Die Oma 2 hat einen Sohn. Dieser Sohn ist der Vater der 2 Söhne.

Die 2 Söhne sind die Neffen von Tante und Onkel.
Die 2 Söhne sind keine Großneffen, denn nur die Söhne der 2 Söhne wären Großneffen von Tante und Onkel.

p.s.
https://www.youtube.com/watch?v=X1Vx_K83r_Q

:grins:

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#3
 Von 
Malustras
Status:
Schüler
(184 Beiträge, 18x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Die gelbe Oma hatte eine Tochter.


Da muss ich noch mal korrigieren, sorry ^^
Also die gelbe "Oma" ist nicht die leibliche Mutter der verstorbenen Mutter.
Der Opa rechts ist der Vater von der verstorbenen Mutter und von der Tante.
Die Oma hingegen kam später hinzu, weil die leibliche Mutter im Kindesalter verstorben war.
Insofern war die gelbe Oma nicht die leibliche Mutter und die verstorbene Mutter war eher Stiefkind.
Das ganze scheint echt komplex zu sein in der Konstellation :D

Hab die Befürchtung, dass da nur eine Beratung weiterhilft. Weiß jemand wo man sowas rechtlich machen lassen kann?

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#4
 Von 
Sumsalabim
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 1x hilfreich)

Die beiden Söhne sind Stiefenkel. Steuerklasse I. Freibetrag 400.000 Euro, da deren Mutter bereits gestorben ist.
(§ 16 ErbStG, Abs. 2)

Sollte es um ein Testament gehen, müssen die Stiefenkel als Erbe mit genannt sein.

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47837 Beiträge, 16899x hilfreich)

Zitat (von Malustras):
Das ganze scheint echt komplex zu sein in der Konstellation

Nein eigentlich nicht.

Ohne Testament haben die Söhne aber keinen Erbanspruch, da sie keine leiblichen Abkömmlinge der Oma sind.

Steuerrechtlich sind beiden Söhne sind Kinder eines Stiefkindes und fallen damit in die Erbschaftsteuerklasse 1 (§ 15 Abs. 1 Nr. 2 und 3 ErbStG).

Sie haben einen Freibetrag von je 400.000€, weil die Mutter bereits verstorben ist (§ 16 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG).

Diese Regelung nützt den Söhnen aber nichts, wenn sie nicht testamentarisch eingesetzt wurden. Ohne Testament ist die Tante Alleinerbin der Oma.


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#6
 Von 
Malustras
Status:
Schüler
(184 Beiträge, 18x hilfreich)

Die Söhne sind im Testament erwähnt und zwar je zu 1/4 mit dem Vater und der anderen Oma.
Die verstorbene Mutter allerdings nicht mehr, weil sie bereits verstorben war, als das Testament aktualisiert wurde. Nur etwas weiter oben hieß es, dass die Söhne das Erbe der Wohnung antreten, WEIL die Mutter bereits verstorben ist. Weiter unten wurde die Mutter nicht mehr erwähnt (normales Erbe), weil sie ja bereits verstorben ist, was oben bei der Wohnung erwähnt wurde. Wenn es trotzdem den Strang über die Mutter geht, wäre das ein erheblicher steuerlicher Vorteil.

VG

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#7
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47837 Beiträge, 16899x hilfreich)

Zitat (von Malustras):
Nur etwas weiter oben hieß es, dass die Söhne das Erbe der Wohnung antreten, WEIL die Mutter bereits verstorben ist.


Man muss Erbfolge und Erbschaftssteuer auseinanderhalten. Es gelten dafür unterschiedliche Regeln.

Für die Erbfolge gilt das Testament.

Für die Erbschaftsteuer gilt, dass die Enkel einen Freibetrag von 400.000€ haben, weil die Mutter bereits verstorben ist. Andernfalls betrüge der Freibetrag nur 200.000€.

Das gilt für Kinder von Stiefkindern, nicht jedoch für Stiefkinder von Kindern. Die Aussage, der genannte Freibetrag würde für Stiefenkel gelten ist daher nicht generell zutreffend.

-- Editiert von User am 16. Mai 2024 12:42

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#8
 Von 
Malustras
Status:
Schüler
(184 Beiträge, 18x hilfreich)

Habe soeben auch noch mal den neuen HUK Rechtschat mit meiner Rechtschutz ausprobiert und es so dargelegt und die Anwältin kam zum gleichen Ergebnis. "Stiefenkel". Denke das geht damit in eine klare Richtung.
Auch dass im Testament fälschlicherweise Großneffe steht, hat keine Relevanz. Da hat sich der Einsatz gelohnt. Vielen Dank auch für eure Unterstützung.

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#9
 Von 
spatenklopper
Status:
Gelehrter
(10770 Beiträge, 4228x hilfreich)

Zitat (von hh):
Ohne Testament haben die Söhne aber keinen Erbanspruch, da sie keine leiblichen Abkömmlinge der Oma sind.


Das würde sich aber ändern, wenn Oma2 die verstorbene Mutter der beiden Söhne adoptiert hätte, oder liege ich falsch?

-- Editiert von User am 16. Mai 2024 14:08

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#10
 Von 
Malustras
Status:
Schüler
(184 Beiträge, 18x hilfreich)

Zitat (von spatenklopper):
Das würde sich aber ändern, wenn Oma2 die verstorbene Mutter der beiden Söhne adoptiert hätte, oder liege ich falsch?


Das ist nicht passiert. Oma 2 ist die Mutter des Vaters und die Schwester von Oma 1 (gelb und Stiefmutter der verstorbenen Mutter, da die ursprüngliche Mutter bereits im Kindesalter verstorben ist). ^^

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47837 Beiträge, 16899x hilfreich)

Zitat (von spazenklopper):
Das würde sich aber ändern, wenn Oma2 die verstorbene Mutter der beiden Söhne adoptiert hätte, oder liege ich falsch?

Ja, das ist in diesem Fall aber irrelevant, da es ein Testament gibt.

1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47837 Beiträge, 16899x hilfreich)

Zitat (von spazenklopper):
Das würde sich aber ändern, wenn Oma2 die verstorbene Mutter der beiden Söhne adoptiert hätte, oder liege ich falsch?

Ja, das ist in diesem Fall aber irrelevant, da es ein Testament gibt.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Malustras
Status:
Schüler
(184 Beiträge, 18x hilfreich)

Gelten die 400k wegen verstorbener Eltern eigentlich beim Stiefenkel auch dann, wenn der Vater noch lebt und nur die Mutter tot ist? Die Söhne gelten ja über die verstorbene Mutter als Stiefenkel. Der Vater ist von der Beziehung her "Neffe" zur Oma. Das Erbrecht sagt ja, dass die 400k bei verstorbenen Eltern gelten. Frage ist, ob hier die Mutter bereits reicht.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47837 Beiträge, 16899x hilfreich)

Zitat (von Malustras):
Gelten die 400k wegen verstorbener Eltern eigentlich beim Stiefenkel auch dann, wenn der Vater noch lebt und nur die Mutter tot ist?

Ja

Zitat (von Malustras):
Die Söhne gelten ja über die verstorbene Mutter als Stiefenkel.

Sie sind Kinder eines vorvertorbenen Stiefkindes und haben daher den Freibetrag von 400k

Zitat (von Malustras):
Der Vater ist von der Beziehung her "Neffe" zur Oma.

Der Vater ist natürlich kein Neffe der Oma. Er ist der Schwiegersohn und hat also solcher keine Erbrechte.

Zitat (von Malustras):
Das Erbrecht sagt ja, dass die 400k bei verstorbenen Eltern gelten.

Nein, das sagt das Erbschafsteuergesetz nicht.

Zitat (von Malustras):
Frage ist, ob hier die Mutter bereits reicht.

Ja

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#15
 Von 
Malustras
Status:
Schüler
(184 Beiträge, 18x hilfreich)

Zitat (von hh):
Der Vater ist natürlich kein Neffe der Oma. Er ist der Schwiegersohn und hat also solcher keine Erbrechte.


Sicher? Die Mutter von meinem Vater ist die Schwester der verstorbenen Oma.
Oma 1 und 2 waren Schwestern. Dachte dann müsste mein Vater folglich der Neffe der verstorbenen Oma sein.
Aber er ist im Testament ja sowieso benannt. Da dürfte sich steuerlich für ihn eh nichts ändern.

Zitat:
Nein, das sagt das Erbschafsteuergesetz nicht.


https://www.steuertipps.de/service/rechner/erbschaftsteuerrechner/

Da stand es drin, aber dann ist das falsch oder?
"für Kinder und Enkelkinder, deren Eltern verstorben sind, sowie für Stief- und Adoptivkinder"

Auf anderen Seiten und im §16 steht tatsächlich "der Kinder im Sinne der Steuerklasse I Nr. 2 und der Kinder verstorbener Kinder im Sinne der Steuerklasse I Nr. 2 in Höhe von 400 000 Euro;"

-- Editiert von User am 17. Mai 2024 16:07

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47837 Beiträge, 16899x hilfreich)

Zitat (von Malustras):
Die Mutter von meinem Vater ist die Schwester der verstorbenen Oma.

Stimmt, ich hatte mir das Bild nicht noch einmal angeschaut.
Dann ist er Neffe und Schwiegersohn gleichzeitig.

Zitat (von Malustras):
Aber er ist im Testament ja sowieso benannt. Da dürfte sich steuerlich für ihn eh nichts ändern.

Richtig, Neffen und Schwiegersöhne haben den gleichen Freibetrag in Höhe von 20.000€ und beide gehören auch in die Steuerklasse II.

Zitat (von Malustras):
Da stand es drin, aber dann ist das falsch oder?
"für Kinder und Enkelkinder, deren Eltern verstorben sind, sowie für Stief- und Adoptivkinder"

Ja, das ist falsch.

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