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Oma muss ins Heim- hausverkauf

12. Juli 2022 Thema abonnieren
 Von 
Pflegende angehörige
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)
Oma muss ins Heim- hausverkauf

Hallo zusammen.
Wir haben eine sehr verzwickte Situation.
Seit 4 Jahren lebe ich bei meiner Oma und versorge sie. Sie hat pflegegrad 4 und ich habe alle vollmächte. Wir wollten ihr Haus abkaufen um nach ihrem tot bleiben zu können, da mein Vater (der einzige erbe) plötzlich mit nichts mehr einverstanden war und uns alle mit Klagen bedrohte... der Gutachter war schon da, auf das schreiben warten wir allerdings noch. Jetzt war meine Oma aber leider gestürzt und hatte eine Hirnblutung- im Krankenhaus ist sie nochnal gestürzt und bekam krampfanfälle. Seitdem befindet sie sich im Delir und ist äußerst verwirrt. Weiss aber noch wer ich bin und auch das wir das Haus kaufen wollten. Nun muss sie vorübergehend ins altenheim- je nach zustandsentwicklung muss sie auch dort bleiben weil ich diesen Aufwand der Pflege, als Enkelin, nicht nach kommen kann. Ich habe selber Familie und Job, da kann ich nicht nebenbei noch 24/7 die Oma betreuen.

Die generalvollmacht habe ich, aber nicht notariell beglaubigt. Als hätte sie es geahnt hat sie vorher noch ein Testament aufsetzen lassen, damit mein Mann und ich die Hälfte erben, falls in der Zeit der Abwicklung etwas passiert.

Wir möchten das Haus nach wie vor kaufen, immerhin leben wir seit 4 Jahren hier. Ihr Wunsch war auch dass wir es behalten. So war die Abmachung bereits vor 4 Jahren und handschriftlich hat sie es bereits auch so fest gehalten.

Auf dem Haus ist ebenfalls auch noch eine Belastung die Ende 2023 bezahlt werden muss. So oder so müsste sie noch zusätzlich Geld für den heimplatz aufbringen da Rente und Pflegegeld nicht komplett ausreichen.

Sollte die Oma in einigen Wochen doch geistig wieder fit werden, stellt dem allem kein Problem dar. Falls dieser Fall nicht Eintritt (eher unwahrscheinlich da sie eben auch nicht die jüngste ist) fragen wir uns, wie wir nun das Haus kaufen können.
Sie gab mir auch die Vollmacht dass ich Betreuerin werde, falls es nötig ist.

Es ist eine sehr verzwickte Situation aber ich hoffe hier kann mir jemand helfen oder einen Rat geben, an wen ich mich wenden muss.

Mein Vater würde das Haus nicht abkaufen, er würde es nur erben wollen. Das Haus hat allerdings auch einen renovierungsrückstau von 30 Jahren, daher wollen wir es kaufen um es eben für uns passend istand zu setzen und Geld zu investieren, was ich als Mieterin z.b nicht investieren würde.

Liebe Grüsse und vielen Dank schonmal.

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45 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
bostonxl
Status:
Bachelor
(3261 Beiträge, 505x hilfreich)

Und was ist jetzt die Frage?

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44147 Beiträge, 15745x hilfreich)

Zitat (von Pflegende angehörige):
Die generalvollmacht habe ich, aber nicht notariell beglaubigt.


Dann ist es keine Generalvollmacht und sie hilft Dir in diesem Fall auch nicht weiter.

Zitat (von Pflegende angehörige):
Sie gab mir auch die Vollmacht dass ich Betreuerin werde, falls es nötig ist.


Als Betreuerin darfst Du das Haus nicht an Dich selbst verkaufen.

Es ist daher für den Hausverkauf ein gerichtlich bestellter Betreuer einzusetzen. Außerdem ist beim Verkauf durch einen Betreuer ohnehin eine gerichtliche Genehmigung des Verkaufs erforderlich.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Loni12
Status:
Student
(2468 Beiträge, 399x hilfreich)

Zitat (von Pflegende angehörige):
Als hätte sie es geahnt hat sie vorher noch ein Testament aufsetzen lassen, damit mein Mann und ich die Hälfte erben, falls in der Zeit der Abwicklung etwas passiert.

Dann darf ihr Mann wohl Erbschaftssteuer nach dem Tod der Oma bezahlen. 20 000 € werden steuerfrei sein.

Zitat (von Pflegende angehörige):
Wir möchten das Haus nach wie vor kaufen, immerhin leben wir seit 4 Jahren hier.

Sie stehen im Testament welches hoffentlich gültig ist, erben das halbe Haus und wollen es jetzt der Oma abkaufen? Die andere Haushälfte würde der Vater erben? Der hat vielleicht andere Pläne mit dem Haus.
Sie sollten diese Konstellation mit einem Anwalt besprechen. Das Betreuungsgericht hat da ein Wörtchen mitzureden.


0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Pflegende angehörige
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Sie stehen im Testament welches hoffentlich gültig ist, erben das halbe Haus und wollen es jetzt der Oma abkaufen? Die andere Haushälfte würde der Vater erben? Der hat vielleicht andere Pläne mit dem Haus.
Sie sollten diese Konstellation mit einem Anwalt besprechen. Das Betreuungsgericht hat da ein Wörtchen mitzureden.



Wir erben ihr Vermögen, nicht das Haus an sich da sie niemand zwingen kann, das Haus zu behalten.
Sie wollte aufgrund des Alters das Haus verkaufen, an uns. Damit wir alle, sie inklusive, hier bleiben. Sie wusste aber, wird sie geistig krank, kann ich sie zuhause nicht versorgen. Nun ist sie durch den Unfall vorübergehend geistig krank aber niemand weiss ob sie wieder ganz gesund wird. Deswegen muss sie erstmal in kurzzeitpflege weil ich selber auch für 3 Wochen in Kur bin und sie alleine im jetzigen Zustand zuhause gar nicht zurecht kommt. Das wäre eine gefährdung für sie. Wir waren ja gerade dabei alles für den Hauskauf abzuwickeln. Sie hatte nur für sich entschieden ein Testament aufsetzen zu lassen weil sie Angst hatte, das ihr in der Zeit etwas passiert und ihr Sohn als alleiniger Erbe alles bekommt und wir auf der strasse sitzen. Zu meinem Vater gibt es keinen guten Kontakt. Weder zu uns noch zu ihr. Da sie ihn aber nicht enterben kann, was sie wollte, hatte sie die Vorsicht uns eben ins Erbe eintragen zu lassen damit wir im Falle des Falles, sollte sie in der Zeit versterben, wir wenigstens nicht leer ausgehen dafür dass ich sie 4 Jahre unentgeldlich gepflegt habe, als enkeltochter, die ja rechtlich nicht in der Pflicht dafür steht.

Oma und ich haben ein gutes Verhältnis zueinander und ich mache nichts gegen ihren Willen. Mein Vater hingegen schon. Seine Pläne sind mir eigentlich ganz egal, da er einfach keine Pläne mit dem Haus machen braucht da die Oma lebt! Wenn sie im Altenheim bleiben muss, wird das Haus sowieso verkauft weil eine restschuld auf dem Haus liegt die sie überhaupt nicht abzahlen kann (deswegen verkauf an uns weil sie will das wir es bekommen) und den heimplatz kann sie ebenfalls nicht zahlen, weil Rente und pflegegeld nicht ausreichen. Ein hausverkauf steht also in jedemfall an. Und mein Vater erbt dann was auf ihrem Konto ist, wenn sie stirbt.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44147 Beiträge, 15745x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Die andere Haushälfte würde der Vater erben?


Der Vater hätte nur einen Pflichtteilsanspruch in Höhe der Hälfte des Wertes des Hauses. Auf das Haus sebst hat er keine Ansprüche, wenn er enterbt wurde.

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Loni12
Status:
Student
(2468 Beiträge, 399x hilfreich)

Zitat (von Pflegende angehörige):
Wir erben ihr Vermögen, nicht das Haus an sich da sie niemand zwingen kann, das Haus zu behalten.

Zitat (von Pflegende angehörige):
Ein hausverkauf steht also in jedemfall an. Und mein Vater erbt dann was auf ihrem Konto ist, wenn sie stirbt.

Als Vermögen sehen sie das Haus oder was meinen sie damit?
Zitat (von hh):
Auf das Haus sebst hat er keine Ansprüche, wenn er enterbt wurde.

HH, ich verstand es so, dass die Enkelin plus Mann nur die Hälfte erben.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
spatenklopper
Status:
Unparteiischer
(9684 Beiträge, 3991x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
HH, ich verstand es so, dass die Enkelin plus Mann nur die Hälfte erben.


Richtig, weil der Vater eben nicht enterbt wurde.
Und ob das jetzt ein Haus, ein Auto, oder 2 Cent auf dem Konto sind ist egal, eben die Hälfte von allem.

1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(35723 Beiträge, 13401x hilfreich)

Erben kommt nach sterben, das sollte erst einmal realisiert werden. Im Augenblick geht es doch darum, zu entscheiden, wie jetzt die Zukunft der Großmutter auch finanziell organsiert werden kann. Wenn klar ist, dass sie nicht mehr zurück kommt, bietet sich natürlich der Verkauf des Hauses an. Selbst wenn die Großmutter unter Betreuung gestellt wird, evtl. sogar durch Einsetzung der Enkelin als Betreuerin, geht das nicht so ohne weiteres. Dazu bedarf es auch dann der Zustimmung des Gerichts.

Ich würde zunächst im Hinblick auf die Pläne dafür sorgen, dass die Großmutter unter Betreuung gestellt wird. Und dann kann der Betreuer die Veräußerung des Hauses anleiern. Mit dem Erbe des Vaters hat das erst einmal gar nichts zu tun.

wirdwerden

1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44147 Beiträge, 15745x hilfreich)

Zitat (von Pflegende angehörige):
damit mein Mann und ich die Hälfte erben, falls in der Zeit der Abwicklung etwas passiert.


Dann muss die Fragestellerin aufklären, ob damit je die Hälfte oder insgesamt die Hälfte gemeint ist.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Pflegende angehörige
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hh):
Dann muss die Fragestellerin aufklären, ob damit je die Hälfte oder insgesamt die Hälfte gemeint ist.


Mein mann und ich erben zusammen die Hälfte, mein Vater alleine die andere Hälfte.

Ums Erbe geht's aber nicht sondern nur um den abkauf, der in Planung war aber von ihr eben gerade nicht unterschrieben werden kann.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105978 Beiträge, 37844x hilfreich)

Zitat (von Pflegende angehörige):
Falls dieser Fall nicht Eintritt (eher unwahrscheinlich da sie eben auch nicht die jüngste ist) fragen wir uns, wie wir nun das Haus kaufen können.

Dann sollte man schon mal anfangen Geld zu sammeln.
Denn dann würde vom Gericht ein entsprechender Betreuer eingesetzt werden, der in der Regel das Haus an den Höchstbietenden verkaufen würde.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Loni12
Status:
Student
(2468 Beiträge, 399x hilfreich)

Zitat (von Pflegende angehörige):
Mein mann und ich erben zusammen die Hälfte, mein Vater alleine die andere Hälfte.

Erst nach dem Tod der Oma.
Da sie das Haus der Oma abkaufen, hat sich das mit dem Erben erledigt.
Zitat (von Pflegende angehörige):
Ums Erbe geht's aber nicht sondern nur um den abkauf, der in Planung war aber von ihr eben gerade nicht unterschrieben werden kann.

Nehme an, sie hätten von der Oma das Haus entsprechend günstig gekauft, was nun nicht mehr möglich ist. Da das Betreuungsgericht mit entscheidet.
Kann Omas Wohnung mit wenig Aufwand renoviert werden, damit sie vermietet werden kann und dieses Geld für die Heimkosten mitverwendet wird.

-- Editiert von Loni12 am 13.07.2022 06:44

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Pflegende angehörige
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Nehme an, sie hätten von der Oma das Haus entsprechend günstig gekauft, was nun nicht mehr möglich ist. Da das Betreuungsgericht mit entscheidet.
Kann Omas Wohnung mit wenig Aufwand renoviert werden, damit sie vermietet werden kann und dieses Geld für die Heimkosten mitverwendet wird.


Es ist ein Haus, keine Wohnung. Nein, mit wenig Aufwand kann hier nichts renoviert und weiter vermietet werden. Die instandsetzungs Preise liegen weit im 5 stelligen bereich. Ich sagte ja bereits, es liegt ein renovierungsstau von 30 Jahren vor.
Ausserdem eine offene restschuld. Mit dieser gelangt man schon in den 6stelligen bereich. Wer soll das zahlen damit das Haus im Anschluss vermietet wird? Da würden ja sowohl mein Vater als auch wir uns ins Bein schneiden. Der Verkauf ist da für alle die günstigste Situation, zumal das ja sowieso bereits geplant war!

Ja, durch lebenslanges Wohnrecht wollten wir den Preis um ein paar tausend Euro senken. Da sie das dann nun nicht erhalten kann, können wir den Preis nicht abziehen. Das ist uns bewusst und darum geht's auch nicht!

Nichts desto trotz möchten WIR das Haus abkaufen weil wir einfach schon seit 4 Jahren mit drin leben, unser Leben hier aufgebaut haben, soziale Kontakte pflegen. Wir und auch unsere Kinder.

Ich wüsste nicht wieso das Haus für die Allgemeinheit verkauft werden soll wenn es doch bereits Käufer gibt und der Besitzer der Immobilie auch IMMER wollte dass das Haus in der Familie bleibt?! Dem Staat ist es doch egal wer das Haus kauft, Hauptsache der Platz im Heim kann bezahlt werden.

Durch das Gutachten gibt es ja auch einen fixen Wert für dieses Haus, das haben wir ja extra erstellen lassen um der Oma das Haus zu einem fairen Preis abzukaufen und nicht das jemand auf die Idee kommt, sie hat es uns vergünstigt angeboten!

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Pflegende angehörige
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Erst nach dem Tod der Oma.
Da sie das Haus der Oma abkaufen, hat sich das mit dem Erben erledigt.



Und nochmal, liest eigentlich niemand was ich schreibe ?

Wir erben ihr Vermögen... egal was ihr Vermögen ist wenn sie stirbt!
Wäre es das Haus, würden wir die Hälfte vom Haus erben, ist es ihr volles Konto, wäre es die Hälfte davon. Sind es nur noch 100 Euro weil sie das Geld eben für den Platz aufgebraucht hat, dann sind es 50 Euro!

Erben hat sich nicht erledigt. Wir erben wenn sie stirbt. Aber sie lebt! Gott sei Dank! Ich möchte gar nicht das sie stirbt! Mir tut es auch in der Seele weh dass sie gerade nicht zuhause sein kann. Nichts desto trotz erben wir erst, wenn sie stirbt. Und wir erben eben ihr Vermögen was sie hinterlässt, ganz gleich wie das aussieht!
Kaufen wir das Haus ab, hat sie das Geld der Immobilie ja auf dem Konto. Da wird ihr Vermögen einfach nur zu Geld. Und wenn sie es restlos verbraucht ist am Ende nichts da, und das wäre auch nicht schlimm. Denn darum wollen wir es immer noch kaufen, damit ihre finanzielle Situation für den Heimaufenthalt sicher gestellt ist, das Haus einfach in der Familie bleibt und wir weiterhin zuhause bleiben dürfen!

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Pflegende angehörige
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Dann sollte man schon mal anfangen Geld zu sammeln.
Denn dann würde vom Gericht ein entsprechender Betreuer eingesetzt werden, der in der Regel das Haus an den Höchstbietenden verkaufen würde


Wieso an den höchstbietenden? Es gibt ein Gutachten wo der exakte Kaufpreis ermittelt wurde. Mehr Geld als wir zahlen würden, würde niemand anderes zahlen weil wir den Wert zahlen, der ermittelt wurde.
Es gibt ja bereits Kaufinteressenten. UNS!
Ich wiederhole gerne: die Planung des Hauskaufes lief ja bereits! Wir haben nur auf das Gutachten gewartet um zu wissen was wir der Oma geben, damit NIEMAND auf die Idee kommt es wäre unterbezahlt!
Der Gutachter war hier und 2 Wochen später ist sie verunfallt. An der Tatsache das wir das Haus sowieso kaufen wollten, ändert sich nichts!

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
salkavalka
Status:
Lehrling
(1521 Beiträge, 946x hilfreich)

Ich befürchte, dass ihr zur Zeit nur abwarten könnt.
Im Moment kann die Oma ja ihre Angelegenheiten nicht selber regeln, ob sie sich soweit wieder erholt, weiß man nicht.
Wenn das Haus verkauft werden soll, muss ein Betreuer bestellt werden, das kannst weder du noch dein Mann sein, da das Haus an euch verkauft werden soll. Der Verkauf muss auch vom Betreuungsgericht genehmigt werden.
In so einer "frischen" Situation wird kein Betreuer eine so weitreichende Entscheidung treffen, wenn es nicht, und zwar ausschließlich aus der Sicht der Oma, sein muss.

1x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Pflegende angehörige
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von salkavalka):
In so einer "frischen" Situation wird kein Betreuer eine so weitreichende Entscheidung treffen, wenn es nicht, und zwar ausschließlich aus der Sicht der Oma, sein muss.



Danke für deine Antwort. Die erste die mir wirklich weiterhilft.
Kannst du mir sagen wer denn dann, nach der kurzzeitpflege, sollte sie im Heim bleiben müssen, für die Kosten aufkommt? Ich werde als Enkelin ja ganz aussen vor gelassen und ich denke, mein Vater verdient zu wenig um das zahlen zu müssen. Oder würde der Staat da erstmal einspringen, sie quasi Schulden machen lassen und sich das Geld dann beim Verkauf wieder holen?

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105978 Beiträge, 37844x hilfreich)

Zitat (von Pflegende angehörige):
Wieso an den höchstbietenden

Weil der Betreuer dazu gesetzlich verpflichtet ist.



Zitat (von Pflegende angehörige):
Es gibt ein Gutachten wo der exakte Kaufpreis ermittelt wurde.

Nö, denn man hat das Gutachten wohl kaum von einem Hellseher. Es gibt ein Gutachten in dem ein Wert X ermittelt wurde. Der Kaufpreis wird dann durch Angebot und Nachfrage ermittelt.



Zitat (von Pflegende angehörige):
Es gibt ja bereits Kaufinteressenten. UNS!

Richtig. Umd die Anzahl X auf dem Markt.



Zitat (von Pflegende angehörige):
Ich wiederhole gerne: die Planung des Hauskaufes lief ja bereits!

Absolut irrelevant.



Zitat (von Pflegende angehörige):
Mehr Geld als wir zahlen würden, würde niemand anderes zahlen weil wir den Wert zahlen, der ermittelt wurde.
Es gibt ja bereits Kaufinteressenten. UNS!

Nun, je nach Gegend sieht die Realiität anders aus.

Erst letztens so eine Fall gehabt, Bietergefecht unter 3 Kaufinteressenten, am Ende ging das Haus für gut 60000 über der Zahl im Gutachten weg.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44147 Beiträge, 15745x hilfreich)

Zitat (von Pflegende angehörige):
Oder würde der Staat da erstmal einspringen, sie quasi Schulden machen lassen und sich das Geld dann beim Verkauf wieder holen?


So wird das wahrscheinlich ablaufen.

Zitat (von Pflegende angehörige):
Wieso an den höchstbietenden? Es gibt ein Gutachten wo der exakte Kaufpreis ermittelt wurde. Mehr Geld als wir zahlen würden, würde niemand anderes zahlen weil wir den Wert zahlen, der ermittelt wurde.


Im Regelfall wird der Verkauf zu einem durch ein Verkehrswertgutachten ermittelten Preis vom Gericht genehmigt. Dann muss noch der Betreuer mitspielen. Da es bereits Verkaufsverhandlungen gab und Deine Oma an Euch wohl für diesen Preis verkauft hätte gehe ich im Gegensatz zu @Harry van Sell nicht davon aus, dass es zu einem Bieterverfahren kommt. Letztlich ist das aber eines Entscheidung des gerichtlich eingesetzten Betreuers.

Zitat (von salkavalka):
In so einer "frischen" Situation wird kein Betreuer eine so weitreichende Entscheidung treffen, wenn es nicht, und zwar ausschließlich aus der Sicht der Oma, sein muss.


Das sehe ich auch so, so dass ihr nicht mit einem kurzfristigen Kauf planen solltet.

1x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Loni12
Status:
Student
(2468 Beiträge, 399x hilfreich)

Zitat (von Pflegende angehörige):
, sollte sie im Heim bleiben müssen, für die Kosten aufkommt?

Haben sie bereits einen Heimplatz? Sie Suche obliegt der Person welche die Vorsorgevollmacht hat.
Außerdem darf die Oma 5000 € Schonvermögen haben, alles andere muss zuerst verwendet werden.
Da sie Kontovollmacht haben, wissen wie viel Geld vorhanden ist.
Dann rechtzeitig beim Sozialamt oder Bezirk, wer halt für sie zuständig ist, einen Antrag auf Sozialhilfe stellen.
Und gleich darum bitten, dass diese als Darlehen gewährt wird.
An ihrer Stelle würde ich vorerst von einem Verkauf absehen. Sie bezahlen für den Erwerb des Hauses und je nach Vermögen später noch Erbschaftssteuer.
Lassen sie sich eine Proberechnung erstellen, welche Kosten für für die jeweilige Konstellation anfallen würden.
Beispiel: Beim Erwerb eines Hauses müssen sie Grunderwerbssteuer bezahlen, bei einer Erbschaft nicht.

-- Editiert von Loni12 am 13.07.2022 10:02

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
-Laie-
Status:
Wissender
(14982 Beiträge, 5577x hilfreich)

Zitat (von Pflegende angehörige):
Wieso an den höchstbietenden? Es gibt ein Gutachten wo der exakte Kaufpreis ermittelt wurde. Mehr Geld als wir zahlen würden, würde niemand anderes zahlen weil wir den Wert zahlen, der ermittelt wurde.

Du verkennst die aktuelle Marktsituation.
Häuser werden aktuell meist !!!WEIT!!! über deren eigentlichem Wert verkauft.

Signatur:

Folgende Nutzer werden von mir blockiert und ich kann deren Beiträge nicht lesen: Xipolis; Jule28

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
Loni12
Status:
Student
(2468 Beiträge, 399x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Du verkennst die aktuelle Marktsituation.
Häuser werden aktuell meist !!!WEIT!!! über deren eigentlichem Wert verkauft.

Kommt auf die Wohngegend an. Wenn ich betrachte wie günstig Häuser teilweise in der Pfalz oder NRW zu erhalten sind, dann bekomme ich aus dem Süden rote Augen.
Es gibt Gegenden wo offenbar das Angebot größer ist als die Nachfrage. Dann kann man Häuser günstig erwerben.
Natürlich könnte ein Betreuer evtl. noch andere Bieter berücksichtigen, der will an Ende gut dastehen und deshalb so teuer wie möglich verkaufen.
Darum würde ich derzeit auch eher von einem Kauf durch die Enkelin absehen.

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25953 Beiträge, 4877x hilfreich)

Zitat (von Pflegende angehörige):
Mehr Geld als wir zahlen würden, würde niemand anderes zahlen weil wir den Wert zahlen, der ermittelt wurde.
Das halte ich auch für eine sehr gewagte Annahme.
Häuser müssen nicht zum festgestellten Wert lt. Gutachten gekauft/verkauft werden.
Der Wert ist nicht der Preis.
Aber:
Die Frage ist doch, ob die Oma noch fähig ist, einen Kaufvertrag abzuschließen. Das weiß hier niemand.
Wenn der Kaufvertrag zwischen euch geschlossen werden kann, kauft ihr das Haus zum Wert.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
eh1960
Status:
Junior-Partner
(5129 Beiträge, 1283x hilfreich)

Zitat (von Pflegende angehörige):
Nichts desto trotz möchten WIR das Haus abkaufen weil wir einfach schon seit 4 Jahren mit drin leben, unser Leben hier aufgebaut haben, soziale Kontakte pflegen. Wir und auch unsere Kinder.

Ich wüsste nicht wieso das Haus für die Allgemeinheit verkauft werden soll wenn es doch bereits Käufer gibt und der Besitzer der Immobilie auch IMMER wollte dass das Haus in der Familie bleibt?! Dem Staat ist es doch egal wer das Haus kauft, Hauptsache der Platz im Heim kann bezahlt werden.

Solange die "Oma" noch geschäftsfähig ist, kann sie ihr Haus (und ihr Eigentum) nach Belieben verkaufen oder verschenken, an wen sie möchte.

Sollte die "Oma" dann aber "bedürftig" werden, das heißt einen Pflegeheimplatz brauchen und die Kosten nicht selbst zahlen können, sondern Unterstützung vom Sozialamt dafür brauchen, kann das Sozialamt verlangen, daß eine Schenkung rückgängig gemacht wird, damit das Haus usw. für diesen Zweck verwertet werden kann.

Dasselbe gilt für einen Verkauf deutlich unter Marktwert, der zählt als "gemischte Schenkung".

Wenn "Oma" nicht mehr geschäftsfähig ist, braucht sie einen vom Gericht bestellten Betreuer. Der kann aber das Haus nicht ohne Erlaubnis des Gerichtes verkaufen, und er muss allein die Interessen von "Oma" im Blick haben, das heißt: das Haus muss zum höchstmöglichen Preis verkauft werden, damit "Oma" möglichst viel Geld für ihren Pflegebedarf erhält.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
eh1960
Status:
Junior-Partner
(5129 Beiträge, 1283x hilfreich)

Zitat (von hh):
Im Regelfall wird der Verkauf zu einem durch ein Verkehrswertgutachten ermittelten Preis vom Gericht genehmigt. Dann muss noch der Betreuer mitspielen. Da es bereits Verkaufsverhandlungen gab und Deine Oma an Euch wohl für diesen Preis verkauft hätte gehe ich im Gegensatz zu @Harry van Sell nicht davon aus, dass es zu einem Bieterverfahren kommt. Letztlich ist das aber eines Entscheidung des gerichtlich eingesetzten Betreuers.

Letztlich ist es eine Entscheidung des Betreuungsgerichts...

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
aspergius
Status:
Praktikant
(811 Beiträge, 203x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
An ihrer Stelle würde ich vorerst von einem Verkauf absehen. Sie bezahlen für den Erwerb des Hauses und je nach Vermögen später noch Erbschaftssteuer.


Im Falle dass Sie und Ihr Mann die Hälfte des Hauses laut Testament erben, wird Ihr Mann auf seinen Anteil, also auf 50% ihres gemeinsamen Anteils, erheblicher Erbschaftssteuer zahlen müssen. Er hat nur 20.000 Euro steuerfrei.
Falls Ihre Oma noch geschäftsfähig ist, sollte sie das Testament ändern. Wenn ich es richtig sehe, ist sie ja nur zeitweise verwirrt. Ein Notar kommt auch ins Pflegeheim und verrichtet dort seine Arbeit. Er prüft dabei allerdings, ob die Dame bei klarem Verstand ist und weiß, was sie will. Unter diesen Umständen kann sie auch einen Kaufvertrag über den Notar abschließen.

Ihr habt zwei Möglichkeiten, wenn ich es richtig sehe.

1. Ihr könnt warten, bis die Oma nicht mehr ist und danach hast du und dein Mann mit deinem Vater eine Erbengemeinschaft. Nachdem er den Konflikt sucht, ist dies die schlechteste Lösung, denn ALLES was Ihr mit dem Erbe tut, müßt Ihr gemeinsam bestimmen. Schon deshalb wäre es u.U. günstig, wenn du Alleinerbe wärst und dein Vater nur das Pflichtteil in bar ausgezahlt bekommt.
2. Du versuchst dich vom Gericht als Betreuerin deiner Oma einsetzen zu lassen, was vermutlich ohne Probleme möglich ist. Danach kannst du mit Genehmigung des Betreuungsgerichtes und dem Wertgutachten versuchen das Haus zu kaufen. Das Betreuungsgericht würde dem wahrscheinlich zustimmen, damit das Pflegeheim bezahlt werden kann. Ich denke, nach dem es von Euch bewohnt ist und ein großer Sanierungsrückstau besteht, wird der Marktwert nicht so erheblich sein, wenn man noch die Schulden berücksichtigt.

Signatur:

1x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7146 Beiträge, 4284x hilfreich)

Zitat (von aspergius):
Falls Ihre Oma noch geschäftsfähig ist, sollte sie das Testament ändern. Wenn ich es richtig sehe, ist sie ja nur zeitweise verwirrt. Ein Notar kommt auch ins Pflegeheim und verrichtet dort seine Arbeit. Er prüft dabei allerdings, ob die Dame bei klarem Verstand ist und weiß, was sie will. Unter diesen Umständen kann sie auch einen Kaufvertrag über den Notar abschließen.

Das dürfte eher unwahrscheinlich sein.
Zitat:
Sollte die Oma in einigen Wochen doch geistig wieder fit werden, stellt dem allem kein Problem dar. Falls dieser Fall nicht Eintritt (eher unwahrscheinlich da sie eben auch nicht die jüngste ist)

0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
Loni12
Status:
Student
(2468 Beiträge, 399x hilfreich)

Zitat (von aspergius):
seinen Anteil, also auf 50% ihres gemeinsamen Anteils, erheblicher Erbschaftssteuer zahlen müssen. Er hat nur 20.000 Euro steuerfrei.

Ja, dass schrieb ich schon gestern. Äußerst ungünstig. Da er nicht mit der nicht Oma verwandt ist, werden die 30 % Erbschaftssteuer zum tragen kommen.

0x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
Pflegende angehörige
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Ja, dass schrieb ich schon gestern. Äußerst ungünstig. Da er nicht mit der nicht Oma verwandt ist, werden die 30 % Erbschaftssteuer zum tragen kommen


Ja, das war aber leider ihr Wunsch den sie im vollen Bewusstsein beim Notar geäußert hat. Daran konnte ich nunmal leider nichts rütteln. Jetzt kann sie am Testament nichts mehr ändern da sie aktuell nicht Geschäftsfähig ist. Ihr verwirrtheitszustand würde auch jede "laie" sofort feststellen, sobald man sich nur mal 5 Minuten mit ihr unterhält.
Das Testament wollte sie auch nur weil sie Sorge trug dass in der Zeit der Abwicklung ihr tot Eintritt. Sie hatte die Sorge das ihr Sohn dann alles bekommt (was er ohne Testament eben bekommen hätte) und wir nur Ärger haben bzw sofort auf der strasse sitzen.

0x Hilfreiche Antwort

#30
 Von 
Pflegende angehörige
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von aspergius):
Ihr könnt warten, bis die Oma nicht mehr ist und danach hast du und dein Mann mit deinem Vater eine Erbengemeinschaft. Nachdem er den Konflikt sucht, ist dies die schlechteste Lösung, denn ALLES was Ihr mit dem Erbe tut, müßt Ihr gemeinsam bestimmen. Schon deshalb wäre es u.U. günstig, wenn du Alleinerbe wärst und dein Vater nur das Pflichtteil in bar ausgezahlt bekommt.


Da gibt es weitere Probleme: zum einen kann die Oma dann ihren Heimplatz nicht finanzieren und zum anderen fordert die Bank in einem Jahr ihre offene restschuld. Diese ist ohnehin nächstes Jahr komplett fällig, ob sie nun erkrankt ist oder nicht.

0x Hilfreiche Antwort

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