Pflichtanteil-Enkelkinder

29. November 2007 Thema abonnieren
 Von 
brama
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
Pflichtanteil-Enkelkinder

Hallo!
Könnte uns vielleicht jemand Hilfestellung leisten?
Wir drehen uns hier im Kreis.

Folgender Fall:
Ehepaar mit 3 Söhnen. 1 Sohn schon verstorben und hinterlässt 2 Kinder.
Es besteht ein Testament, jedoch ist in diesem der verstorbene Sohn nicht aufgeführt (enterbt), da das Ehepaar auch die Enkelkinder nicht als Erben einsetzen wollten (Streitigkeiten mit der Schwiegertochter).

Nun steht den Enkelkindern doch ein Pflichtteil zu, oder?
Wie wird dieser Pflichtteil zusammengesetzt?
"Nur" aus dem Nachlass der Oma, welche nun verstorben ist... oder auch schon vom Pflichtteil des noch lebenden Opas?

Unsere Gedanken: würde der Opa nun die Eigentumswohnung den lebenden Söhnen schenken und noch z.B. 12 Jahre leben... würden die Enkelkinder dann leer ausgehen, da ja eine Schenkung nach 10 Jahren nicht mehr ins Erbe fällt.
Oder liegen wir falsch?

Könnte uns jemand an einem Beispiel vielleicht erläutern?
Z.B. Guthaben im Moment 100.000 €
die beiden lebenden Söhne sind mit je 1/6 aufgeführt, Opa mit 1/2 und die Enkelkinder mit je 1/12.
Nach Ableben des Opas soll das Erbe zu je 1/2 auf die beiden lebenden Söhne übergehen.

Wir bedanken uns schon einmal mit wirren Grüssen

Testament oder Erbe?

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47253 Beiträge, 16736x hilfreich)

die beiden lebenden Söhne sind mit je 1/6 aufgeführt, Opa mit 1/2 und die Enkelkinder mit je 1/12.

Das entspricht auch der gesetzlichen Erbfolge. Die Enkelkinder sind also zu Erben geworden. Damit gibt es keinen Pflichtteil zum jetzigen Zeitpunkt. Der Erbteil bezieht sich nur auf den Nachlass der Oma.

Nach dem Ableben des Opas haben die Enkelkinder einen Pflichtteilsanspruch in Höhe von je 1/12.

Bezüglich des Planes, die Eigentumswohnung an die beiden Söhne zu schenken wäre noch wichtig zu wissen, ob es sich um die jetzt selbst vom Opa bewohnte Wohnung handelt und ob der Opa ein Wohnrecht oder Nießbrauchrecht erhalten soll.

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#2
 Von 
sika0304
Status:
Schlichter
(7944 Beiträge, 2922x hilfreich)

Wie ich brama verstanden habe, ist im Testament nur die Rede von den beiden noch lebenden Söhnen.
Von dem Besitztum der Oma geht 50% an den Opa und der Rest wird auf die 3 Kinder aufgeteilt. Da der verstorbene Sohn nicht genannt wurde, ist er damit enterbt und bekommt nicht mehr 1/3 von 50% sondern nur noch 1/6.
100.000,- = 50.000,- für Opa
50.000,- durch 6 = € 8.333,33 wäre für die Kinder die Summe an Pflichtteil ihres verstorbenen Vaters.
Pflichtteil sind sofort zahlbar.
Die könnten also die Kinder vom Opa/Onkeln anfordern, da diese ja Erben geworden sind (sollten sie auch tun, wenn minderjährig, eventuell hilft das Jugendamt?).

Bei der Schenkung der Wohnung (oder besser gesagt der Anteile von Opa an seine Kinder) hängt es davon ab, ob es eine echte Schenkung ist (Nießbrauch könnte da eventuell hinderlich sein)

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#3
 Von 
nataly
Status:
Lehrling
(1238 Beiträge, 610x hilfreich)

"Unsere Gedanken: würde der Opa nun die Eigentumswohnung den lebenden Söhnen schenken und noch z.B. 12 Jahre leben... würden die Enkelkinder dann leer ausgehen, da ja eine Schenkung nach 10 Jahren nicht mehr ins Erbe fällt."

Das trifft zu, wenn es eine "echte" Schenkung ist.
Übrigens steht eine Gesetzesänderung bevor: danach verringert sich der Pflichtteilsergänzungsanspruch künftig um 10% pro Jahr.

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