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Pflichtanteil für Enkel ?

 Von 
Ludwig_I
Status:
Beginner
(60 Beiträge, 6x hilfreich)
Pflichtanteil für Enkel ?

Hallo liebe Forenmitglieder,

Oma A hat 2 Söhne C und D. Sohn D ist dieses Jahr verstorben. Der verstorbene Sohn hat eine Tochter Enkelin S.

Oma will ihre Immobilie jetzt an Sohn C überschreiben.
Hat Enkelin S trotzdem Anspruch auf Pflichtteil ?
Wíe hoch wäre der Pflichtteil?

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Pflichtteil Tod Sohn Oma


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cruncc1
Status:
Junior-Partner
(5973 Beiträge, 3775x hilfreich)

Hat Enkelin S trotzdem Anspruch auf Pflichtteil ?
Ja, aber erst nach dem Tod der Oma!


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#2
 Von 
quiddje
Status:
Bachelor
(3869 Beiträge, 2218x hilfreich)

Ein Anspruch der Enkelin ist erst bei Tod der Oma gegeben, solange diese lebt, kann sie mit ihrem Vermögen machen, was sie will.

Wenn die Oma überschreibt, aber Nießbrauch behält, hat die Enkelin bei Tod der Oma einen Pflichtteilsanspruch auf 1/4 des Hauswertes, sofern da kein Ehemann der Oma vorhanden ist.
Wenn kein Kaufpreis genannt ist, sondern der Sohn sich dafür verpflichtet, die Oma zu hegen und zu pflegen nach ihren Bedürfnissen und/oder ihr ein nettes Wohnrecht einräumt, dann ird der Barwert von Wohnrecht und/oder Pflege berechnet (der hängt vom alter der Oma und von der Ausgestaltung der Vereinbarung ab) und als Kaufpreis angerechnet. Ist der Kaufpreis niedriger als der Hauswert, so ist der Rest eine Schenkung.
Ansonsten sit alles eine Schenkung.
Da hätte die Enkelin noch (immer niedrigere) Pflichtteilsansprüche, wenn die Oma innerhalb der nächsten 10 Jahre sterben würde.

Es wäre eine Überlegung,d ass die Enkelin im Zuge der Hausübertragung auf ihren Pflichtteilsanspruch notariell verzichtet und dafür eine Abfindung vom Onkel erhält. Damit hat er für spätere Zeiten Ruhe.

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#3
 Von 
cruncc1
Status:
Junior-Partner
(5973 Beiträge, 3775x hilfreich)

Weshalb sollte sich der Onkel eine "Abfindung" zahlen?

Wenn die Oma noch lange genug lebt, könnte der Anspruch der Enkelin gegen Null gehen.

Aber vll liegt der Oma die Enkelin besonders am Herzen und sie sorgt bereits im Übertragungsvertrag für einen Ausgleich.

Maßgeblich ist, was die Oma will.

-- Editiert cruncc1 am 29.11.2013 13:19

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#4
 Von 
quiddje
Status:
Bachelor
(3869 Beiträge, 2218x hilfreich)

Deswegen sagte ich auch nur, dass es eine Überlegung wäre.

Oma würde es vielleicht bedauerlich finden, wenn es später Streit wegen ihrer gut gemeinten Schenkung gäbe; auch sie könnte Interesse daran haben, einen solchen Streit zu vermeiden.

Enkelin hat vielleicht gar kein Interesse an dem Haus, würde aber gern eine Wohnung kaufen und könnte da etwas Startkapital gebrauchen.

Aber klar, man kann das Ganze auch auszusitzen versuchen und irgendwann in den nächsten 10 Jahren eventuell viel Geld für Gutachter (wie hoch war wohl der Hauswert zum Zeitpunkt der Schenkung?) und Anwälte rauswerfen.

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#5
 Von 
cruncc1
Status:
Junior-Partner
(5973 Beiträge, 3775x hilfreich)

Die Oma kann bereits im Übertragungsvertrag für einen Ausgleich im Übertragungsvertrag sorgen. Der Notar berät hierüber.

Mir erschließt sich nur nicht, weshalb die Enkelin auf ihr Pflichtteilsrecht verzichten sollte; der Onkel verzichtet doch auch nicht.



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