Pflichtteil unehelicher Kinder

26. Februar 2005 Thema abonnieren
 Von 
Der Gerechte
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 1x hilfreich)
Pflichtteil unehelicher Kinder

Hallo ich habe ein uneheliches Kind zu dem ich Kontakt habe.
Ich habe noch 2 Kinder mit meiner jetzigen Frau.Wir haben zusammen ein Haus und auch Privatvermögen.
Wie sieht der Pflichteil bei unehelichen Kindern aus..und kann ich durch überschreiben oder Schenkung an die 2 Kinder den Pflichtteil umgehen?

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17 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
rotegazelle
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 12x hilfreich)

Auch das uneheliche Kind hat einen Erbanspruch, ist ja Dein Kind !
Natürlich kannst Du alles verschenken, wer nichts mehr hat kann auch nichts mehr vererben. Aber beachte hierbei auch die Risiken, bzw. sichere Dich ab. (Fristen beachten)
MFG

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#2
 Von 
Harry2000
Status:
Lehrling
(1084 Beiträge, 250x hilfreich)

Hallo!

Die Antwort auf Ihre Frage dürfte sich durch die Lektüre des § 2325 BGB ergeben:

"BGB § 2325 Pflichtteilsergänzungsanspruch bei Schenkungen
------------------------------

(1) Hat der Erblasser einem Dritten eine Schenkung gemacht, so kann der Pflichtteilsberechtigte als Ergänzung des Pflichtteils den Betrag verlangen, um den sich der Pflichtteil erhöht, wenn der verschenkte Gegenstand dem Nachlass hinzugerechnet wird.

(2) Eine verbrauchbare Sache kommt mit dem Wert in Ansatz, den sie zur Zeit der Schenkung hatte. Ein anderer Gegenstand kommt mit dem Wert in Ansatz, den er zur Zeit des Erbfalls hat; hatte er zur Zeit der Schenkung einen geringeren Wert, so wird nur dieser in Ansatz gebracht.

(3) Die Schenkung bleibt unberücksichtigt, wenn zur Zeit des Erbfalls zehn Jahre seit der Leistung des verschenkten Gegenstands verstrichen sind; ist die Schenkung an den Ehegatten des Erblassers erfolgt, so beginnt die Frist nicht vor der Auflösung der Ehe."


Bei Schenkungen kann der "Enterbte" also grundsätzlich noch 10 Jahre nach der Schenkung Pflichtteilergänzungsansprüche geltend machen.


Gruß
Harry!


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#3
 Von 
guest123-211
Status:
Praktikant
(624 Beiträge, 87x hilfreich)

Kann man ja dankbar sein, dass das uneheliche Kind das nicht weiss ..... Wird sich irgendwann sehr ver.... vorkommen.
Naja, selbst schuld. Was muss es auch ein uneheliches Kind werden.

Gut, dass da steht: der Bocholter, ich könnt fast denken, das ist der Vater meiner Tochter. Dem trau ich das auch zu ....

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#4
 Von 
guest-12320.01.2010 19:55:59
Status:
Frischling
(33 Beiträge, 4x hilfreich)

@ amtsmeier

Ich denke, Du schießt übers Ziel hinaus. Es mag zwar ungerecht erscheinen, wenn die anderen Kinder bekommen sollen und eines eben nicht, aber Bocholter kann mit seinem Vermögen machen was er will (könnte es auch einer Sekte vermachen etc.). Er hat es sich wie auch immer erschaffen und die Kinder haben keinerlei Rechte an diesem Vermögen, solange er am Leben ist.
Und ich finde, dass Kinder dazu erzogen werden sollten, auf ihren eigenen Füßen zu stehen und nicht dazu auf das Vermögen der Verwandschaft zu schielen.

Gruß
Brandungsfels

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#5
 Von 
guest123-211
Status:
Praktikant
(624 Beiträge, 87x hilfreich)

Natürlich. Und ebenso selbstverständlich kann keiner ran, so lange er lebt. Möge er friedlich und möglichst lange sein Vermögen verzehren.

Was mich aber dran stört: er schreibt, dass er mit dem Kind Kontakt hat. Entweder er hat Kontakt und mag das Kind, dann hat er kein Problem, dass dies Kind etwas von ihm bekommt. Oder er kann das Kind nicht leiden, dann kann er aber auch den Kontakt abbrechen. Dann wissen alle, was gespielt wird.

Wenn er den Kind Liebe und Freundschaft vorgaukelt, aber ihm nicht das Schwarze unter den Fingernägeln gönnt, dann finde ich das oberfies.

Lieder schreibt der Bochholter nicht, was er für stichhaltige Gründe hat - die es natürlich auch geben kann.

Wenn ich deiner Argumentation folge, sollte keines der Kinder was erben.

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#6
 Von 
Der Gerechte
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 1x hilfreich)

...oha....ich war damals 18 jahre alt und es war ein one night stand....sie sagte mir sie nimmt die pille..leider war dies eine lüge und ich habe bis zum 18. geb. des kindes meine unterhaltszahlungen immer pünktlich bezahlt.gut ich habe genauso schuld dran gehabt an dieser einen nacht aber meine jetzige familie die ich mit 21 jahren gegründet habe ist mir wichtiger.sie wollte in jungen jahren nicht das ich mein kind sehe weil ich eine neue frau habe...da hat mich keiner gefragt wie ich das finde....natürlich ist der kontakt heute noch gut..aber nur weil ich immer wieder gekommen bin um zu sprechen...sonst kam da nix von meinem kind ( heute 23 Jahre alt) und der mama.

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"weiter,weiter ins verderben wir müssen leben bis wir sterben"

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#7
 Von 
Vienna
Status:
Schüler
(274 Beiträge, 66x hilfreich)

Bevor Ihr die Frage von Bocholter beurteilt..wie auch immer.. hier mal ein Fall
aus dem Leben :

Mann mit 18 Jahren Vater eines unehel. Kindes, sieht das Kind nicht weil die Familie der Mutter es nicht will.
Mit 23 Jahren gründet er eine Firma, heiratet eine andere Frau und bekommt mit ihr ein Kind.
Frau arbeitet 30 Jahre im Betrieb als mitarbeitende Ehefrau (600 DM netto).
Mann stirbt.
Mutter des unehel. Kindes meldet sich, ihr Kind ist bereits im Alter von 22 Jahren verstorben, sie verlangt ihrem Kind zustehendes Pflichtteil.
Was ist heute ? Firma dicht, Frau und Sohn schlagen sich so durch.

Gruss Vienna

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#8
 Von 
guest123-211
Status:
Praktikant
(624 Beiträge, 87x hilfreich)

Das isses ja - da war kein Kontakt, da wäre es auch gut und richtig, das so zu machen.

In solchen Fällen, wo auch von Kindesseite keinerlei Interesse besteht, find ich das völlig berechtigt.

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#9
 Von 
Der Gerechte
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 1x hilfreich)

@ Amtsmeier ..eben..kannst ruhig hingehen zum Geburstag..Danke für´s Geschenk und Tschüß.Ein Jahr hörste nix wenn du nicht selber was unternimmst...da haste irgendwann kein Bock mehr drauf.
Meine ehelichen Kinder sind sogar ne Zeit in der selben Clique gewesen....ja Zufälle gibt es....und verstehen sich gut.Die machen sich da keinen Kopp von...aber als Vater will man auch seinen Nachlaß geregelt haben." Mann " weiß nie wann es einen erwischt.Da sollte " Mann " auch mit 41 Jahren schon mal vorsorgen.

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"weiter,weiter ins verderben wir müssen leben bis wir sterben"

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#10
 Von 
Julla
Status:
Lehrling
(1746 Beiträge, 272x hilfreich)

Soweit ich weiß sind uneheliche Kinder dem Gesetz nach den ehelichen Kindern gleichgestellt. Somit hat das uneheliche Kind auch Anspruch auf den Pflichtteil. Finde ich zwar auch "blöd" , weil der "Vater" ja eh schon i.d.R. ziemlich lange für das Kind gezahlt hat (das sollte m.E. verrechnet werden) aber es ist nun mal so.
Wenn "Der Bocholter" also "vorsorgen" möchte, sollte er seinen ehelichen Kindern bzw. seiner Frau schon jetzt möglichst viel "schenken" , da die Aussicht, dass er noch mind. 10 Jahre lebt, doch durchaus gegeben ist ;)

lg
Julchen

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"... und Erstens komt es anders als man(n) Zweitens Drittens denkt "

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#11
 Von 
Der Gerechte
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 1x hilfreich)

Danke für die gemischten Meinungen..es macht Spass hier im Forum .
Ich gehe 3 Mal die Woche zum Sport und will 90 jahre alt werden.Also will ich bald anfangen alles zu verschenken...und dann haut mir die Frau ab...das wär´s noch.:(

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"weiter,weiter ins verderben wir müssen leben bis wir sterben"

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#12
 Von 
Vienna
Status:
Schüler
(274 Beiträge, 66x hilfreich)

Hallo Bocholter,
schon irgendwelche Anzeichen dafür, daß die Frau in dieser Zeit auch "Sport" macht ?
Wenn nicht dann ist doch alles o.k.

Gruss Vienna

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#13
 Von 
Julla
Status:
Lehrling
(1746 Beiträge, 272x hilfreich)

@ Bocholter
alles kannste eben nicht haben :)

Du könntest deinem unehelichen Kind aber anbieten, ihm seinen Pflichtteil schon jetzt auszuzahlen - dann haben deine anderen Erben später Ruhe.

lg
Julchen

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"... und Erstens komt es anders als man(n) Zweitens Drittens denkt "

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#14
 Von 
Der Gerechte
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 1x hilfreich)

@ vienna...wir gehen immer zu sammen zum sport seit 10 Jahren ;)

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"weiter,weiter ins verderben wir müssen leben bis wir sterben"

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#15
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47325 Beiträge, 16765x hilfreich)

@vienna

quote:
Mutter des unehel. Kindes meldet sich, ihr Kind ist bereits im Alter von 22 Jahren verstorben, sie verlangt ihrem Kind zustehendes Pflichtteil.


Die Mutter des unehelichen Kindes hat in diesem Fall keinerlei Ansprüche. Das Kind selbst hätte einen Pflichtteil geltend machen können. Wenn es vor dem Vater verstirbt, geht dieer Anspruch aber nicht auf die Mutter über.

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#16
 Von 
heikemaus
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo, ich mal eine Frage zu der Antwort von Harry2000 bezüglich des BGB § ... (3),
heißt das, dass die Schenkung an die Ehefrau
(z.B. die Hälfte des gemeinsamen Hauses) nicht unter die 10 Jahres-regel fällt und der Pflichtteilergänzungsanspruch auch nach 10 Jahren nach der Schenkung erhalten bleibt ?
Danke für antworten,
heikemaus

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47325 Beiträge, 16765x hilfreich)

So ist es.

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