Pflichtteilsanspruch - Steht Kind B der Pflichtteil zu?

25. Januar 2009 Thema abonnieren
 Von 
namsen
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Pflichtteilsanspruch - Steht Kind B der Pflichtteil zu?

Hallo zusammen,

Folgender Fall:

Ein Ehepaar hat zwei Kinder.
Erbsache ist ein Haus mit Inhalt von ca. 200 000,-Euro.
Das Ehepaar setzt einen Erbvertrag auf, in dem jeweils der Überlebende zum Alleinerben wird.
Darüber hinaus setzen sie Kind A zum Alleinerben ein, und bestimmen, daß Kind B beim Tode des Letzten Elternteils von Kind A einen Betrag von 25 000,- Euro erhalten soll.
Diese 25 000,- Euro wären ja für Kind B noch nicht mal der Pflichtteil.
Frage: Steht nach dieser Schilderung Kind B der Pflichtteil zu?

ruß

Namsen

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
leonardo-da
Status:
Schüler
(157 Beiträge, 21x hilfreich)

Die Eltern sind wohl zusammen Besitzer des Hauses. Wenn einer der Eltern stirbt und kein Testament vorliegt, steht dem überlebenden Ehepartner 50% und jedem Kind 25% zu. Das wären 50000,- 25000,- und 25000,-.
Gibt es nun ein Testament, steht jedem der Drei mindestens sein Pflichtanteil, also 25000,- 12500,- und 12500,- zu. Nach dem von Ihnen geschilderten Testament würde der überlebende Ehepartner also seine 100000 und 75000, als Allleinerbe, behalten. Die beiden Kinder könnten ihren Pflichtanteil von je 12500 verlangen. Diese müssten ausbezahlt werden. Des Weiteren sieht das Testament vor, dass Kind A Alleinerbe beim Tod des zweiten Elternteils werden soll. Wenn sich am Wert desHauses bis zu diesem Zeitpunkt nichts geändert hat, würde Kind A Alles, weniger dem Pflichtanteil des Kindes B, erhalten. Kind B hat jetzt 25% Pflichtanteil (von 175000) also 43750,- zu erhalten und zwar nicht als Anteil in einer Erbengemeinschaft sondern als auszuzahlenden Betrag. Sicher besteht das größte Problem darin, den Wert des Hauses zu bestimmen oder sich darauf zu einigen. Gutachter kosten Geld und wenn jeder seinen eigenen Gutachter beauftragt, werden wohl auch unterschiedliche Werte festgestellt werden.

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#2
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47254 Beiträge, 16737x hilfreich)

Das Kind hat mindestens einen Anspruch auf den Pflichtteil. Das kann man nicht dadurch aushebeln, dass das Kind zu einenem geringeren Betrag als Erbe eingesetzt wird, bzw. ein Vermächtnis in geringer Höhe erhält.

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#3
 Von 
namsen
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo zusammen!

danke für die Antworten bisher.

Noch mal zu dem Fall:

Mittlerweile ist der Mann des Ehepaares verstorben.
Die Frau wurde also zur Alleinerbin.
Weder Kind A noch Kind B stellten nach dem Tod des Vaters Pflichtteilsansprüche.
Frage: Welchen Anspruch hat Kind B nun nach dem Ableben der Mutter aus dem o.g. Beispiel?

Gruß

Namsen

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47254 Beiträge, 16737x hilfreich)

Falls das noch mögich ist, würde ich Kind A empfehlen, den Pflichtteil aus dem Nachlass es Vaters zu fordern.

Wenn nun die Frau verstirbt, dann hat Kind A einen Pflichteilsanspruch in Höhe von 25% des Nachlasswertes.

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