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Reihenfolge mehrerer Abschichtungen zur Auflösung der Erbengemeinschaft

16. September 2022 Thema abonnieren
 Von 
BeaMar
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Reihenfolge mehrerer Abschichtungen zur Auflösung der Erbengemeinschaft

Hallo,
ich habe mit meinem Mann und meinen Söhnen meinen Bruder beerbt.
Die Erbquoten sind: mein Mann und die Söhne jeweils 12,5%, ich 50%.
Zum Erbe gehört auch ein Haus, das mir vor dem Erbfall bereits zur Hälfte gehörte.
Dieses Haus soll ich nun zu 100% übernehmen.

So ist die Situation:
- Das Vermögen meines Bruders wird von mir verwaltet. Konten sind bereits aufgelöst und Guthaben an mich überwiesen.
- Nennenswerte Schulden hatte mein Bruder nicht (einzig Steuerschulden aus V&V - ca. 3.000€). An der Klärung des Betrages arbeite ich gerade.
- Die Immobilie ist lastenfrei.
- Der Hauswert ist noch unklar, da das Finanzamt die Erbschaftssteuererklärung noch nicht bearbeitet hat. Wir gehen im Abschichtungsvertrag zunächst von dem in der ErbSt.Erklärung angesetzten Hauswert aus.
- Ich habe den Miterben gegen eine privatrechtliche Vereinbarung bereits ca. 60% ihres Erbes als Vorschuss ausgezahlt.

Es sind sich alle Familienmitglieder einig, die Erbengemeinschaft via Abschichtung so aufzulösen:

1. das Kapitalvermögen wird entsprechend der Erbquote aufgeteilt (und von mir ausgezahlt)
2. ich übernehme das Haus und zahle dazu den Hauswert entsprechend der Erbquote jedem Erben aus (ausgehend von dem Wert in der Erbschaftssteuererklärung)
3. die ausscheidenden Mitglieder der Erbengemeinschaft werden NICHT von der Haftung für die Steuerschulden, oder einer Veränderung des angesetzten Hauswertes, befreit.
Hier rechne ich damit, dass das Finanzamt versuchen wird den Hauswert höher anzusetzen und sich eher eine Erhöhung des jeweiligen Erbteils ergibt.

Nun unser Vorhaben: wir möchten gerne die Erbengemeinschaft via Abschichtung auflösen,
den Abschichtungsvertrag / die Abschichtungsverträge wie oben beschrieben selbst aufsetzen und jeden Erben möglichst an seinem Wohnort die Unterschrift notariell beglaubigen lassen (2 Söhne haben eine Anfreise von 500, bzw. 700 km)

Meine Fragen:
- Kann unser Vorhaben überhaupt mit EINEM Vertrag geregelt werden, in dem alle 4 Miterben
erklären, dass sie gegen Auszahlung aussteigen?

- Wer unterschreibt überhaupt einen Abschichtungsvertrag? Doch nicht nur der Erbe, der aus der
Erbengemeinschaft aussteigt?

- Oder muss einer nach dem anderen via Abschichtungsvertrag aus der Erbengem. aussteigen?

- Wie wäre eine sinnvolle Reihenfolge, damit möglichst keine Reiseaufwände entstehen?

Ich bin gespannt auf die Antworten.
Herzlichen Dank!



-- Editiert von User am 16. September 2022 12:43

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(43499 Beiträge, 15501x hilfreich)

Zitat (von BeaMar):
Kann unser Vorhaben überhaupt mit EINEM Vertrag geregelt werden, in dem alle 4 Miterben
erklären, dass sie gegen Auszahlung aussteigen?


Ja

Zitat (von BeaMar):
Wer unterschreibt überhaupt einen Abschichtungsvertrag? Doch nicht nur der Erbe, der aus der
Erbengemeinschaft aussteigt?


Nein, alle Erben müssen den Abschichtungsvertrag unterschreiben.

Zitat (von BeaMar):
Oder muss einer nach dem anderen via Abschichtungsvertrag aus der Erbengem. aussteigen?


Nein, das ist nicht erforderlich.

Wenn der Vertrag privatschriftlich erfolgt und nur die Unterschriften beglaubigt werden sollen, muss man aber schon genau wissen, wie der Abschichtungsvertrag formuliert werden muss, damit er vom Grundbuchamt anerkannt wird.

-- Editiert von User am 16. September 2022 16:27

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