Schenkung - Schmuck Pflichtteilergänzungsanspruch

11. Mai 2005 Thema abonnieren
 Von 
Paulchen123
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Schenkung - Schmuck Pflichtteilergänzungsanspruch

Ich habe hier auch noch mal eine Frage, welches so Richtung „Pflichtteilergänzungsanspruch bei Schenkungen innerhalb der letzten 10 Jahre“ gehen könnte?!
Im Testament (notariell) meiner Eltern (mein Vater ist schon vor mehreren Jahren gestorben) steht, dass das Grundstück, sowie der Schmuck nach dem Tod meiner Mutter an alle Kinder zu gleichen Teilen verteilt wird. Nun ist meine Mutter auch gestorben und meine jüngere Schwester, die den Schmuck bereits zur Aufbewahrung besaß, vermeldet nun, dass meine Mutter ihr bereits vor ihrem Tod einige Stücke geschenkt hätte, weil sie sich immer so lieb um alles gekümmert hätte. Ich kann mir das eigentlich nicht vorstellen, weil meine Mutter eigentlich immer wollte, dass wir alle zu gleichen Teilen den Schmuck bekommen und nicht nur einer aus der Familie. Eine Liste existiert leider nicht, aber wir wissen genau, welche Teile da waren, der Wert ist leider auch nicht bekannt. Auch hier wurde schon vor Ihrem Tod und auch im Testament erwähnt, dass der Schmuck ggf. geschätzt werden soll, wenn keine Einigkeit besteht.
Welche Möglichkeiten haben wir, überhaupt wieder an den Schmuck zu kommen oder muß meine Schwester den Schmuck wieder rausrücken? Kann man sie dazu zwingen oder wie würden wir hier weiter kommen, denn sie besteht auf der Aussage, dass unsere Mutter ihr den Schmuck geschenkt hätte. Auch einige andere Dinge sind auf einmal verschwunden und wurden ihr angeblich verschenkt, teilweise sind Bilder, Gläser, Porzellan etc. weg. Sie war die einzige, die sich intensiver um Mutter gekümmert hat und einen Schlüssel besessen hat, dass es jetzt hier um Erbstreitigkeiten kommen würde, hätten wir niemals gedacht. So kann man sich täuschen.

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47264 Beiträge, 16741x hilfreich)

Die Schwester muss den Schmuck wieder rausrücken.

Dass die Mutter die Sachen verschenkt hat, muss die Schwester im Zweifel beweisen. Alleine die Behauptung reicht nicht aus.

Im Zweifel müsst Ihr Eure Schwester auf Herausgabe verklagen.

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#2
 Von 
Sumse66
Status:
Schüler
(439 Beiträge, 67x hilfreich)

Warum glaubt Ihr Eurer Schwester nicht einfach? Wie Du selbst schreibst, hat SIE sich als einzige intensiv um die Mutter gekümmert. Da erscheint es mir völlig normal, dass die Mama sich da entsprechend revenchiert hat und ihr vielleicht schon ein paar Teile vorab als Dankeschön überlassen hat. Vielleicht hatte die Mama ja gar keine andere Möglichkeit, ihre Dankbarkeit gegenüber Eurer Schwester auszudrücken?

Kann sein, muss nicht. Im Zweifel wird sie es, wie hh schreibt, beweisen müssen, was ohne Schriftliches nicht einfach werden dürfte. Andererseits dürftet Ihr dann sicher auch beweisen müssen, was alles da war, solltet Ihr die Herausgabe der Sachen einklagen, denke ich. Wenn es keine Listen o.ä. gibt, wird das auch für Euch schwierig. Es reicht dann auch für Euch nicht aus, zu behaupten, da hing mal ein Picasso, der Millionen wert ist.

Hättet Ihr anderen Euch so um die Mutter gekümmert, wie Eure Schwester, wer weiß, vielleicht wären dann die jetzt fehlenden Teile oder auch die anderen Dinge in Eurem Besitz?

Ich weiß, dass es nicht einfach ist, sich um alte oder ältere Menschen intensiv zu kümmern. Das ist eine Riesenaufgabe, die unendlich viel Verzicht und Zurückstecken der betreuenden bzw. versorgenden Person verlangt. Gönnt Eurer Schwester doch die Dinge, die sie von der Mutter bekommen hat. Seid dankbar dafür, dass sie diese schwierige Aufgabe der Betreuung und Versorgung übernommen und Euch somit entlastet hat.


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"hjoedicke"

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#3
 Von 
guest123-461
Status:
Schüler
(225 Beiträge, 352x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#4
 Von 
Sumse66
Status:
Schüler
(439 Beiträge, 67x hilfreich)

@ HeiCal: Paulchen schreibt selbst zugebenderweise:

<<<Sie war die einzige, die sich intensiver um Mutter gekümmert hat...>>>.


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"hjoedicke"

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#5
 Von 
Sumse66
Status:
Schüler
(439 Beiträge, 67x hilfreich)

UUUps, da hats was rausgeklaut:
Im letzten Absatz: """Sie war die einzige, die sich intensiver um Mutter gekümmert hat und einen Schlüssel besessen hat..."""
Offensichtlich hat die Mutter doch nur ihr vertraut, sonst hätten die anderen doch auch einen Schlüssel gehabt, wenn sie sich gekümmert hätten, oder?

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"hjoedicke"

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Paulchen123
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Diese Wortklaubereien helfen uns in der Tat nicht weiter, zumal keiner weiß, wie meine Mutter bzw. meine Schwester wirklich war und wenn man den ganzen Tag Zeit hat und nicht arbeiten braucht, dann kann man sich halt auch intensiver um einen Angehörigen kümmern, aber das sind halt Hintergrundinformationen.
Es geht hier um Gerechtigkeit . Und was meine Schwester an Bargeld für Ihre Hilfe zugesteckt bekommen hat, da sagt ja auch keiner was, ist ja auch o.k., wird im Laufe der Zeit sicherlich auch nicht wenig gewesen sein. Es geht uns halt um die anderen Dinge, die nun angeblich größtenteils verschenkt wurden und da kann meine Schwester erzählen, was sie will, diese angeblichen Schenkungen glaubt ihr niemand aus der Familie.

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