Schenkung an Kinder - Immobilien

10. Januar 2020 Thema abonnieren
 Von 
Panko
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 0x hilfreich)
Schenkung an Kinder - Immobilien

Hallo zusammen,
folgende Problematik
- Eltern E möchten zu ihren Lebzeiten teile ihrer Werte "vererben" unter den drei Kindern K1, K2, K3.
Wichtiger Punkt dabei: Alles soll möglichst auf 1/3 gerecht aufgeteilt werden. (Gerechtigkeit ist immer im Sinne des Betrachters -> ist schon klar ;) )

Zu vererben wären:
Wohnungen W1 , W2, Haus H1, Haus H2+W3 (wird/und soll noch selber bewohnt von E.), Haus H2 und Land (3ha). Leider gibt es keine (annähernd) gerechte Aufteilung der Erbmasse ohne Benachteiligung, da 2 W bspw. in Großstädten ändere Werte haben, als in kleinen Dörfern.

Da alle Kinder schon gebaut haben, gibt es keine Selbstnutzung, alles ist vermietet. Verhältnis ist gut (noch ;) )

Nun die Fragen:
--> Welche Möglichkeiten gibt es die Werte zu Lebzeiten möglichst gerecht zu schenken/verteilen?

1.) GbR gründen:
E. halt Hauptgesellschafter mit 0/3 Quote, Kinder jeweils 1/3 Quote. Mieteinnahmen werden 1/3, Kosten natürlich auch.
Vorteile:
- Im Gesellschaftsvertrag können Regeln festgesetzt werden ->Weitere Erbfolge etc.
- E. könnten sich absichern und Gesellschaftsteile zurücksichern bei Bedarf. Bspw. 0/3 Kinder 3/3 Eltern?
Nachteile:
-Notarkosten?
- Wie sieht es hierbei mit Sozialhilferegress aus? Das Amt kann doch nur die Anteile der E. an der GbR einfordern, richtig?

2.) Sonstige Möglichkeiten außerhalb einer GbR?

Wir würden uns gerne fachmännische Hilfe suchen: Notar? Rechtsanwalt? Steuerberater? Wo fängt man an?

Ich bedanke mich vielmals!!!

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
AR0710
Status:
Schüler
(407 Beiträge, 88x hilfreich)

Erst einmal kann noch nichts vererbt werden. Dies tut man erst wenn man stirbt.
Am gerechtesten wird es, wenn man an jeder Immobilie jedem Kind 1/3 schenkt. Hierzu muss man zu einem Notar, welche im Übrigen auch eine Beratungsfunktion haben.
Die Idee mit der GbR ist auch nicht schlecht allerdings sollte man wissen, dass man dann über den Anteil an den Immobilien nicht mehr verfügen kann, sondern lediglich nur noch über den Anteil an der Gesellschaft.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
guest-12325.02.2020 18:38:59
Status:
Schüler
(298 Beiträge, 104x hilfreich)

Zitat:
Verhältnis ist gut (noch ;) )


Jedem Kind 1/3 an jeder Immobilien zu überschreiben ist nicht die beste Idee. Eigentümergemeinschaften, in welcher Form auch immer, sollten im Interesse des Familienfriedens vermieden werden. Auch wenn sich jetzt noch alle gut verstehen.

Bei allem was zukünftig mit oder an der Immobilien gemacht werden soll (Verkauf, Instandhaltung, Nutzung etc.) müssten sich alle Eigentümer einig sein. Dies ist oft ein Ausgangspunkt für Streit, erst recht wenn mit der geplanten Maßnahme Kosten verbunden sind.

Ermittelt den Martkwert aller Immobilien und verteilt dann so gerecht wie möglich. Evtl. mit zusätzlichen Ausgleichszahlungen.
Das Wohnrecht der Eltern an W3 mindert deren Wert.

Zitat:
Haus H2+W3 (wird/und soll noch selber bewohnt von E.), Haus H2 und Land (3ha).


Befindet sich W3 in H2? Dazu gehören noch 3 ha Land? Dann sollte diese Einheit auch an einen Eigentümer übergehen.
Die beiden Wohnungen befinden sich in einer Großstadt, die beiden Häuser liegen eher ländlich?

Beispiel für die Verteilung, da ich die Martkwerte nicht kenne:
Kind 1 W1
Kind 2 W2
Kind 3 H2+W3 (mit Wohnrecht der Eltern) plus 3ha Land

H1 könnte verkauft und der Erlös für Ausgleichszahlungen genutzt werden.

Gibt es Enkel, die in ein paar Jahren vielleicht Interesse an einer Immobilie haben könnten? Dann könnte man die entsprechende Immobilie dessen Eltern schenken. Oder sie verbleibt erstmal im Eigentum der Eltern und wird später direkt dem Enkel geschenkt.

Andere Möglichkeit: Immobilien verkaufen und das Geld verteilen. Keines der Kinder scheint ja eine der Immobilien selbst nutzen zu wollen.

-- Editiert von schneechen am 11.01.2020 12:13

3x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Panko
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für eure Beiträge!

Zitat:
Am gerechtesten wird es, wenn man an jeder Immobilie jedem Kind 1/3 schenkt. Hierzu muss man zu einem Notar, welche im Übrigen auch eine Beratungsfunktion haben.
Die Idee mit der GbR ist auch nicht schlecht allerdings sollte man wissen, dass man dann über den Anteil an den Immobilien nicht mehr verfügen kann, sondern lediglich nur noch über den Anteil an der Gesellschaft.

Ok, was genau ist unterschiedlich dabei, wenn man jede Immobilie 1/3 oder ob man eine Gesellschaft 1/3?


Zitat:
Ermittelt den Martkwert aller Immobilien und verteilt dann so gerecht wie möglich. Evtl. mit zusätzlichen Ausgleichszahlungen.

Das wäre wohl das beste, aber fair geht sowas leider nicht. Ich sehe zumindest keine "gerechte" Lösung. Als grobe Schätzung:
W1 Marktwert ca. 160K plus 600 Euro/Monat
W2 Marktwert ca. 140K plus 450 Euro/Monat
H1 mit W3 ca. 130k plus Eltern wohnen dort weiter. Miete W3 geht noch weiter an E.
H2 ca. 80K Marktwert plus 450 Euro/Monat.
Land 3ha -> ca. 60K (E möchten das dieses im Familienbesitz bleibt)
Problem was ich auch immer noch sehe: Renovierungen liegen in H1, H2 absolut an, bspw. neue Heizung. Sowas müsste dann auch immer noch mit eingerechnet werden.
Daher war die Idee alles allen zu verschenken über eine GbR, so könnten ja bspw. die E. noch als Hauptgesellschafter geführt werden und hätten bei Bedarf noch Möglichkeiten einzugreifen (Geldnot im Alter etc.)

Zitat:
Eigentümergemeinschaften, in welcher Form auch immer, sollten im Interesse des Familienfriedens vermieden werden.
Das hört man ja leider auch öfters...

Alles in allem ein sehr schwieriges Thema, bei dem man sich viel Beratung einholen sollte -> Notar wird aufgesucht...

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47166 Beiträge, 16715x hilfreich)

Zitat:
Notar wird aufgesucht...


Habt ihr mal die Kinder gefragt, was die denn von Euren Plänen halten.? Da kann es durchaus überraschende Antworten geben.

Als erstes würde ich den Familienrat einberufen und mal diskutieren, wer welche Vorstellungen hat.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Panko
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat:
Als erstes würde ich den Familienrat einberufen und mal diskutieren, wer welche Vorstellungen hat.


Natürlich, alles schon passiert. Aber die sehen das ähnlich das es schwierig wird, alles gerecht zu verteilen.

0x Hilfreiche Antwort

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