Testament im Krankenhaus

29. September 2022 Thema abonnieren
 Von 
Hugolein
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 0x hilfreich)
Testament im Krankenhaus

Hallo

Mein Bekannter hat Probleme mit dem Erbe.
Es sind 2 Geschwister der eine hat die Mutter auf seine Seite gebracht.

Die sind mit Notar oder Rechtsanwalt ins Krankenhaus und haben ein Berliner Testament sich vom Vater am Krankenbett unterschreiben lassen.
Der Vater war schwer krank und stand wohl sehr unter betäubenden Medikamenten.

Welche Möglichkeit hat mein Bekannter die Unterschrift anzufechten.
Es ist ca 20 Jahre her, der Vater ist kurze zeit später verstorben.

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cirius32832
Status:
Senior-Partner
(6970 Beiträge, 1465x hilfreich)

Ich sehe da keine Chance.

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#2
 Von 
Garfield73
Status:
Student
(2100 Beiträge, 726x hilfreich)

Zitat (von Hugolein):
Mein Bekannter hat Probleme mit dem Erbe.

Nach
Zitat (von Hugolein):
20 Jahre
???
Wer ist denn der Begünstigte nach dem Tod der Mutter?
Oder wo genau liegt jetzt das Problem?

Signatur:

Nachdenken ist wie googeln .... nur krasser!

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#3
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7976 Beiträge, 4489x hilfreich)

Zitat (von Hugolein):
Die sind mit Notar oder Rechtsanwalt ins Krankenhaus und haben ein Berliner Testament sich vom Vater am Krankenbett unterschreiben lassen.

Ja und? Das ist eine ganz normale Vorgehensweise. Der Notar hat sich bei der Beurkundung von der Geschäftsfähigkeit überzeugt, sonst hätte er die Beurkundung ablehnen müssen.

Zitat (von Hugolein):
Welche Möglichkeit hat mein Bekannter die Unterschrift anzufechten.
Es ist ca 20 Jahre her, der Vater ist kurze zeit später verstorben.

Nach 20 Jahren? Keine.

-- Editiert von User am 29. September 2022 14:46

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#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47346 Beiträge, 16769x hilfreich)

Zitat (von Hugolein):
Welche Möglichkeit hat mein Bekannter die Unterschrift anzufechten.


Er muss beweisen, dass der Vater zum Zeitpunkt der Unterschrift testierunfähig war. Nach 20 Jahren und im Hinblick darauf, dass ein Notar dabei war halte ich das für nahezu aussichtslos.

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#5
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3463 Beiträge, 551x hilfreich)

Zitat (von Hugolein):
Welche Möglichkeit hat mein Bekannter die Unterschrift anzufechten.
Es ist ca 20 Jahre her, der Vater ist kurze zeit später verstorben.

Warum kommt der Bekannte erst nach 20 Jahren auf die Idee?

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118804 Beiträge, 39629x hilfreich)

Zitat (von Hugolein):
Welche Möglichkeit hat mein Bekannter die Unterschrift anzufechten.

Kommt ganz darauf an, mit welcher Begründung er anfechten will.


Dann hat man das 3 Probleme zu lösen

Das erste ist, dass nach 20 Jahren Verjährung / Verwirkung geltend gemacht werden kann.

Dann hat man das Problem das man ein notarielles Testament anfechten will - das ist schon unter normalen Umständen fast unmöglich.

Das Dritte ist, wie will man das beweisen?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#7
 Von 
Hugolein
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Warum kommt der Bekannte erst nach 20 Jahren auf die Idee?




Hallo

Der Vater meines Bekannten verstarb vor ca. 20 Jahren, die Mutter und Schwester leben noch.
Es soll angeblich ein Berliner Testament geben.

Die Schwester will sich das ganze Erbe aneignen.


Aber es gab keine offizielle, behördliche Testamentseröffnung.

Nun soll, will mein Bekannter seinen Pflichtanteil haben.
Wie bekommt mann das am besten hin, dass die 3 jährige Verjährungsfrist nicht zählt ?



Ohne positive Kenntnis bzw. grob fahrlässige Unkenntnis entweder vom Erbfall selber oder vom Umstand der Enterbung läuft auch die dreijährige Verjährungsfrist des § 195 BGB nicht.

Hat man als Pflichtteilsberechtigter vom Erbfall und vom Umstand der Enterbung keine Kenntnis, so gilt eine Verjährungshöchstgrenze von dreißig Jahren, § 199 Abs. 3a BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118804 Beiträge, 39629x hilfreich)

Zitat (von Hugolein):
Ohne positive Kenntnis bzw. grob fahrlässige Unkenntnis

Da man in der Regel merkt, wenn ein Elternteil stirbt, wird der Bekannte da einiges erklären und beweisen müssen ,,,


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47346 Beiträge, 16769x hilfreich)

Zitat (von Hugolein):
Aber es gab keine offizielle, behördliche Testamentseröffnung.


Dann kann es sich nicht um ein notarielles Testament handeln, denn das wird automatisch eröffnet.

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