Testament mit Strafklausel und befreiten Vorerben

15. November 2005 Thema abonnieren
 Von 
he.kern
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
Testament mit Strafklausel und befreiten Vorerben

Wir möchten ein eigenhändiges gemeinschaftliches Testament verfassen und damit folgendes erreichen:

1. Der überlebende Ehepartner soll zunächst „Alleinerbe“ sein um zu Lebzeiten vor Erbansprüchen der Kinder geschützt zu werden.
2. Erben des letztverstorbenen Ehepartners sollen die gemeinsamen Kinder Jana und Franza sein.
3. Es soll vermieden werden, dass die Kinder noch zu Lebzeiten des einen Partners ihren Pflichtteil fordern („Strafklausel“)
4. Der überlebende Ehepartner soll das Haus ggf. verkaufen/belasten können („Befreiter Vorerbe“)
5. Nur für den Fall der Wiederheirat des überlebenden Partners sollen die gemeinsamen Kinder Jana und Franza ihren Erbteilanspruch sofort erhalten.

Meine Fragen:

1. Ist das Testament korrekt formuliert?
2. Wären weitere Aspekte zu berücksichtigen?
3. Für den Fall des gleichzeitigen Todes der Ehepartner: Berührt dieses Testament die Erbansprüche der Kinder ?
4. Welchen Anspruch können die Kinder später geltend machen: Laut Testament soll ja vermieden werden, dass die Kinder noch zu Lebzeiten des einen Elternteils ihren Pflichtteil fordern. Angenommen der Pflichtteil würde bei Tod des ersten Elternteils 200.000,-€ betragen, Jahre später aber, z.B. bei Wiederheirat des überlebenden Partners würden nur noch 50.000,- € vorhanden sein. Müssten sich die Kinder jetzt mit dieser geringen Summe begnügen?
5. Kann der Anspruch auf einen Erbteil verfallen? Wenn ja, wann und wie?

Unser Testament
Wir, die Eheleute Franz und Erna Schmidt setzen uns hiermit gegenseitig als befreite Vorerben unseres gesamten Nachlasses ein.
Sollte eines oder beide unserer gemeinsamen Kinder Jana und Franza nach dem Tode des ersten Elternteils seinen Pflichtteil fordern, soll es bzw. sollen sie auch nach dem Tode des überlebenden Elternteils wiederum nur den Pflichtteil bekommen.
Heiratet der überlebende Ehegatte wieder, so soll er unseren gemeinsamen Kindern Jana und Franza deren Erbteil auszahlen.

Ort, den 09.11.2005 Franz Schmidt Erna Schmidt

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44612 Beiträge, 15887x hilfreich)

zu 1.
a) Wer sind denn die Nacherben? Das sollte explizit erwähnt werden.
b) Der letzte Satz ist unklar. Was ist mit Erbteil gemeint?

zu 2.
Mir fällt so auf Anhieb nichts ein

zu 3.
Nein

zu 4.
Gute Frage. Dazu muss aber erst einmal beantwortet werden, was das Erbe ist. An dieser Stelle lauft Ihr Gefahr, dass eine gut gemeinte Klausel zu erheblichem Interpretationsspielraum einlädt und damit eine vorzügliche Grundlage für Erbstreitigkeiten bildet.

zu 5.
Die Frage verstehe ich nicht. Wessen Anspruch auf welchen Erbteil?

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