Übertragung des Erbteils des Vaters an Kinder

10. Juli 2012 Thema abonnieren
 Von 
MisterQ1978
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 2x hilfreich)
Übertragung des Erbteils des Vaters an Kinder

Hallo zusammen,

ist mein erster Beitrag hier im Forum und ich möchte mich schonmal für jegliche kleine Hilfe bedanken da ich auf diesem Gebiet völlig unbedarft bin.

Mein Mutter ist verstorben und die Erbensind mein Vater mein Bruder und ich. Es gab kein Testament von daher geht es bei uns nur um ein Grundstück welches meine Mutter letztendlich nach der gesetzlichen Erbfolge an uns drei vererbt hat.

Jetzt möchte mein Vater seinen Anteil an dem Grundstück gleich an uns beiden Kinder weitervermachen, da er dieses ja auch erst irgendwann mal weitervererben wird und das für nicht sinnvoll erachtet.

2 Jahre nach dem Tod besteht ja die Möglichkeit die Eintragung im Grundbuch kostenfrei machen zu lassen und jetzt war der Gedanke das dort dann eben nur mein Bruder und ich mich eintragen lassen. Ist das überhaupt möglich oder läuft das dann im Prinzip darauf hinaus das mein Vater eingetragen werden muß und es eine Schenkung im Nachhinein gibt? Was ja blöd wäre da dieses ja dann auf den Freibetrag angerechnet wird, sollte mit meinem Dad die nächsten zehn Jahre was passieren. ( wenn das noch Gültigkeit hat).

Vielen Dank und viele Grüße

Andreas

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Stender
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo Andreas,
bin kein Jurist, aber in dem Fall braucht doch Dein Vater nur das Erbe auszuschlagen und dann erbst Du mit Deinem Bruder alleine.
Gruß
R.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8432 Beiträge, 3443x hilfreich)

Ausschlagen sollte reichen und die Freibeträge sind so großzügig, das es kaum Probleme geben dürfte. Andererseits sollte es dann keine Konten, Sparbücher, etc. auf/mit dem Namen der Muter geben, sonst muss der Vater diese Dinge ebenfalls an- bzw. an Söhne anteilig abgeben. V sollte sich das schon genau überlegen.

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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7219 Beiträge, 4301x hilfreich)

Ist das überhaupt möglich oder läuft das dann im Prinzip darauf hinaus das mein Vater eingetragen werden muß und es eine Schenkung im Nachhinein gibt?
Die gebührenfeie Eintragung gem. § 60 Abs. 4 KostO . bezieht sich nur auf die Eintragung der Erbengemeinschaft (Grundbuchberichtigung). Es müsste ein entsprechender notarieller Vertrag geschlossen werden, in dem der Vater seinen Anteil überträgt.

Was ja blöd wäre da dieses ja dann auf den Freibetrag angerechnet wird, sollte mit meinem Dad die nächsten zehn Jahre was passieren. ( wenn das noch Gültigkeit hat).

Das hat durchaus noch Gültigkeit, allerdings reduziert sich dies jährlich um 10%.

...aber in dem Fall braucht doch Dein Vater nur das Erbe auszuschlagen und dann erbst Du mit Deinem Bruder alleine.

Mit der Ausschlagung wäre ich sehr vorsichtig (wenn überhaupt noch ausgeschlagen werden kann, da dies nur innerhalb von 6 Wochen erfolgen kann.



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1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
MisterQ1978
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 2x hilfreich)

Danke schonmal für die Antworten... um noch ein wenig mehr Licht ins dunkel zu bringen...

Meine Mutter ist im Oktober 2010 verstorben und die zwei Jahresfrist endet dieses Jahr. Mein Vater hat damals den Erbschein für nur für das Grundstück beantragt. Im Erbschein stehen wir aber zu dritt. Ausschlagen ist also rein zeitlich auch nicht mehr möglich.

Muß jetzt vorher dann noch ein Notartermin gemacht werden in dem unser Vater seinen 50 prozentigen Anteil überlässt quasi als Schenkung? d.h. es fallen Notarkosten an oder läßt sich die Eintragung nur auf meinen Bruder und mich vornehmen, obwohl mein Vater im Erbschein drin steht. So hat das mein Dad nämlich damals verstanden und das kann ich mir irgendwo nicht vorstellen...

Grüße Andy

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
guest-12314.02.2013 13:07:55
Status:
Schüler
(178 Beiträge, 69x hilfreich)

Hallo,

soweit ich das überblicke, muss Dein Vater Euch das schenken.
ja, die Eintragung ist umsonst, aber nur wenn man was erbt und innerhalb der Frist das eintragen lassen möchte. Man kann aber nicht kommen und sagen: nur ich und ich trage das ein und dann ist das offiziell. Wegen des Erbes vorher wäre der Vater immer noch Eigentümer. Die Eintragung ist im Erbfall eine Zeit lang umsonst. Aber nur weil man das nicht einhält, heißt das ja nicht, dass man nicht noch Eigentümer ist. Nach Ablauf der Frist kostet die Eintragung was. Und Eintrag hin oder her, der Vater ist offenbar offiziell Erbe. Da muss er schon verschenken, anders geht es nicht. Denke ich.

LG

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