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Vermächtnis / Vererbung von Rechten eines Nachlassgegenstandes

27. August 2022 Thema abonnieren
 Von 
Recht22
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)
Vermächtnis / Vererbung von Rechten eines Nachlassgegenstandes

Hallo, ich hätte zum Thema Vererben/Vermächtnis folgende Frage:

§ 2033 und § 2040 BGB geben vor, dass ein einzelner Miterbe nicht über einen Nachlassgegenstand verfügen dürfen, sondern nur die Erbengemeinschaft gemeinschaftlich. Wenn ein Miterbe in seinem Testament "alle Rechte und Pflichten" an eines vorher von ihm (mit)geerbten Nachlassgegenstandes aus der Erbengemeinschaft, z. B. einer Immobilie, im Rahmen eines Vermächtnisses einer anderen Person vermacht, ist diese Verfügung im notariell beglaubigten Testament dann unwirksam, weil dies gegen § 2033 und § 2040 BGB verstoßen würde? Wenn nein, was wäre dann ungefähr die Folge?

Danke für alle Beiträge.

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7146 Beiträge, 4284x hilfreich)

Zitat (von Recht22):
§ 2033 und § 2040 BGB geben vor, dass ein einzelner Miterbe nicht über einen Nachlassgegenstand verfügen dürfen, sondern nur die Erbengemeinschaft gemeinschaftlich. Wenn ein Miterbe in seinem Testament "alle Rechte und Pflichten" an eines vorher von ihm (mit)geerbten Nachlassgegenstandes aus der Erbengemeinschaft, z. B. einer Immobilie, im Rahmen eines Vermächtnisses einer anderen Person vermacht, ist diese Verfügung im notariell beglaubigten Testament dann unwirksam, weil dies gegen § 2033 und § 2040 BGB verstoßen würde? Wenn nein, was wäre dann ungefähr die Folge?

Nein, die Klausel ist nicht unwirksam. Der Vermächtnisnehmer tritt an die Stelle des Verstorbenen in die Erbengemeinschaft ein.

-- Editiert von User am 27. August 2022 20:38

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Recht22
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von cruncc1):
Nein, die Klausel ist nicht unwirksam. Der Vermächtnisnehmer tritt an die Stelle des Verstorbenen in die Erbengemeinschaft ein.


Ist das in diesem Fall überhaupt möglich? Es ginge nur um einen konkreten Nachlassgegenstand aus der Erbmasse der Erbengemeinschaft, in der der Verstorbene Mitglied war, und nicht um den ganzen Anteil an der Erbengemeinschaft. Es geht hier nicht um den Anteil am vorherigen Erbe, über den verfügt würde, was ja nach § 2040 BGB gehen müsste, sondern nur um einen konkreten Nachlassgegenstand, was ja nach § 2033 BGB und § 2040 BGB eigentlich nicht gehen sollte.

Für mich scheint es so, als hätte dies konkret aus dem Testament hervorgehen müssen, wenn das die Absicht gewesen wäre, denn ansonsten dürfte dies nicht funktionieren, meiner Meinung nach. Deswegen bezweifle ich ja, dass das der Fall ist, und dass der Vermächtnissnehmer deshalb nicht in die Erbengemeinschaft eintritt, sondern nur die Erben.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Jura1999
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von cruncc1):
Nein, die Klausel ist nicht unwirksam. Der Vermächtnisnehmer tritt an die Stelle des Verstorbenen in die Erbengemeinschaft ein.


Soweit ich weiß, wird der Vermächtnisnehmer i.d.R. nicht Bestandteil der Erbengemeinschaft, auch nicht in diesem speziellen Fall, wo es um eine andere Erbengemeinschaft eines anderen Verstorbenen geht.



-- Editiert von User am 29. August 2022 02:42

0x Hilfreiche Antwort

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