Verschuldetes Messie-Haus - Erbe annehmen?

13. Dezember 2022 Thema abonnieren
 Von 
go587394-48
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)
Verschuldetes Messie-Haus - Erbe annehmen?

Hi,

ich brauche dringend guten Rat!

Im Raum steht ein Messie-Haus mit 140k Schulden, die Bausubstanz ist noch halbwegs ok. Ein Makler meinte, das Haus sei 300k Wert. (Bin ich allerdings stark am zweifeln)

Ich bin Teil einer 3 köpfigen Erbgemeinschaft, allerdings sind die beiden anderen pleite.

Jetzt hab ich gelesen, das in einer Erbgemeinschaft sich die Gläubiger aussuchen können, von wem sie die Kohle eintreiben. Da käme dann nur ich in Frage.

Das Grundstück hat einen Wert von ca 100k. Im schlimmsten fall hätte ich 40k Schulden an der Backe und im besten Fall 50k Plus.

Ich könnte die Kohle gut gebrauchen, allerdings würden mich -40k und Jahrelanger Stress, die Kohle von den beiden anderen einzureiben, hart belasten.

Was soll ich tun? Beide drängen auf einen Erbschein. Die Konsequenzen scheinen denen egal zu sein.

Nachlassverwalter? Insolvenzverwalter? Ausschlagen? Hab kein Plan von nix!



Guter Rat wäre jetzt richtig und wichtig. :)

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118396 Beiträge, 39564x hilfreich)

Zitat (von go587394-48):
Im schlimmsten fall hätte ich 40k Schulden an der Backe

Das regelt man dann mit einer Nachlassinsolvenz.



Zitat (von go587394-48):
Ein Makler meinte, das Haus sei 300k Wert. (Bin ich allerdings stark am zweifeln)

Eventuell wenn es geräumt ist. Wobei man beim räumen auch durchaus noch wertvolles finden kann ...

Ich würde einen weitern Makler befragen und dann noch einen Immobiliensachverständigen.




Zitat (von go587394-48):
und Jahrelanger Stress, die Kohle von den beiden anderen einzureiben, hart belasten.

Nun, man kann direkt deren Anteil am Erbe pfänden.
Titel besorgen und dann pfänden, notfalls in Warteschleife gehen für ein paar Jahre bis wieder Kohle da ist und dann zuschlagen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47191 Beiträge, 16724x hilfreich)

Ich würde auch das Erbe annehmen und dann ggf. Nachlassinsolvenz beantragen.

Der Insolvenzverwalter kostet zwar auch Geld, jedoch ist man dann vor der Haftung mit dem Privatvermögen geschützt.

Alternativ kann man das Haus auch schnell verkaufen, sofern das möglich ist.

Zum Wert des Hauses kann man sich auch gerne eine zweite Meinung einholen.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
amz621718-85
Status:
Schüler
(266 Beiträge, 22x hilfreich)

Ist der Wert des Haus mit oder ohne Grundstück 300 k?

Aber 300 k sind nach Adam Riese immer noch mehr als 140 k Schulden. ..

Woher kommt denn die Erkenntnis, dass das Erbe überschuldet ist?

Ansonsten siehe die Vorredner..

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#4
 Von 
go587394-48
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Das Grundstück ist 120k Wert. Minus Abriss falls erforderlich.

Muss man einen Insolvenzverwalter privat zahlen falls die Erbmasse nicht ausreicht?
Ich hab gelesen, der der den Antrag stellt muss zahlen. Ist das auch in einer Erbgemeinschaft so?
Kann man da grob kosten abschätzen?

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#5
 Von 
go587394-48
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

doppelpost sry

-- Editiert von User am 16. Dezember 2022 19:40

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#6
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47191 Beiträge, 16724x hilfreich)

Zitat (von go587394-48):
Muss man einen Insolvenzverwalter privat zahlen falls die Erbmasse nicht ausreicht?


Nein, der wird aus dem Nachlass bezahlt. Sollte der Insolvenzverwalter der Meinung sein, dass der Nachlass für seine Bezahlung nicht ausreicht, dann wird die Nachlassinsolvenz mangels Maße abgelehnt.

Das führt aber ebenfalls dazu, dass die Erben nicht mit ihrem Vermögen haften müssen. Sie können dann die Dürftigkeitseinrede geltend machen.

Allerdings stellt sich in diesem Fall das Problem nicht. Der Insolvenzverwalter wird vorrangig aus dem Verkaufserlös bezahlt. Von dem, was übrig bleibt, werden die Schulden bezahlt und wenn dann immer noch etwas übrig bleibt, dann geht das Geld an die Erben.

Zitat (von go587394-48):
Kann man da grob kosten abschätzen?


Das dürfte mehrere Tausend Euro kosten.

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Vermieterheini1
Status:
Beginner
(131 Beiträge, 11x hilfreich)

Hallo go587394-48,

Erben bedeutet keinesfalls "vom Erbe was Ppositives haben"
wenn man nicht Alleinerbe ist,
einen unangefochtenen Erbschein hat
und OHNE "allerliebste" Möchtegern-Erben ist!

Wenn du das Erbe / die Erbschaft nicht fristgerecht ausschlägs,
gilt meiner Meinung nach die Gesamtschuldnerischte Haftung
D.h.
DU alleine musst die gesamten Schulden des Erblassers, nebst Zinsen, usw. sofort zahlen
- aus deinem Privatvermögen! (1)
Und nicht nur das.
Hinzu kommen auf unabsehbare Zeit
die gesamten Kosten eines Messie-Hauses + Grundstück (von dir alleine zu bezahlen!) * (1),
ggfs. deine Anwalts-, Notar- und Gerichtskosten, Gutachterkosten, Entsorgungskosten, Bußgelder, usw. (1),
und dauerhaften Ärger mit den beiden anderen.
* Bei Kommunen, usw. gilt meiner Meinung nach die Gesamtschuldnerischte Haftung


Du kannst eine gerichtliche Teilungsversteigerung beantragen
(sollte man nur mit einem sehr "teilungsversteigerungserfahrenen" Rechtsanwalt machen!).
Bis du einen die Schulden und Kosten übersteigenden möglichen Rest
aus erfolgreichen Zwangsversteigerung - natürlich nur dein Drittel! -
in der Hand hast,
können Jahre vergehen!

Wenn einer oder beide anderen der 3 köpfigen Erbgemeinschaft Schulden hat,
bedienen sich möglicherweise deren Gläubiger vorrangig aus deren 1/3.
D.h.
dass du von den beiden anderen Miterben
das von dir zwischenzeitlich ausgelegte Geld (1) jemals bekommst
kann ich mir (nach seinen Angaben) nicht vorstellen.

Ich würde dir - angesichts deiner Angaben - raten,
die Erbschaft form- und fristgerecht auszuschlagen.

Signatur:

Dies ist eine private Meinungsäußerung als Laie ohne jede Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118396 Beiträge, 39564x hilfreich)

Zitat (von Vermieterheini1):
DU alleine musst die gesamten Schulden des Erblassers, nebst Zinsen, usw. sofort zahlen
- aus deinem Privatvermögen! (1)
Und nicht nur das.
Hinzu kommen auf unabsehbare Zeit
die gesamten Kosten eines Messie-Hauses + Grundstück (von dir alleine zu bezahlen!) * (1),
ggfs. deine Anwalts-, Notar- und Gerichtskosten, Gutachterkosten, Entsorgungskosten, Bußgelder, usw. (1),

Das ist schlicht Unfug.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Vermieterheini1
Status:
Beginner
(131 Beiträge, 11x hilfreich)

Begründung?

Signatur:

Dies ist eine private Meinungsäußerung als Laie ohne jede Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118396 Beiträge, 39564x hilfreich)

Zitat (von Vermieterheini1):
Begründung?

Einfach die vorherigen Beiträge mal lesen ...


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Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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