Vormund/Testamentsvollstrecker; finanzielle Versogung

15. Februar 2023 Thema abonnieren
 Von 
Kue7777
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 1x hilfreich)
Vormund/Testamentsvollstrecker; finanzielle Versogung

Folgender Sachverhalt:
Nach unserer Scheidung hat meine vermögende Ex-Frau ein neues Testament aufgesetzt. Demnach soll unser 8 Jahre alter Sohn Alleinerbe werden. Im Testament wurde ihre beste Freundin als Vormund und als Testamentsvollstreckerin eingesetzt. Zugriff auf sein Vermögen soll er erst mit 25 Jahren haben.
Nun die Frage: Falls meine Ex-Frau stirbt, wer ist dann für die finanzielle Versorgung meines Sohnes zuständig? Ich habe nur ein geringes Einkommen, mein Sohn ein großes Erbe, welches der Vormund verwaltet.
Wer ist für die finanzielle Versorgung vor und nach dem 18ten Lebensjahr zuständig?

Testament oder Erbe?

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16 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Kue7777
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 1x hilfreich)

Weiß hier niemand eine Antwort? Bin ich unterhaltsverpflichtet?

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#2
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38135 Beiträge, 13928x hilfreich)

Nun ja, hellseherische Fähigkeiten hat hier niemand. Unter welchen Bedingungen auch der Vater des Kindes Unterhalt zahlen muss, das wird sich dann ergeben wenn der Fall eintritt.

wirdwerden

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118551 Beiträge, 39590x hilfreich)

Zitat (von Kue7777):
Nun die Frage: Falls meine Ex-Frau stirbt, wer ist dann für die finanzielle Versorgung meines Sohnes zuständig?

Der dafür Zuständige ... in Ermangelung hellseherischer Fähigkeiten nicht konkreter zu beantworten.

Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16296 Beiträge, 9227x hilfreich)

Zitat:
Wer ist für die finanzielle Versorgung vor und nach dem 18ten Lebensjahr zuständig?

Vor dem 18. Geburtstag: ganz eindeutig der Fragesteller. - §1602(2) BGB
Minderjährige Kinder müssen nur etwaige Erträge aus dem Vermögen anrechnen lassen, aber nicht das Vermögen selbt. D.h. minderjährigen Kindern, die zwar ein hohes Vermögen haben, daraus aber keine Gewinne erhalten (Zinsen, Mieteinnahmen, ...) steht trotzdem voller Unterhalt von den Eltern zu.
Nach dem 18. Geburtstag muss das Kind zwar verwertbares Vermögen verwerten, bevor es Unterhalt verlangen kann - aber hier sehe ich es so, dass das Vermögen nicht verwertbar ist. Also bleibt der Fragesteller in der Pflicht.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118551 Beiträge, 39590x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
aber hier sehe ich es so, dass das Vermögen nicht verwertbar ist.

Und das sollte woran scheitern?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#6
 Von 
Kue7777
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 1x hilfreich)

Interessant. Es bestehen auch beträchtliche Mieteinnahmen., die dann vom Kind verwertet werden müssen?

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7963 Beiträge, 4488x hilfreich)

Zitat (von Kue7777):
Es bestehen auch beträchtliche Mieteinnahmen., die dann vom Kind verwertet werden müssen?

Ja.

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#8
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16296 Beiträge, 9227x hilfreich)

Naja - es stellt sich halt die Frage, ob mit "Zugriff auf sein Vermögen soll er erst mit 25 Jahren haben" gemeint ist, dass die Mieteinnahmen erst ab dem 25. Geburtstag dem Kind zufließen oder nicht.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118551 Beiträge, 39590x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Naja - es stellt sich halt die Frage, ob mit "Zugriff auf sein Vermögen soll er erst mit 25 Jahren haben" gemeint ist, dass die Mieteinnahmen erst ab dem 25. Geburtstag dem Kind zufließen oder nicht.

Ok, die Mieteinnahmen hätte ich jetzt dem Einkommen zugerechnet, nicht dem Vermögen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#10
 Von 
Kue7777
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 1x hilfreich)

Kann nicht der Testamentsvollstrecker darüber bestimmen? Oder was ist seine Aufgabe?

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#11
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38135 Beiträge, 13928x hilfreich)

Ich finde es eigentlich ziemlich müßig, über ein Ereignis zu spekulieren, von dem man nicht weiß, ob es überhaupt eintritt, wenn ja, wann. Außerdem kann die hoffentlich gesunde Mutter des Kindes noch so oft wie sie möchte, das Testament abändern.

Falls die Sorgeberechtigte verstirbt, wird im Zweifel jemand bestimmt, der dann in Zukunft die Interessen des Kindes wahrnimmt. Und derjenige wird dann auch entscheiden ob und wie man die Unterhaltsansprüche des Kindes durchsetzt.

wirdwerden

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#12
 Von 
Kue7777
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 1x hilfreich)

Ich finde es nicht müßig sich darüber Gedanken zu machen. Wenn der Fall eintritt, möchte ich darauf vorbereitet sein.
Wie ich anfangs schrieb, ist bereits eine Person bestimmt worden, die diese Aufgabe dann wahrnehmen soll.
Kann diese Person dann ab dem 18. Lebensjahr frei entscheiden, wieviel Geld mein Sohn bekommt?
Unter 18 Jahren bin ich dann anscheinend für den Unterhalt zuständig. Da er aber hohe Mieteinnahmen hat, die bestimmt als Einnahmen gezählt werden, bin ich vielleicht doch aus der Pflicht heraus?

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#13
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16296 Beiträge, 9227x hilfreich)

Zitat (von Kue7777):
Kann diese Person dann ab dem 18. Lebensjahr frei entscheiden, wieviel Geld mein Sohn bekommt?

Optimalerweise geht das aus dem Testament hervor.

Zitat (von Kue7777):
Da er aber hohe Mieteinnahmen hat, die bestimmt als Einnahmen gezählt werden, bin ich vielleicht doch aus der Pflicht heraus?

Das kommt halt darauf an, ob die Mieteinnahmen dem Kind tatsächlich zufließen - ober ob sie von der Testamentsvollstreckerin bis zum 25. Geburtstag einbehalten werden.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#14
 Von 
Kue7777
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 1x hilfreich)

Das ist im Testament nicht klar formuliert. Die Testamentsvollstreckerin soll den Nachlass umfassend verwalten. Sie ist auch berechtigt den Nachlass in Besitz zu nehmen und über alle Nachlassgegenstände zu verfügen.

Im Grunde ist man der Testamentsvollstreckerin aufgeliefert. Sie kann es bestimmen….

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38135 Beiträge, 13928x hilfreich)

Nö, das stimmt so nicht. Wie kommt man nur darauf? Wenn denn das Testament dann noch in der Form greift, in welcher es jetzt abgefasst ist, dann vollstreckt sie das Testament. Das Erbe ist der Gegenstand des Testaments, nicht der Unterhaltsanspruch des Kindes.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118551 Beiträge, 39590x hilfreich)

Zitat (von Kue7777):
Sie kann es bestimmen….

Aber auch nur in dem (engen) Rahmen der vom Testament, Willen des Erblassers, Gesetz und eventuell Gericht gesetzt wurde ...


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