Wie Haus vererben?

13. Juli 2012 Thema abonnieren
 Von 
Guntregi
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 1x hilfreich)
Wie Haus vererben?

Hallo, ich habe hier mal eine Frage wegen Hausvererben.

Die Situation:

Ein Hartz 4 Bezieher wohnt bei seinen Vater mit im Haus.
Seine Mutter ist schon länger tot und er wird später mal Alleinerbe.
Sein Vater bekommt Rente und er bezieht in dem Haus 1 Zimmer mit Bad.
Das Amt bezahlt ihm den Hartz 4 Satz + Geld für das Zimmer. Sein Vater hat nichts mit dem Amt zu tun.
Das Haus ist klein und hat einen Wert von ungefähr 80000 Euro. Insgesamt sind es ca. 60 qm.

Nun meine Frage:
Er hat natürlich Angst das er das Haus verkaufen muss wenn sein Vater mal stirbt. er hat schon immer darin gewohnt. Sein Vater will natürlich auch nicht das er das Haus mal verkaufen muss.
Ich habe mich schon ein wenig schlau gemacht und ich habe irgendwie herausgelesen das er das Haus doch behalten könnte, wenn er es selber bewohnen würde und auch schon zum Zeitpunkt des Erbes darin gewohnt hätte. Das tut er ja zur Zeit. Stimmt das?

Es gibt ja auch noch Nießbrauch, wogegen sein Vater nichts hätte. Das heißt doch sein Vater würde ihm das Haus schenken und hätte dann lebenslanges Wohnrecht. Das Amt könnte dann ja zu Lebzeiten das Haus nicht anrechnen, weil sein Vater ja noch drin wohnt. Es ist mir schon klar das er dann ja nicht mehr das Geld für das Zimmer bekommt, sondern nur noch seinen Hartz 4 Satz. Seinen Vater wäre das egal mit dem Geld für das Zimmer. Aber das Amt würde jetzt ja glaube ich ein paar andere Hauskosten mit übernehmen, natürlich nur zur Hälfte. Stimmt da alles so?

Zum Abschluss noch eine andere Frage.
Wenn sein Vater ihm das Haus schenken würde, dann könnte ja das Sozialamt wenn sein Vater in den letzten 10 Jahren seit der Schenkung Geld vom Sozialamt benötigen würde, von ihm das Haus ja wieder zurück fordern , weil noch nicht 10 Jahre rum sind. Das würde er natürlich gerne vermeiden.
Wie verhält sich das denn wenn er das Haus von seinem Vater kaufen würde, sagen wir für einen symbolischen Wert von 1 Euro. Zählt das dann auch rückwirkend für 10 Jahre oder könnte das Amt dann nichts machen? Natürlich würde sein Vater auch bei dieser Konstellation ein Nießbrauchrecht bekommen.


Weiß jemand mehr oder kann mir die Fragen beantworten.
Ich würde mich sehr freuen, Gruss.





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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47202 Beiträge, 16726x hilfreich)

quote:
Er hat natürlich Angst das er das Haus verkaufen muss wenn sein Vater mal stirbt. er hat schon immer darin gewohnt. Sein Vater will natürlich auch nicht das er das Haus mal verkaufen muss.
Ich habe mich schon ein wenig schlau gemacht und ich habe irgendwie herausgelesen das er das Haus doch behalten könnte, wenn er es selber bewohnen würde und auch schon zum Zeitpunkt des Erbes darin gewohnt hätte. Das tut er ja zur Zeit. Stimmt das?


Ich gehe davon aus, dass die Arge in so einem Fall nicht die kompletten Hauskosten übernimmt, so dass sich der Sohn das Haus wohl nicht leisten kann selbst für den Fall, dass es als Schonvermögen gilt. Bessere Antworten bekommst Du wahrscheinlich im Forum Sozialrecht.

quote:
Es gibt ja auch noch Nießbrauch, wogegen sein Vater nichts hätte. Das heißt doch sein Vater würde ihm das Haus schenken und hätte dann lebenslanges Wohnrecht. Das Amt könnte dann ja zu Lebzeiten das Haus nicht anrechnen, weil sein Vater ja noch drin wohnt. Es ist mir schon klar das er dann ja nicht mehr das Geld für das Zimmer bekommt, sondern nur noch seinen Hartz 4 Satz. Seinen Vater wäre das egal mit dem Geld für das Zimmer. Aber das Amt würde jetzt ja glaube ich ein paar andere Hauskosten mit übernehmen, natürlich nur zur Hälfte. Stimmt da alles so?


Dann ist es offensichtlich kein Schonvermögen.

quote:
Wie verhält sich das denn wenn er das Haus von seinem Vater kaufen würde, sagen wir für einen symbolischen Wert von 1 Euro.


Die Differenz zum Verkehrswert gilt als Schenkung.

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1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32677 Beiträge, 17209x hilfreich)

Er muß das Haus gar nicht verkaufen, wenn der Vater stirbt. Selbst genutztes Wohneigentum in angemessener Größe (und die ist großzügig bemessen) kann man behalten. Das Amt zahlt dann Betriebskosten und Grundsteuern.

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1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Guntregi
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 1x hilfreich)

Danke schon mal ihr beiden.
Ich werde dann die Fragen auch noch mal im Sozialrecht stellen.

@muemmel
Genau das hatte ich auch schon gehört, war mir aber nicht sicher ob das stimmt.

Gruss.

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
guest-12321.07.2012 16:26:17
Status:
Schüler
(402 Beiträge, 172x hilfreich)

quote:
Sein Vater bekommt Rente und er bezieht in dem Haus 1 Zimmer mit Bad.
Das Amt bezahlt ihm den Hartz 4 Satz + Geld für das Zimmer. Sein Vater hat nichts mit dem Amt zu tun


Das klingt nach "eigener Wohnung" sonst wäre das eine Bedarfsgemeinschaft. Ein Zweifamilienhaus wird man kaum mit HarzIV vereinbaren können

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1x Hilfreiche Antwort

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